31.05.2020 | 17:47 Uhr Zu wenig Wasser: Talsperre Quitzdorf bleibt gesperrt

Eigentlich sollte die Talsperre Quitzdorf 2019 für Reparaturarbeiten abgelassen werden. Wegen der Dürre blieb ein Teil des Wassers drin. Jetzt verhindern mangelnde Niederschläge, dass sich die Talsperre wieder füllt.

Ein Bott am Ufer eines Sees.
Der Wasserstand der Talsperre Quitzdorf liegt zur Zeit unter dem Minimalstauziel. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Auch einen Monat nach Beginn der Angelsaison bleibt die Talsperre Quitzdorf weiterhin für Angler und alle anderen Besucher gesperrt. Wie die Landestalsperrenverwaltung Sachsen mitteilte, liegt der Staupegel der Talsperre aufgrund der geringen Niederschläge und den damit verbundenen geringen Zuflüssen zur Zeit rund 20 Zentimeter unter dem notwendigen Mindeststand. Dadurch bestehe in bestimmten Bereichen Lebensgefahr.

Untiefen und angeschwemmte Gegenstände bilden Gefahr

Laut Landestalsperrenverwaltung dürfen die Uferbereiche und das Staubecken keinesfalls betreten werden. Fußgänger könnten in abgelagerten Sedimenten steckenbleiben. Außerdem bildeten Untiefen und angeschwemmte Gegenstände eine Gefahr. Auch die Bereiche um die Quitzdorfer Insel und die sogenannte Vogelschutzinsel dürfen nicht betreten werden. Als Grund dafür wurde angegeben, dass die Insel ein wichtiges Rastgebiet für zahlreiche Vogelarten sei.

Die Talsperre war im vergangenen Jahr für Reparaturarbeiten teilweise abgelassen worden. Seit Dezember 2019 wird das Wasser wieder angestaut. Das Betretungsverbot wird ab einem Wasserstand von 157,80 Metern über Null aufgehoben. Aktuell liegt der Wasserstand 23 Zentimeter unter dieser Marke.

Die Talsperre Quitzdorf ist ein Brauchwasserspeicher, der unter anderem die unterhalb der Talsperre liegenden Teiche der Binnenfischerei mit Wasser versorgt.

Quelle: MDR/tfr

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN -Das Sachsenradio | 29.05.2020 | ab 06:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen

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