29.03.2020 | 10:43 Uhr 2019 mehr Beschwerden über Sachsens Polizei

Queen Elizabeth II Die Zuschauer stehen geduldig und dicht gedrängt in der Schlange auch die Polizisten zücken ihre Handys.
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Sachsens Polizei hat im vergangenen Jahr 276 Beschwerden in eigener Sache registriert. Das waren 45 mehr als noch 2018, teilte die Staatskanzlei in Dresden mit. Darunter seien auch zehn Beschwerden von Polizeibeamten über Kollegen. Von den 276 Beschwerden haben sich 104 als "teilweise begründet" oder "begründet" herausgestellt, heißt es im Jahresbericht. In zehn Fällen wurden strafrechtliche Ermittlungen gegen Polizisten eingeleitet. Fünf Mal setzte der Dienstvorgesetzte disziplinarische Ermittlungen in Gang. Demnach betrafen mehr als ein Viertel der Beschwerden die Polizeidirektion Dresden.

Worüber wurde sich beschwert?

  • über unangemessenes Verhalten von Polizeibediensteten bei deren Wortwahl und im Auftreten gegenüber Bürgern;
  • in Einzelfällen über das Unterlassen des Vorzeigens des Dienstausweises auf Verlangen des Betroffenen;
  • einzelnes Fehlverhalten von Polizeibediensteten im Straßenverkehr;
  • vereinzelt Kritik an fachlicher Arbeit bei Unfallaufnahme und Verkehrsüberwachung;
  • Kritik an polizeilicher Notrufbearbeitung, insbesondere auch über Kommunikationsdefizite;
  • Kritik an der Art und Weise der polizeilichen Anzeigenaufnahme und der Rückkopplung zum Stand der Anzeigenbearbeitung;
  • Kritik an einzelnen Polizei-Ermittlungen und -Eingriffen.

Die unabhängige zentrale Vertrauens- und Beschwerdestelle für die Polizei in Sachsen besteht seit 2016. Jedes Jahr legt sie einen Jahresbericht vor. In Sachsen arbeiten rund 13.000 Polizisten.

Quelle: MDR/kk/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 29.03.2020 | 19:00 Uhr

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