03.02.2020 | 11:55 Uhr Schneemangel: Oberwiesenthal zwischen Hoffen und Bangen

Letzte Schneereste auf dem Hang in Klinovec
Am Fichtelberg und am benachbarten tschechischen Keilberg (im Foto) fehlt mitten im Winter der Schnee. Bildrechte: MDR/Mario Unger

Der Wintersportclub Erzgebirge Oberwiesenthal (WSC) hat die Notbremse gezogen und die Skiarena für die Brettlfans gesperrt. Geschäftsführer Christian Freitag sagte MDR SACHSEN, damit soll der wenige Schnee für die Junioren-WM Ski Nordisch und die U23-Skilanglauf-WM erhalten werden. Die internationale Doppelveranstaltung ist für Deutschland höchst gelegene Stadt ein Wirtschafts- und Imagefaktor.

Sorge um die nassen Schneereste

Am Wochenende hatten nach Freitags Angaben mit Regen und Wind die ärgsten Feinde des Schnees nochmals zugeschlagen. Zeitweise kletterte das Quecksilber auf neun Grad Celsius. Die Vereinsmitglieder und Helfer versuchen seit Tagen, zu retten was zu retten ist. Mit Schaufeln wird der Schnee zusammentragen. Wo sich Wasserlachen gebildet haben, versuchen die Wintersportler Rinnen zu graben, damit das Wasser abläuft.

Freitag ist zuversichtlich, dass die WM vom 28. Februar bis 8. März stattfinden kann. An eine Absage denkt der Verein bisher nicht. Gegebenenfalls werde man mit der FIS, der Fédération Internationale de Ski, aber über Anpassungen der Wettbewerbe reden müssen, räumt Freitag ein.

Trotz der zunehmend wärmeren Winter will der Vereinschef den Wintersport im Erzgebirge nicht aufgeben. Gerade die Skiarena auf rund 1.000 Metern Höhe soll vielmehr Wintersportvereinen aus tieferen Lagen die Möglichkeit geben, auch künftig auf Naturschnee oder auf Kunstschnee - Freitag nennt ihn "weißes Gold" - trainieren zu können. Der Wintersportclub will die Möglichkeit schaffen, dass Kinder ab vier Jahren bis zu Topsportlern professionell trainieren können.

Etwas Neuschnee in Sicht

Josephine Bechler, Redakteurin und Moderatorin im Wetterstudio
Josephine Bechler kündigt zumindest etwas Neuschnee an. Bildrechte: MDR/Jan Bräuer

Für die kommenden Tage gibt es zumindest berechtigte Hoffnung auf richtigen Winter. Josephine Bechler vom MDR-Wetterstudio macht zumindest kurzzeitig Hoffnung. Bis Dienstag sind 20 Zentimeter Neuschnee im oberen Erzgebirge möglich. "Die Schneefallgrenze sinkt in der Nacht auf 400 Meter", so die Wetterexpertin. Zumindest bis zum Wochenende dürfte der neue Schnee zumindest in oberen Lagen auch liegenbleiben. Zum Wochenende wird es aber nach den Wettermodellen schon wieder wärmer.

Derzeit ist Wintersport im Erzgebirge nur auf wenigen präparierten Flächen möglich. Diese liegen wie weiße Teppiche in der grau-grünen Landschaft.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 03.02.2020 | 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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