16.01.2020 | 07:51 Uhr Kretschmer zum Kohleausstieg: Vernünftige Lösung für Sachsen

Der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) steht im neuen Test-Center von Bombardier in Bautzen.
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat den Kompromiss zum Kohleausstieg als wichtige Entscheidung und "vernünftige Lösung für die sächsischen Kraftwerke" bezeichnet. Der CDU-Politiker sagte im Interview mit MDR SACHSEN, dass zuerst ein Strukturaufbau stattfinden müsse, bevor man an die Kraftwerksschließungen gehe. "Mir geht es jetzt darum, dass auch wirklich dieser Kompromiss mitgetragen wird, auch von Umweltverbänden. Und dass wir jetzt mit ganzer Kraft daran gehen können, neue  Arbeitsplätze aufzubauen", so Kretschmer.

Zu den strukturellen Investitionen gehöre in Sachsen etwa eine Trasse von Leipzig über Torgau nach Weißwasser und eine ICE-Verbindung von Berlin nach Görlitz. Es werde auch zwei neue Forschungszentren geben. An den aktuellen Standorten von Kohlekraftwerken könnten künftig auch Gaskraftwerke betrieben werden. Zudem sei ein Anpassungsgeld für jene vereinbart worden, die keinen neuen Job fänden. Nach Angaben von Kretschmer soll das Ganze bis Mai in ein Gesetz gegossen werden. Weitere Einzelheiten des Zeitplanes will die Bundesregierung am Vormittag bekanntgeben.

Abschaltplan für Kraftwerke festgelegt

Auf dem Kohlegipfel im Berliner Kanzleramt haben sich in der Nacht zu Donnerstag die Kohleländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen mit der Bundesregierung auf einen Abschaltplan für die klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke geeinigt. Deutschland soll bis spätestens 2038 aus der Stromgewinnung aus Stein- und Braunkohle aussteigen. Das hatte eine Kommission aus Politik, Wirtschaft und Klimaschützern vor einem Jahr entschieden. Die Kohleregionen sollen parallel insgesamt 40 Milliarden Euro für den Umbau ihrer Wirtschaft bekommen. Vor dem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten die Ministerpräsidenten der Kohleländer auf verbindliche Zusagen gepocht - nun wurde ihnen eine Bund-Länder-Vereinbarung bis Mai zugesagt.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.01.2020 | ab 6:00 Uhr in den Nachrichten

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