30.05.2020 | 07:50 Uhr Festung Königstein zeigt lange verschollen geglaubte Waage

Eine Frau steht vor einer historischen Waage
Die Waage war zufällig im Keller gefunden worden und wurde nun restauriert. Bildrechte: Marko Förster

Nach wochenlanger Corona-Zwangspause öffnet die Festung Königstein in der Sächsischen Schweiz ihre Ausstellungen wieder. Mit einem besonderen Highlight wartet dabei ab Sonnabend die neue Schau "Hohe Gäste auf Sachsens schönster Feste auf": der lange verschollen geglaubten Waage des legendären sächsischen Kurfürst-Königs August der Starke (1670-1733), mit der das Gewicht der Gäste auf der Festung gemessen wurde. Sie war zufällig vor gut einem Jahr im Keller der Alten Kaserne entdeckt und restauriert worden.

Napoleon, Alexander von Humboldt, Zar Peter I. - alle waren sie da

Festung Königstein
Bildrechte: imago/euroluftbild.de

Auch das Eingangsjournal, in dem Russlands Zar Peter I., die Kaiser Frankreichs und Österreichs, Napoleon und Franz Joseph, aber auch Forscher Alexander von Humboldt verzeichnet sind, gehört zu den Exponaten. Nach Angaben von Kurator Andrej Pawluschkow wurde darin zwischen 1707 und 1806 jeder Besuch der militärischen Anlage mit Namen, Stand, Datum minutiös protokolliert. Die Ausstellung in der Magdalenenburg versammelt bis zum 22. November Gemälde aus eigenem Bestand, aber auch Leihgaben aus rund 20 Kunstmuseen im In- und Ausland wie der Galerie der Uffizien in Florenz sowie Sammlungen in Belgien, Österreich und Dänemark. Die 1241 erstmals urkundlich erwähnte «lapide regis» zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen im Freistaat. Die mittelalterliche böhmische Königsburg war später Kloster, Landesfestung, höfischer Festort, Kunstdepot, Gefängnis und Kriegsgefangenenlager.

Quelle: MDR/dk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 29.05.2020 | 16:30 Uhr im Regionalreport aus dem Studio Dresden

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