Meldungen am Mittwoch Corona-Ticker Sachsen am 25.03.: Polizei zu Streit um Wohnortnähe: Kein Fünf-Kilometer-Bann

In Sachsen ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten erneut gestiegen. Unterdessen sind weitere Patienten aus Italien in Leipzig gelandet. Diskussionen gibt es um das Verbot der Wochenmärkte und die Definition um wohnortnähe für Spaziergänger. In manchen Orten nutzen Betrüger die Situation aus und sammeln etwa unter falschem Vorwand Geld. MDR SACHSEN hält Sie über die Entwicklungen der Coronavirus-Krise auf dem Laufenden.

Polizeibeamte kontrollieren Radfahrer
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Meldungen am Donnerstag

22:20 Uhr | Zusammenfassung und Ticker-Ende

Wir beenden für heute die Berichterstattung. Vielen Dank, dass Sie die aktuelle Lage in Sachsen hier mitverfolgt haben. Am Donnerstagmorgen sind wir wieder für Sie da. Denken Sie bitte daran: Am besten hält Sachsen zusammen, wenn alle Sachsen A b s t a n d halten.

21:45 Uhr | Polizei: Es gibt keinen Fünf-Kilometer-Bann

Die Polizei Sachsen hat bei Twitter auf den Abstandsstreit reagiert und richtiggestellt "Eine Beschränkung von fünf Kilometern rund um die Wohnanschrift für Sport/Spaziergänge besteht nicht." Via Twitter begründete die Polizei die Entscheidungen der Leipziger Beamten am Cospudener See am Nachmittag als "Irritationen aufgrund einer internen Handlungsorientierung".

21:27 Uhr | Streit: Was heißt "wohnortnah" bei Ausgangsbeschränkung?

In sozialen Netzwerken ist eine Diskussion darüber entbrannt, wie weit sich Spaziergänger vom Wohnort entfernen dürfen in Zeiten des beschränkten Ausgangs. Anlass für die Debatte waren Kontrollen von 30 Polizeibeamten am Cospudener See bei Leipzig, über die MDR SACHSEN hier im Ticker berichtet hatte. Die Beamten stellten 31 Verstöße fest von Menschen, die weiter als fünf Kilometer vom See entfernt wohnten. Die Allgemeinverfügung Sachsens definiert nicht, was "wohnortnah" genau bedeutet. Innenminister Roland Wöller sagte, wohnortnah solle "mit Augenmaß" und "gesundem Menschenverstand" ausgelegt werden.

Landtagsmitglied Lippmann kritisiert Polizeiauslegung

"Augenmaß heißt für mich was anderes", kritisierte Valentin Lippmann, der innenpolitische Sprecher der Grünen im Sächsischen Landtag. Er verwies darauf, dass die Allgemeinverfügung beabsichtige, Ansammlungen zu vermeiden.

21:16 Uhr | Landesärztekammer: "Der uninfizierte Mensch braucht keine Schutzmaske"

Verkäuferinnen und Kunden in einem tschechischen einkaufsmarkt tragen Mundschutz. Das ist sieit 22.3.2020 Pflicht in Sachsens Nachbarland Tschechien.
Verkäuferinnen und Kunden tragen Mundschutz in einem tschechischen Supermarkt. Bildrechte: MDR

In Sachsens Nachbarland Tschechien herrscht seit einer Woche Mundschutz-Zwang in der Öffentlichkeit (siehe Foto). Der Präsident der Landesärztekammer Sachsens, Erik Bodendieck, lehnt so eine Maßnahme für ganz Sachsen ab. "Schutzmasken sind für die normale Bevölkerung nicht notwendig", sagte er am Mittwoch. Grippevirus- und Coronavirus-Infizierte, Berufsgruppen, die mit Infizierten in Kontakt kommen und Mitarbeiter im Pflege- und Medizinbereich benötigten hingegen solche Masken.

Wer dennoch privat eine Mund-Nasen-Maske nutze und sie wiederverwenden wolle, beispielsweise Masken aus Stoff, solle sie nach jedem Tragen gründlich trocknen, so Bodendieck.

20:50 Uhr | Kritik an Schließung der Wochenmärkte

Die Arbeitsgemeinschaft der bäuerlichen Landwirtschaft Mitteldeutschland und das Handwerk in Sachsen haben die verfügte Schließung der Wochenmärkte in Sachsen kritisiert. Sie leisteten einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung der Menschen mit gesunden und regionalen Lebensmitteln und böten einen höheren Schutz vor Infektionen als Supermärkte, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, teilten die beiden Verbände mit. Sachsen hatte am Dienstag verfügt, die Wochenmärkte in Sachsen zu schließen.

Ein Mann 1 min
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Ab sofort dürfen zum Schutz vor Covid-19 in Sachsen keine Wochenmärkte mehr öffnen. Was heißt das für Händler und Kunden. Wir haben uns auf einem Markt in Dresden umgehört. Hier: Tino Alberti, Gemüsehändler

MDR FERNSEHEN Mi 25.03.2020 15:21Uhr 01:00 min

https://www.mdr.de/sachsen/dresden/dresden-radebeul/mediabox-8834.html

Rechte: MDR CHMN Reporter Phone Kit 42, MDR CHMN Reporter Phone Kit 42

Video

20:20 Uhr | Stadtratssitzungen in Zwickau fallen aus

Wegen der Corona-Krise finden in Zwickau weder im März noch im April Sitzungen des Stadtrates statt. Auch die Sitzung am morgigen Donnerstag fällt aus. Darauf hat sich am Mittwoch der Ältestenrat verständigt. Die Mitglieder würden sich bei wichtigen Fragen per Telefonkonferenz abstimmen, informierte die Stadt. Zu Themen, die keinen Aufschub dulden, würde Oberbürgermeisterin Pia Findeiß Eilentscheidungen treffen - etwa zur Bewilligung überplanmäßiger Mittel für den Ankauf eines Gemäldes von Max Pechstein.

19:51 Uhr | Eine Corona-Fragen-Hotline für Sachsen

Die Landesregierung hat ihre verschiedenen Beratungsangebote zur Coronavirus-Infektionen gebündelt. Ab sofort ist eine kostenlose Telefon-Hotline erreichbar von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr und am Wochenende von 12 bis 18 Uhr. Mehrere Dutzend Experten beantworten Fragen zu den Themenbereichen: Allgemeinverfügung, Fördermöglichkeiten für Unternehmer, Steuern und Justiz, Schule und Kita, Hochschulen, Tourismus, Land- und Forstwirtschaft.

  • Die Nummer der Corona-Fragen-Hotline lautet: 0800-1000 214

19:30 Uhr | Polin dankt allen Stau-"Engeln" an Grenze

Eine polnische Autofahrerin hat sich per Mail für die Hilfe ehrenamtlicher Helfer und Polizisten an der Grenze bedankt. Sie habe "albtraumhafte" Stunden im Megastau vorige Woche gestanden. "Aber nachts erschienen Engel!!! Deutsche Polizisten, Freiwillige mit Wasser und Obst, das DRK mit heißem Kaffee und Tee", schrieb sie.

19:16 Uhr | Tschechien macht für Pendler in Gesundheitsberufen doch Ausnahme

Tschechien entschärft die Grenzschließung für Arbeitspendler. Das berichtet das ARD-Studio Prag und beruft sich dabei auf das tschechische Innenministerium. Mitarbeiter aus sozialen und medizinischen Berufen dürfen demnach ohne Einschränkung weiterhin pendeln. Am Dienstag hatte es aus dem Prager Innenministerium noch gehießen, ab Donnerstag müssten sich alle Berufspendler aus Tschechien, die in Deutschland arbeiten, dort auch eine Bleibe suchen oder ganz zurückkehren.

Ab Sonnabend dürfen auch Berufspendler aus Polen nicht mehr aus- und einreisen. Das sächsische Hilfsangebot für tschechische Pendler in Gesundheitsberufen gelte auch für polnische Pendler, sagte Wirtschaftsminister Martin Dulig.

19:07 Uhr | 1.433 Menschen in Quarantäne in Sächsischer Schweiz-Osterzgebirge

Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist bei 93 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden. Fünf Personen gelten mittlerweile als geheilt, teilte das Landratsamt mit. Insgesamt befinden sich 1.433 Personen in häuslicher Quarantäne.

18:58 Uhr | Bediente Corona-infizierte Händlerin einfach weiter?

Die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Händlerin aus Pirna, die ihren Laden weiter betrieb, obwohl das Gesundheitsamt die Schließung angewiesen hatte. Darüber berichtet die Sächsische Zeitung (SZ). Demnach galt die Beschuldigte als positiv getestete Coronavirus-Infizierte. Trotzdem soll sie in dieser Woche in ihrem Geschäft weiter Kunden bedient haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, eine Verurteilung der Betroffenen per Strafbefehl zu beantragen, berichtet die SZ.

Innenminister Roland Wöller hatte mehrfach erklärt, dass Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz mit bis zu zwei Jahren Haft und Verstöße mit nachgewiesenem Vorsatz mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden können. Bislang haben Sachsens Polizeibehörden 140 Straftaten im Zusammenhang mit den Corona-Bestimmungen registriert. Die Zahl der festgestellten Ordnungswidrigkeiten nannte Wöller nicht.

18:41 Uhr | Corona-infizierter Fan bei RB-Spiel

Aufstellung der Mannschaften
Bildrechte: PICTURE POINT / Roger Petzsche

Beim Fußball-Champions-League-Spiel von RB Leipzig gegen Tottenham vor zwei Wochen hat offenbar ein mit Corona infizierter Mann im Publikum gesessen. Das Landratsamt des Saale-Orla-Kreises teilte MDR Thüringen mit, der Infizierte sei wenige Tage nach dem Spiel positiv getestet worden. Weiter heißt es, das Gesundheitsamt des Saale-Orla-Kreises habe mehrfach versucht, das Leipziger Gesundheitsamt zu erreichen, um Hinweise auf mögliche Infizierte weiterzugeben, aber keine Antwort erhalten.

Die Stadt Leipzig verteidigte sich gegen den Vorwurf. Stadtsprecher Matthias Hasberg sagte, man habe eine Mail aus Schleiz erhalten, die Verbindung zum Fußballspiel sei aber nicht ersichtlich gewesen. Das Spiel hatten mehr als 42.000 Besucher im Stadion gesehen.

18:28 Uhr | Leipzig setzt Gewerbesteuer und Gästetaxe aus

Leipzigs Kämmerer hat mit Wirkung von Mittwoch den Zahltermin 15. Mai 2020 für die Gewerbesteuer ausgesetzt. Das bedeutet, dass im Mai keine fälligen Gewerbesteuern von der Stadt abgebucht werden und auch keine Überweisungen notwendig sind, informierte Finanzbürgermeister Thorsten Bonew. Dafür brauche kein Unternehmer individuelle Anträge stellen. Für die Hotel- und Gastronomiebranche wurde entschieden, die Gästetaxe vorerst bis 31. Mai 2020 auszusetzen. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

18:07 Uhr | Schutzmasken aus Polizeibeständen verteilt

Das Polizeiverwaltungsamt Sachsen hat seine Schutzbekleidungsbestände aufgelöst. Tausende Masken und Schutzbekleidung wurden am Mittwoch an das St. Georg-Klinikum Leipzig, an die Uniklinik Dresden und an das Städtische Klinikum Chemnitz verteilt. Auch Polizeibehörden und Rettungskräfte sollen Schutzkleidung bekommen, sagte Innenminister Roland Wöller.

Die drei großen Kliniken in Sachsens Großstädten wurden als Steuerungszentren eingerichtet, um die medizinische Ausrüstung in ihren Regionen nach Bedarf zu verteilen. Wöller sagte, dass langsam auch erste Nachschublieferungen für Masken und Schutzanzüge einträfen.

17:55 Uhr | Musik verbindet Hoyerswerda

Die Orchestermusiker Torsten Vogel und sein Sohn Fritz aus Hoyerswerda spielen seit vergangenem Freitag jeden Abend um 18 Uhr auf dem Altstädter Markt in Hoyerswerda. Das kleine Abendkonzert soll den Menschen eine musikalische Freude bringen, sagte Diakon Vogel, der jedes Jahr auch den "Lebendigen Adventskalender" organisiert. Die Zuhörer verfolgen das kleine Konzert aus ihren geöffneten Fenstern oder in größeren Abständen vom Straßenrand aus. Viele reagierten am Dienstagabend sehr gerührt auf das Stück "Freude, schöner Götterfunken".

Ein Vater und sein Sohn stehen auf de MArkt in Hoyerswedra und spielen Trompete für die Zuhörer.
Bildrechte: Silke Richter

17:32 Uhr | Run auf die "Soforthilfe Corona-Pandemie"

Am Donnerstag, 26. März 2020, soll die "Soforthilfe Corona-Pandemie" vom Stadtrat Dresden beschlossen werden. Das bereits am Dienstag veröffentlichte Online-Antragsformular für Kleinstunternehmen, Selbstständige und Freiberufler ist so stark gefragt, dass es immer wieder zu deutlichen Verzögerungen auf der Website kommt, teilte die Stadt mit.

  • Fragen zur geplanten Soforthilfe beantwortet der Wirtschaftsservice unter der Hotline 0351-4 88 87 26 montags bis freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr oder unter E-Mail: wirtschaftsfoerderung@dresden.de

17:27 Uhr | Pause für drei sächsische Schmalspurbahnen

Die mit Dampfloks betriebene Lößnitzgrundbahn (Radebeul – Radeburg), Weißeritztalbahn (Freital – Kipsdorf) und die Fichtelbergbahn (Cranzahl – Oberwiesenthal) stellen wegen der Corona-Krise ab Sonnabend vorerst den Betrieb ein. Das teilte die Sächsische Dampfeisenbahn-Gesellschaft am Mittwoch mit. Die Bahnen dienen vorrangig dem Schüler- und Touristenverkehr. Beide Gruppen fehlten derzeit. Dennoch hielten der Verkehrsverbund Oberelbe und der Verkehrsverbund Mittelsachsen als Besteller zunächst an den Zügen fest, die in den zurückliegenden Tagen überwiegend leer unterwegs waren. Ersatzverkehr ist wegen fehlender Urlauber und Schüler nicht geplant.

Im Elbland wird der für den 4. April 2020 geplante Saisonstart der Stadtrundfahrt Meißen sowie die bei Ausflüglern beliebte Linie M Meißen – Moritzburg der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM) bis auf weiteres verschoben.

17:12 Uhr | Kultusminister begrüßt Entscheidung zu Abiturprüfungen

17:00 Uhr | Coronafall bei Wacker Nünchritz

Bei der Wacker Chemie AG am Standort Nünchritz gibt es einen ersten offiziell bestätigten Corona-Fall. Ein Mitarbeiter wurde positiv auf das neuartige Covid-19-Virus getestet, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Der Mitarbeiter war unlängst aus dem Urlaub in Dubai zurückgekehrt und befand sich seit dem Wochenende in häuslicher Isolation. Die Kontaktpersonen im Unternehmen wurden identifiziert und vorsorglich ins Homeoffice geschickt. Einschränkungen in der Produktion gibt es nicht.

16:52 Uhr | Volkssolidarität braucht dringend Mundschutz

Der Regionalverband Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen e.V. hat einen Hilfe-Aufruf gestartet: Seinen zwei ambulanten Pflegediensten geht der Einmal-Mundschutz aus. "Der Pflegedienst Meißner Umland mit Sitz in Coswig hat gerade mal noch 60 Exemplare vorrätig", heißt es in einer Mitteilung. "Nachschub ist bestellt, aber ein Liefertermin noch nicht in Sicht. Wer kann sich an die Nähmaschine setzen und für die Pflege(fach)kräfte Mundschutzmasken aus Stoff herstellen?"

16:44 Uhr | Prämien nun auch für polnische Berufspendler

Sachsen dehnt in der Corona-Krise seine Hilfsangebote auf polnische Arbeitnehmer im Freistaat aus. Nachdem ab diesem Donnerstag Hilfen für Beschäftigte aus Tschechien gezahlt werden, sollen nun auch Polen solche Vergünstigungen erhalten, wenn sie weiter in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen arbeiten, teilte Wirtschaftsminister Martin Dulig am Mittwoch in Dresden mit.

16:40 Uhr | Lok Leipzig knackt mit Spendenaktion virtuellen Zuschauerrekord

Fußball-Regionalligist Lok Leipzig hat mit seiner Spendenaktion "Leute, macht die Bude voll" den virtuellen Zuschauerrekord im Bruno-Plache-Stadion geknackt. Am Mittwochnachmittag waren bereits über 62.000 Tickets für ein imaginäres Spiel am 8. Mai gegen einen "unsichtbaren Gegner" verkauft worden.

Das Geld kommt dem Klub in Zeiten der Corona-Krise zugute. Der reale Zuschauerrekord im Plache-Stadion datiert aus dem Jahr 1955, als der SC Rotation Leipzig Bayern München vor 55.000 Zuschauern empfing.

16:35 Uhr | Kontrollen am Cospudener See

Polizei und Ordnungsamt haben heute am Cospudener See die Einhaltung der Allgemeinverfügung kontrolliert. Wie ein Sprecher MDR SACHSEN sagte, wurden insgesamt 31 Verstöße festgestellt. Dabei handelte es sich zum einen darum, dass mehr als zwei Personen, die nicht einen Haushalt teilen, gemeinsam unterwegs waren. Zum anderen wurden zahlreiche Leipziger angetroffen, deren Wohnumfeld weiter als fünf Kilometer vom Cospudener See entfernt liegt. Die Polizei kündigte für die kommenden Tage weitere Kontrollen an, um die geltende Allgemeinverfügung durchzusetzen.

16:29 Uhr | VW Sachsen spendet Atemschutzmasken

Volkswagen Sachsen hat aus eigenen Beständen 3.000 Atemschutzmasken für medizinische Einrichtungen in Zwickau, Chemnitz und Dresden zur Verfügung gestellt. Zudem spendete das Unternehmen Hunderte Schutzkittel und Schutzbrillen. Anliegen sei, in der aktuellen Pandemie-Situation vor Ort schnell und effektiv zu helfen. Derzeit prüfe der Volkswagen-Konzern weitere Hilfsaktivtäten.

Volkswagen Sachsen Atemschutzmasken
Bildrechte: Volkswagen Sachsen

16:25 Uhr | So geht es uns im Homeoffice - drei Familien berichten

16:10 Uhr | Bischofsweihe "im kleinen Kreis"

Bewerber Landesbischof Sachsen - Tobias Bilz
Bildrechte: Evangelische Landeskirche Sachsen

Der neue evangelische Landesbischof Tobias Bilz wird wegen der Corona-Pandemie wahrscheinlich nicht im großen öffentlichen Rahmen ins Amt eingeführt. Ursprünglich sollte der 56 Jahre alte Theologe am 25. April bei einem Gottesdienst in der Kreuzkirche Dresden sein Amt antreten und dabei auch das Bischofskreuz überreicht bekommen. Die Feier findet nun "wohl im kleineren Kreis" statt, sagte der Landeskirchensprecher Matthias Oelke. Wie klein die Zeremonie wird und ob sie überhaupt am 25. April stattfinden kann, blieb zunächst unklar.

15:39 Uhr | Dresden will Direktvermarktern helfen

Wochenmarkt Münchener Platz
Wochenmarkt Münchner Platz in Dresden am Mittwoch. Bildrechte: MDR Sachsen/Konstantin Henß

Nach dem Verbot von Wochenmärkten erklärt die Stadt Dresden: "Fakt ist aber auch, dass viele Kleinbauern und Direktvermarkter davon hart getroffen sind, da sie ihre Waren nun nicht mehr vor Ort anbieten können. Dies ist umso bedauerlicher, als dass in den großen Lebensmittelketten in der Regel Obst und Gemüse angeboten wird, welches aus Italien, Frankreich oder Spanien kommt und damit in der jetzigen Situation durch halb Europa gefahren wird. Wir werden nach Möglichkeiten suchen, die betroffenen Direktvermarkter als Landeshauptstadt zu unterstützen."

Wochenmarkt Chemnitz
So wie hier in Chemnitz hatten am Mittwoch noch einige Wochenmärkte geöffnet. Bildrechte: Harry Härtel

15:15 Uhr | Ärztekammer befürchtet Personalnot wegen fehlender Berufspendler

Von den wegen der Corona-Pandemie verschärften Regelungen für Berufspendler an Sachsens Grenzen sind auch etliche Ärzte betroffen. Wie die Sächsische Landesärztekammer am Mittwoch in Dresden mitteilte, arbeiten in Sachsen rund 270 polnische sowie rund 400 tschechische Mediziner. Wie viele davon täglich zur Arbeit pendeln, sei aber nicht bekannt.

"Nicht nur im grenznahen Raum könnte es für manche Krankenhäuser jetzt zu Personalproblemen kommen", erklärte der Präsident der Sächsischen Landesärztekammer, Erik Bodendieck. Er setze darauf, dass die Landesregierung den polnischen Ärzten eine ähnliche Unterstützung anbieten werde wie den tschechischen Ärzten, die im Freistaat bleiben und weiter arbeiten könnten.

15:35 Uhr | 50 "Corona-Einsätze" in der Region Leipzig

Die Polizei Leipzig meldet 50 Einsätze mit Corona-Bezug innerhalb von 24 Stunden.

Zu den häufigsten Anlässen zählten nach wie vor Ansammlungen von Personen vor Supermärkten, die zumeist Alkohol konsumierten, aber auch Personengruppen, die sich auf Hinterhöfen, an Spiel- und Sportplätzen trafen. Die Polizei setzte die Allgemeinverfügung mit Augenmaß um.

Polizeidirektion Leipzig

15:26 Uhr | Vorerst keine weiteren Patienten aus dem Ausland

Nachdem insgesamt acht schwer Coronavirus-Erkrankte aus Norditalien in Sachsen behandelt werden sollen, sind vorerst keine weiteren Aufnahmen geplant. "Momentan sind keine weiteren ausländischen Anfragen da, Patienten aufzunehmen", sagte Sozialministerin Petra Köpping. Sachsen hatte sich Anfang der Woche bereit erklärt, italienischen Patienten zu helfen. Sie werden in Leipzig, Dresden und Coswig behandelt.

15:15 Uhr | Zahnarztspezialpraxen für Corona-Patienten

15:06 Uhr | Raststätten öffnen für Brummifahrer

Um Lkw-Fahrern ein Mindestmaß an Hygiene zu bieten, öffnen in Sachsen die Raststätten wieder für die Versorgung dieser Berufsgruppe. Das kündigte Wirtschaftsminister Martin Dulig an. Die Rasthöfe sollen Toiletten, Duschen und Mahlzeiten für die Brummifahrer sicherstellen. Diese Regelung habe Dulig mit dem Bundesverkehrsministerium abgesprochen. Tankstellen sind in Sachsen ohnehin geöffnet.

15:00 Uhr | Abiturprüfungen werden nicht verschoben

Die Schulabschlussprüfungen in Deutschland sollen trotz Corona-Krise nach jetzigem Stand stattfinden. Darauf haben sich die Kultusminister der Länder am Mittwoch in einer Schaltkonferenz geeinigt. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) nach dem Gespräch mitteilte, vereinbarten die Länder, dass "zum heutigen Zeitpunkt" eine Absage von Prüfungen nicht notwendig sei. Über das weitere Vorgehen würden sich die Bundesländer eng in der Ministerkonferenz abstimmen.

14:56 Uhr | 1.128 Infizierte in Sachsen

Die Zahl der Corona-Patienten ist in Sachsen ist weiter gestiegen. Wie Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping am Mittwoch in Dresden bekanntgab, wurde das Virus bis Mittwoch bei 1.128 Menschen nachgewiesen.

Alle sechs Menschen, die in Sachsen aufgrund der Coronavirus-Infektion gestorben sind, waren älter als 75 Jahre, so Köpping. Aktuell liegen sechs Menschen mit schwerer Lungenentzündung auf der Intensivstation in Chemnitz. Zwei klinisch schwere Fälle beschäftigten zudem die Ärzte in Leipzig.

14:40 Uhr | Mindestens 80 Prozent der Hotels in Sachsen in Kurzarbeit

Mindestens 80 Prozent der sächsischen Hotels haben nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) Sachsen mittlerweile Kurzarbeit beantragt. "Die Lage ist sehr, sehr ernst", sagte der Geschäftsführer des Dehoga Sachsen, Axel Klein, der Deutschen Presse-Agentur. "Es geht jetzt um die blanke Existenz."

14:28 Uhr | 20 Strafanzeigen bei der Polizeidirektion Görlitz

Im Bereich der Polizeidirektion Görlitz sind 20 Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen die Corona-Allgemeinverfügung gestellt worden. Die Taten ereigneten sich zwischen dem 24. März und dem 25. März, wie die Polizei mitteilte. Darunter waren Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung und private Feiern.

Es wurden 31 Platzverweise ausgesprochen. So wurden Personengruppen, die sich auf dem Kornmarkt in Bautzen aufgehalten haben aufgefordert, nach Hause zu gehen. In Königswartha gab es eine Rangelei vor einem Hauseingang, weil ein Mieter eine Person nicht reinlassen wollte, die dort nicht wohnt.

14:05 Uhr | Sächsischer Familientag in Coswig abgesagt

Der für den 20. Juni in Coswig im Landkreis Meißen geplante Sächsische Familientag fällt aus. Das hat die Stadtverwaltung Coswig unter Verweis auf das Sozialministerium mitgeteilt. "Alle an der Vorbereitung Beteiligten bedauern diese Situation, konzentrieren sich aber jetzt auf den Schutz vor der Ausbreitung des Corona-Virus", heißt es in einer Mitteilung.

13:56 Uhr | Weitere Corona-Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

Am Flughafen Leipzig/Halle sind am Mittwochnachmittag weitere Coronavirus-Patienten aus Italien gelandet. Die Patienten sollen auf einer Intensivstation des Herzzentrums in Leipzig behandelt werden.

13:30 Uhr | Löwengruß aus dem Zoo Leipzig

Seit einer Woche ist der Zoo Leipzig für Besucher geschlossen. "Es fühlt sich sehr surreal und gespenstisch an, durch den Zoo zu gehen und keinen einzigen Besucher zu sehen. Aber es ist notwendig, um die weitere Verbreitung der Pandemie einzuschränken", sagte Zoodirektor Jörg Junhold. Die Pfleger kümmerten sich in gewohnter Art und Weise um die Tiere.

Inzwischen habe sich Löwe Majo als Vater der drei Jungtiere gut in seine Rolle eingefunden. Zudem erkunde der Nachwuchs vorsichtig die Löwensavanne, heißt es aus dem Zoo.

Löwenfamilie im Leipziger Zoo

Im Leipziger Zoo: Löwe Majo als Vater der drei Jungtiere hat sich gut in seine Rolle eingefunden. Zudem erkundet der Nachwuchs vorsichtig die Löwensavanne.

Löwen im Zoo Leipzig
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Löwen im Zoo Leipzig
Bildrechte: MDR/Zoo Leipzig
Löwen im Zoo Leipzig
Bildrechte: MDR/Zoo Leipzig
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13:04 Uhr | Umziehen - ja oder nein?

Rechtsanwalt Thomas Kinschewski beantwortet bei MDR SACHSEN einige Fragen rund um den anstehenden Einzug in die neue Wohnung in Zeiten der Ausgangsbeschränkung.

Freunde helfen bei einem Umzug und tragen Kisten, Pflanzen und Möbel durch ein Treppenhaus 3 min
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Eine Frage, die derzeit viele umtreibt: Darf ich denn jetzt umziehen? Zahlreiche Sachsen haben zum 1. April eine neue Wohnung gemietet. MDR SACHSEN fragt nach bei Anwalt Thomas Kinschewski.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Mi 25.03.2020 08:20Uhr 03:15 min

https://www.mdr.de/sachsenradio/umziehen-in-corona-zeiten-100.html

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12:48 Uhr | Aufschwung bei Seifenhersteller Kappus in Riesa

Der Seifenhersteller Kappus in Riesa hat die Produktion hochgefahren. Das Unternehmen war nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten von einer Münchener Beteiligungsgesellschaft übernommen worden und wird gerade umstrukturiert. Die Bestellungen haben sich in den letzten Tagen verdoppelt, so dass die Belegschaft alle Hände voll zu tun hat. In normalen Zeiten geht die Seife drei bis vier Wochen in ein Lager, jetzt wird alles sofort ausgeliefert, um die Lieferketten aufrechtzuerhalten.

Das Unternehmen produziert mit 76 Beschäftigten Flüssig- und Festseife. In der Zukunft soll der Produktionsbereich erweitert werden. Dazu werden 15 neue Mitarbeiter gesucht.

12:17 Uhr | Kein Tiefbau am Ferdinandplatz in Dresden

Wegen der Corona-Krise sind die vorbereitenden Baumaßnahmen für das neue Verwaltungszentrum am Ferdinandplatz in Dresden unterbrochen worden. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sind die Baggerarbeiten ausgesetzt, da im Falle des Auffindens einer Bombe aus dem 2. Weltkrieg eine Evakuierung der Bevölkerung nicht möglich wäre. Während einer solchen Evakuierung können die jetzt notwendigen Abstände zwischen den Menschen nicht eingehalten werden.

12:01 Uhr | Domowina-Chef mit Coronavirus infiziert

Der Chef des sorbischen Dachverbands Domowina, Dawid Statnik, hat sich mit dem Coronavirus infiziert und befindet sich in häuslicher Isolation. "Für mich persönlich bedeutet Corona Gott sei Dank nur eine Erkältung; für viele andere, besonders ältere Menschen und Patienten mit Vorerkrankungen, kann Corona tödlich sein", erklärte der 36-Jährige heute.

Dawid Statnik, Domowina-Vorsitzender, im Interview
Dawid Statnik, Vorsitzender der Domowina, des Dachverbands der Sorben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der sorbische Politiker machte zugleich Mut: "Gerade auch wir Sorben haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir in dieser Krise mit kreativen Ideen bestehen können, zum Beispiel mit Gottesdiensten über Livestream und Radio, mit gemeinsamem Beten auf der Basis digitaler Technik, mit Chorproben übers Internet und vielem anderen mehr."

11:50 Uhr | Chemnitz - Eindrücke aus einer stillen Innenstadt

Auf den Straßen in Chemnitz ist es ruhig geworden - wie in vielen anderen Orten seit der gültigen Ausgangsbeschränkung. Die sonst belebten Plätze sind leer. Polizei und Ordnungsamt kontrollieren die Einhaltung der Ausgangsregeln.

11:18 Uhr | Freiwillige wollen medizinisches Personal unterstützen

Dem Aufruf an Mediziner, im Kampf gegen das Coronavirus zu helfen, sind bislang über 50 Freiwillige in Chemnitz gefolgt, teilte die Stadtverwaltung mit. Unter ihnen befinden sich pensionierte Ärzte und Pflegekräfte. Die Stadt hatte zusammen mit der Kassenärzlichen Vereinigung und dem Chemnitzer Wirtschaftsförderer CWE zur Unterstützung aufgerufen.

Auch der Vogtlandkreis hatte auf der Suche nach medizinischem Personal einen solchen Aufruf gestartet. Derzeit haben sich den Angaben zufolge rund 20 Personen gemeldet.

10:43 Uhr | Erste digitale Dörfer gehen online

In Sachsen gehen die ersten digitalen Dörfer online. Wie das Ministerium für Regionalentwicklung informierte, wurden heute die digitalen Dienste "DorfNews" und "DorfFunk" für die Lommatzscher Pflege freigeschaltet. Ab sofort können alle Bewohner mit den Anwendungen Nachrichten aus dem Dorf und der Umgebung publizieren, Hilfsangebote und -gesuche einstellen oder einfach miteinander plauschen.

10:24 Uhr | Deutschlandweit mehr Corona-Infektionen

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auf 31.600 gestiegen. Das seien 4.100 mehr als am Vortag. Die Zahl der Toten habe um 36 auf 149 zugenommen.

09:54 Uhr | Kfz-Zulassungsbehörde Nordsachsen ab heute eingeschränkt geöffnet

Bei der Kfz-Zulassungsbehörde des Landkreises Nordsachsen besteht ab heute für Zulassungsdienste, Gewerbetreibende und Autohäuser die Möglichkeit, Fahrzeuge innerhalb der bekannten Sprechzeiten anzumelden. Voraussetzung ist eine telefonische Terminvereinbarung.

Hintergrund für diese Regelung ist, dass diese Personen eine große Zahl an Fahrzeugen zur gleichen Zeit anmelden können. Das Infektionsrisiko sei demnach durch deutlich weniger Kontakte reduziert. Man sollte dennoch prüfen, ob eine Kfz-Zulassung zeitlich verschiebbar sei.

Anruf für Delitzsch unter 03421 7585143, für Torgau 03421 758516, für Oschatz 03421 758 5190

09:31 Uhr | Landkreis Nordsachsen warnt vor falschen Spendensammlern

Die Stadt Delitzsch hat die Bewohner des Landkreises Nordsachsen vor falschen Spendensammler gewarnt. Wie eine Sprecherin der Stadt MDR SACHSEN mitteilte, sollen die mutmaßlichen Betrüger Spenden für Tierheime sammeln. Die Personen seien in Kleintransportern unterwegs.

Die Stadt wies zudem darauf hin, dass bei den geltenden Ausgangsbeschränkungen derartige Sammlungen nicht zulässig seien. Die Bürger sollten die Seriosität von Spendensammlern immer kritisch prüfen. Bei der Polizei Leipzig liegt derzeit keine Anzeige in dem Zusammenhang vor.

09:08 Uhr | Bauern kritisieren Schließung der Wochenmärkte

Die Verfügung Sachsens, auch Wochenmärkte wegen der Corona-Krise zu untersagen, stößt bei den Erzeugern auf Unverständnis. Es sei ein Schritt in die falsche Richtung, kritisierte Claudia Gerster, stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Mitteldeutschland AbL.

Menschen im Freien auf einem Wochenmarkt.
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wochenmärkte leisteten einen überaus wichtigen Beitrag zur Nahversorgung der Bevölkerung mit gesunden, regionalen Lebensmitteln und böten einen weitaus höheren Schutz vor Infektionen, als die üblichen Supermärkte, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. "Deshalb ist die Schließung aller Wochenmärkte in Sachsen auch fachlicher Unsinn und muss sofort wieder rückgängig gemacht werden", forderte Gerster.

08:26 Uhr | Per Video-Podcast ins Naturkundemuseum

Im Leipziger Naturkundemuseum können Kinder und Jugendliche jetzt virtuell auf Entdeckungsreise gehen. Mit dem hauseigenen Video-Podcast "School's out" vermittelt das Museum verschiedene lehrplanrelevante Themen wie Evolution, Artenreichtum und Umweltschutz.

07:55 Uhr | 27 Menschen in Leipziger Asylunterkunft in Quarantäne

In der Asylbewerberunterkunft in Leipzig-Gohlis befinden sich nach dem positiven Corona-Test zweier Bewohner insgesamt 27 Menschen in Quarantäne. Behördenangaben zufolge handelt es sich um fünf direkte sowie 20 mögliche Kontaktpersonen der zwei Männer. Von woher beide nach Leipzig kamen, sei nicht bekannt.

Das Leipziger Gesundheitsamt verfügte einen Aufnahme-, Transport- und Verlegestopp für die Einrichtung. Neuankömmlinge würden nun auf andere Einrichtungen in Sachsen verteilt.

07:23 Uhr | Bautzen lockert Regeln fürs Anwohnerparken

Bewohner im Bautzener Stadtzentrum dürfen ab sofort gratis auf gebührenpflichtigen Stellplätzen parken. Da durch die Ausgangsbeschränkung viele Parkplätze in der Innenstadt ungenutzt bleiben, komme die Stadt damit den Anwohnern entgegen, heißt es aus der Verwaltung. Bis zum 20. April dürfen diese im jeweiligen Bewohnerparkbereich auf gebührenpflichtigen Parkplätzen ihr Fahrzeug abstellen. Dafür muss der Bewohnerparkausweis im Auto ausgelegt werden.

06:51 Uhr | Sachsens Kliniken planen mit 2.500 Intensivbetten

In Sachsens Kliniken sollen rund 2.500 Intensivbetten für Corona-Patienten vorbereitet werden. Das sagte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, Stephan Helm, dem MDR. Viele Krankenhäuser hätten schon ihre Kapazitäten für Krisenzeiten aktiviert. Im Moment stünden rund 1.500 Betten bereit.

An der Uniklinik Leipzig werden derzeit zwei Patienten aus Italien intensivmedizinisch behandelt. Der medizinische Vorstand Christoph Josten erwartet aber in den nächsten Tagen mehr Intensivpatienten. Nun gehe es darum, zusätzliches Personal zu gewinnen. Mehrere hundert potenzielle Helfer hätten sich schon gemeldet.

06:36 Uhr | Stromverbrauch ist gesunken

Der Strombedarf in Deutschland ist in der vergangenen Woche etwa um fünf Prozent gesunken. Das teilte das Energieunternehmen Leag mit. Gründe dafür könnten die wärmeren Temperaturen sein und der Ausfall eines Teils der industriellen und handwerklichen Produktion.

Zur Sicherung der Stromversorgung hat die Leag in den Tagebauen und Kraftwerken spezielle Schutz- und Vorsorgemaßnahmen ergriffen. So besteht jede Schicht immer aus denselben Leuten, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Außerdem sind laut Leag in den Kraftwerken in Boxberg, Schwarze Pumpe und Jänschwalde Notunterkünfte eingerichtet worden - für den Fall, dass eine Schicht länger im Werk bleiben müsse.

05:51 Uhr | Mit Schutzglas vor dem Verkaufstresen

05:27 Uhr | Ersatzfreiheitsstrafen ausgesetzt

Das sächsische Justizministerium setzt wegen der Corona-Krise alle Ersatzfreiheitsstrafen vorübergehend aus. Das gilt für Verurteilte, die ihre Geldstrafe nicht bezahlt haben und stattdessen ins Gefängnis müssten. "Die müssen dann zu einem späteren Zeitpunkt ihre Strafe absitzen", sagte Justizministerin Katja Meier.

Des Weiteren sollen Verurteilte, die bis zu drei Jahre ins Gefängnis müssten, ihre Haft später antreten. So habe man im Fall einer Corona-Infektion im Gefängnis die entsprechenden Platzkapazitäten, um Infizierte unter Quarantäne stellen zu können, so Meier.

Eine Frau mit langen Haaren und Brille. 3 min
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05:12 Uhr | Kultusminister beraten über Abiturprüfungen

Die Kultusminister der Bundesländer wollen heute über das weitere Vorgehen bei den anstehenden Schulabschlussprüfungen in der Corona-Krise beraten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist für den Mittag eine Schaltkonferenz geplant, bei der es um das Durcheinander bei diesem Thema gehen soll.

Während Hessen und Rheinland-Pfalz weiter Abiturprüfungen stattfinden lassen, haben andere Länder das Abi und andere Abschlussprüfungen verschoben. Schleswig-Holstein will die Prüfungen sogar ganz ausfallen lassen. Sachsen ist gegen ein Abitur ohne Prüfung.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp//ma/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 25.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 24.03.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2020, 22:15 Uhr

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