Newsblog | 26.03.2020 Zweiter Todesfall im Zusammenhang mit Corona in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt gibt es den zweiten Todesfall, der mit einer Corona-Infektion in Verbindung gebracht wird. Und: Die Zahl der Infizierten ist auf 500 gestiegen. Alle Entwicklungen zur Pandemie im Newsblog.

Ein leeres Bett steht in der Intensivstation des Prosper Hospitals.
Bildrechte: MDR/dpa

Die Entwicklungen am Freitag

Die wichtigsten Infos im Überblick:

20:00 Uhr | Blogende

Wir beenden den Blog an dieser Stelle. Schön, dass Sie reingeklickt haben. Wir machen morgen hier weiter. Haben Sie einen schönen Abend!

19:55 Uhr | Lokal online einkaufen – kleine Betriebe retten

Die derzeitigen Einschränkungen lassen viele Händler und Gastronomen um ihre Existenz bangen. In Magdeburg suchen einige von ihnen nun die Lösung in der digitalen Welt und öffnen ihre Läden online. Wie das funktioniert, lesen Sie hier.

19:39 Uhr | RKI: Tausende Corona-Infizierte wieder genesen

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bereits mehrere tausend Menschen nach einer Corona-Infektion wieder gesund geworden. Instituts-Präsident Lothar Wieler sagte, "Wir schätzen, dass mindestens 5.900 Mitbürger inzwischen genesen sind". Die Zahl der gegenwärtig Infizierten gab das Institut mit 36.500 an (Stand: 14 Uhr). Die Zahl der Todesfälle liege bei 198.

Wieler wies darauf hin, dass jeder an dem Virus erkranken könne, unabhängig von Alter und Gesundheitszustand. Daher sei es für alle von zentraler Bedeutung, die Abstandsregeln und die weiteren Beschränkungen einzuhalten.

19:19 Uhr | Keine Flüchtlinge in Cochstedt

In den vergangenen Tagen kursierten im Internet Behauptungen, dass am Flughafen Cochstedt hunderte Flüchtlinge gelandet seien. Andeas Schütz vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt erklärte MDR SACHSEN-ANHALT: "Der Flughafen Cochstedt ist aufgrund der Stillegung technisch nicht dazu in der Lage, Flugzeuge in Empfang zu nehmen." Das sei erst recht nachts nicht möglich, da der Flughafen nicht beleuchtet ist.

18:57 Uhr | Die wahren Gefühle hinter dem Lächeln einer Pflegerin

Sie vermitteln Nähe in der Zeit des Abstands: Pflegemitarbeiter geraten wie viele andere in der Corona-Krise an ihre Grenzen. Eine Pflegerin aus Magdeburg hat für MDR SACHSEN-ANHALT einen Brief verfasst, mit dem sie sich an alle Sachsen-Anhalter und Sachsen-Anhalterinnen wendet:

18:35 Uhr | Patienten in Jessen im stabilen Zustand

Die 41 Corona-Patienten aus Jessen sind in einem stabilem Zustand. Das hat Landkreis-Sprecher Ronald Gauert mitgeteilt. Keiner der sechs Menschen, die wegen einer Infektion im Krankenhaus liegen, befinde sich auf der Intensivstation. Es handele sich bei ihnen um ältere Menschen, die vorsichtshalber und zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht wurden. Wie es in der unter Quarantäne stehenden Stadt seit heute aussieht, lesen Sie hier.

18:17 Uhr | Wer bekommt Zuschüsse?

Selbstständige und Unternehmer können vom Land Zuschüsse bekommen, um die Umsatzausfälle durch die Corona-Pandemie abzufedern. Wer in welcher Höhe profitiert – eine Übersicht:

Eine Grafik mit einem Überblick über die Soforthilfe in Sachsen-Anhalt.
Bildrechte: MDR

17:55 Uhr | Sachsen-Anhalts Kliniken rüsten bei Betten auf

Die Krankenhäuser im Land rüsten wegen der Corona-Pandemie ihre Spezialbetten auf. Wie das Sozialministerium MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, gibt es derzeit knapp 500 Betten auf den Intensivstationen für besonders schwere Fälle. Die Anzahl soll nun verdoppelt werden.

Zusätzlich gibt es über 300 Betten mit Beatmungsmaschinen für schwere Corona-Fälle. Auch hier sollen es mehr werden. Die Kliniken richten derzeit knapp 300 weitere solcher Betten ein. Das Sozialministerium rechnet aber mit einem noch höheren Bedarf. Deshalb hat das Land rund 600 weitere Beatmungsgeräte beim Bund angemeldet.

17:32 Uhr | Weiterer Todesfall nach Corona-Infektion

In Sachsen-Anhalt gibt es einen weiteren Todesfall nach einer Coronavirus-Infektion. Eine 88-Jährige bei der eine Infektion nachgewiesen wurde, ist gestorben, bestätigte der Landkreis Stendal am Donnerstag. Das Virus sei aber nicht ursächlich für den Tod gewesen, sondern eine Vorerkrankung, hieß es. Nach Angaben des Sozialministeriums handelt es sich bei der Toten um eine Bewohnerin eines Seniorenheims.

Wie der Landkreis mitteilte, wurde die Frau mit akuten Beschwerden am Mittwoch ins Krankenhaus eingeliefert. Die Patientin aus dem Seniorenheim sei wenig später nach ihrer Einlieferung an inneren Blutungen verstorben. Seit Mittwoch sei das gesamte Seniorenheim unter Quarantäne.

Am Montag war bereits ein ähnlicher Fall in Halle bekannt geworden. Eine 80-jährige Frau mit schweren Vorerkrankungen, bei der auch das Coronavirus festgestellt wurde, war am Samstag gestorben.

17:15 Uhr | Paritätische Wohlfahrtsverband bleibt erreichbar

Gehen wir noch einmal zurück nach Jessen. Dort wird eine Teststation für das Coronavirus aufgebaut. Darauf hat sich der Krisenstab des Landkreises Wittenberg verständigt. Demnach soll es in der Stadt ein Zentrum geben, in dem Abstriche genommen werden. Dafür wird die Stadt Unterstützung von Experten des Robert-Koch-Institutes bekommen. Seit dem Morgen sind zwei Ortsteile in Jessen abgeriegelt. In der Sperrzone dürfen Einwohner nur auf dem kürzesten Wege Einkaufen oder zum Arzt gehen. Eine Ausnahmeregelung gibt es für Mitarbeiter im medizinischen Bereich und Beschäftigte aus Supermärkten sowie regionalen Großbetrieben. Polizei und Feuerwehr kontrollieren die Zufahrtsstraßen.

16:48 Uhr | Paritätische Wohlfahrtsverband bleibt erreichbar

Die Kontakteinschränkungen im Rahmen der Corona-Krise greifen tief in das Zusammenleben der Menschen ein. Nähe und vertraute Gespräche Freunden oder  Verwandten scheinen plötzlich weit entfernt. Gerade für Menschen in besonderen Lebenslagen kann das zum Problem werden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt weist deswegen darauf hin, das seine Beratungsstellen weiter erreichbar sind – wenn auch vorrangig am Telefon. Landesgeschäftsführerin Anja Naumann sagt: „Schwangere, Eltern, Menschen mit Schulden oder einer Suchtproblematik können sich auf unsere Fachleute in den Beratungsstellen verlassen.“ Auch die Unterstützung bei der Beantragung von sozialen Hilfen sei gewährleistet, auch unter Wahrung der Hygienevorschriften.

16:38 Uhr | Corona-Patienten: Halle erreicht die 100er-Marke

In Sachsen-Anhalt wurde der 500. Corona-Fall bestätigt. Das hat das Landesamt für Verbraucherschutz mitgeteilt. Demnach gibt es die meisten Fälle in Halle. Dort wurde im Verlauf des Tages die 100er-Marke durchbrochen.

15:57 Uhr | Pro/Contra Schutzmaske

Neben Nudeln und Klopapier eines der gefragtesten Güter zurzeit: Schutzmasken. Der Virologe Alexander Kekulé fordert ihren flächendeckenden Einsatz.

In Sachsen-Anhalt werden nun Schutzmasken in Gefängnissen hergestellt. Die Näherei in der JVA Burg beginnt mit vorerst zehn Arbeitsplätzen. Täglich sollen dort nun etwas 600 bis 800 Masken produziert werden. Das teilte das Justizministerium mit. Anfragen würden bereits von einem Krankenhaus sowie vom Deutschen Roten Kreuz vorliegen. Auch in Anstalten, Gerichten und Staatsanwaltschaften sollen sie den Angaben zufolge eingesetzt werden.

Was eine Schutzmaske bringt und wer sie braucht, damit haben sich unsere Kollegen von MDR Wissen sich mit eingehend beschäftigt.

15:34 Uhr | Haseloff empfiehlt, Kitabeiträge zu erlassen

Nach der Schließung der Kitas zur Eindämmung des Coronavirus sollen Eltern für den April keine Kitabeiträge zahlen müssen. Das sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff. Das Land werde den Kommunen empfehlen, für den kommenden Monat keine Beiträge zu erheben. Im Gegenzug will das Land für die Ausfälle aufkommen. Seit 16. März sind alle Schulen und Kitas in Sachsen-Anhalt geschlossen, um die Ausbreitung des Erregers Sars-CoV-2 zu verlangsamen.

Einige Kommunen hatten wegen der Schließungen bereits angekündigt, auf Elternbeiträge zunächst zu verzichten. So hatten Magdeburg und Stendal am Mittwoch mitgeteilt, die Erhebung auszusetzen.

15:17 Uhr | "Demonstration" gegen Schließung des Havelberger Krankenhauses

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Havelberger Klinikums haben heute erneut gegen die Schließung ihres Krankenhauses demonstriert – soweit das unter den aktuellen Umständen möglich ist. Da Menschenansammlungen derzeit untersagt sind, haben sie sich auf eine kreative Lösung geeinigt: Die Demonstranten wechselten sich im Zehnminutentakt ab und standen jeweils einzeln vor dem Krankenhaus, wo sie Schilder gegen die drohende Schließung hochhielten.

Wenn es nicht zu einer Wendung kommt, wird den Beschäftigten  des Krankenhauses zum 31. März gekündigt. Heute diskutieren erneut Anwälte des Betreiberkonzerns KMG, der Betriebsrat und ein Schöffe über mögliche Alternativen zur Schließung. Die Schließung steht auch wegen der aktuellen Corona-Pandemie stark in der Kritik.

Eine Gruppe von Frauen streikt und hält Schilder in der Hand.
Bildrechte: MDR/Sandra Braun

14:56 Uhr | Polizei auch online erreichbar

Die Polizei in Sachsen-Anhalt ist wie gewohnt für die Bürger erreichbar. Allerdings weist sie darauf hin, dass Sachsen-Anhalter über das sogenannte E-Revier die Möglichkeit haben, online Anzeige zu erstatten. Neben einer Anzeigenerstattung  ist es auch möglich, dort auch Hinweise oder eine Beschwerde aufzugeben.

14:41 Uhr | Kontrollen wegen Corona-Eindämmung auf B71

Auf der B71 zwischen Gardelegen und Salzwedel hat heute das Ordnungsamt kontrolliert, ob sich die Menschen an die Verordnung zur Eindämmung des Corona-Virus halten. Hans Thiele vom Ordnungsamt ist zufrieden mit dem Ergebnis. Etwa 70 Autos wurden kontrolliert. Fast alle Menschen, die unterwegs waren, hatten berufliche Gründe für ihre Fahrt. Es ginge der Polizei diesmal nur um eine Sensibilisierung der Menschen, so Hans Thiele vom Ordnungsamt.

14:27 Uhr | Saale Bulls stellen sich Erzrivalen – online

In der Not werden Menschen erfinderisch und überwinden alte Rivalitäten. Das gilt zumindest für die Eishockey-Spieler aus Halle und Leipzig. Schließlich bedroht die aktuelle Krise auch die Saale Bulls und die IceFighters in ihrer Existenz.

Um den wirtschaftlichen Folgen entgegenzuwirken, haben sich die beiden Klubs etwas einfallen lassen: Ein virtuelles Derby, genannt "Summergame". Dieses soll am Ostermontag (13. April) ausgetragen werden und Geld in die Kassen spülen. Wie das funktionier, erklären die Kollegen von Sport im Osten.

14:13 Uhr | Pech für alle, die sich trauen wollen

Das Standesamt der Landeshauptstadt Magdeburg nimmt derzeit keine Anmeldungen für Eheschließungen entgegen. Bereits angemeldete Trauungen werden aber durchgeführt. Die Zahl der Teilnehmenden an der Zeremonie wird jedoch reduziert: Neben den Eheschließenden dürfen lediglich deren Eltern und Kinder sowie die Trauzeugen teilnehmen.

13:55 Uhr | Raststätten für Lkw-Fahrer offen

Fernfahrer leisten eine wichtige Beitrag zu unserer Versorgung: Das wird vielen in diesen Tagen nochmal besonders klar. Deutschlandweit klagten Lkw-Fahrer, dass manche Raststätten an Autobahnen wegen des Coronavirus nachts zu machten.

In Sachsen-Anhalt hat dagegen derzeit nur eine Autobahn-Raststätte geschlossen. Laut dem Verkehrswarndienst Sachsen-Anhalt ist hier zurzeit nur der Rastplatz Wüstenforst bis auf weiteres wegen Reinigungsarbeiten gesperrt.

13:37 Uhr | Supermarkt-Mitarbeiter bekommen Zuschlag

Die 140.000 Mitarbeiter von Lidl und Kaufland erhalten einen Bonus für ihren anstrengenden Einsatz in der  Corona-Krise. Jeder Mitarbeiter in der Filiale, in der Logistik und in den Produktionsbetrieben erhalte im April eine Sonderzahlung von bis zu 250 Euro, teilte am Donnerstag die Schwarz-Gruppe mit, zu der die beiden Ladenketten gehören. Insgesamt lässt sich der Handelsriese die Prämien rund 35 Millionen Euro kosten. Der Bonus für die Lidl- und Kaufland-Beschäftigten werde als Warengutschein ausgezahlt, damit die Prämie möglichst als Netto-Zahlung bei den Beschäftigten ankomme.

Zuvor hatte bereits Rewe eine Prämie für seine Mitarbeiter und die Beschäftigten der konzerneigenen Discountkette Penny angekündigt.

13:17 Uhr | Betriebe können Soforthilfen beantragen

Selbstständige und Unternehmer können vom Land Zuschüsse bekommen, um die Umsatzausfälle durch die Corona-Pandemie abzufedern. Profitieren können Soloselbstständige, Freiberufler, Künstler, Landwirte und Betriebe mit bis zu 50 Mitarbeitern. Das Land stellt insgesamt 250 Millionen Euro zur Verfügung, davon 150 Millionen Euro für die Zuschüsse. Zudem sollen Darlehen möglich sein.

Die Zuschüsse sollen spätestens ab Montag beantragt werden können. Geplant sei, die Zuschüsse binnen weniger Tage auszuzahlen. Wer das Geld bekommen will, muss an Eides statt versichern, dass seine wirtschaftlichen Schwierigkeiten existenzbedrohend sind und er die laufenden Kosten nicht aus anderen Quellen bestreiten kann.

Wirtschaftsminister Armin Willingmann
Wirtschaftsminister Armin Willingmann will Unternehmen helfen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nachweise sind laut Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) nach jetzigem Stand nicht nötig. Konkret sei geplant, dass Soloselbstständige und Betriebe bis zu fünf Mitarbeiter bis zu 9.000 Euro pro Monat bekommen können. Betriebe bis zehn Beschäftigte können bis zu 15.000 Euro Soforthilfe bekommen. Diese Unterstützung wird per Bundesprogramm bereitgestellt. Das Land ergänzt die Hilfen um Sofortzuschüsse von bis zu 20.000 Euro für bis zu 25 Mitarbeiter sowie 25.000 Euro für Betriebe mit bis zu 50 Beschäftigten.

12:56 Uhr | Physiotherapie-Praxen sind keine Massage-Salons

… und deshalb bleiben sie noch offen. Leider wissen das nicht alle Patienten, weswegen es einige Praxen jetzt schwer haben.

12:38 Uhr | Tafeln trotzen der Krise so gut es geht

Einige Tafeln in Sachsen-Anhalt bieten nun für Bedürfige Not- und Lieferdienste an. Das teilte der Landesvorsitzende Andreas Steppuhn mit. Auch bereits vorübergehend geschlossene Tafeln im Harz und in Schönebeck hätten ihre Arbeit eingeschränkt wieder aufgenommen.

Die meisten Tafeln trotzten der schwierigen Lage. Sie hätten sich darauf eingestellt, ihre Kunden aus Fenstern und im Freien zu versorgen. Dennoch gebe es Schließungen, etwa in Halle, Stendal und Egeln sowie die Wärmestube der Caritas in Halberstadt.

12:30 Uhr | Lehrer sprechen Eltern Mut zu

Die Lehrer des Magdeburger Editha-Gymnasiums wenden sich auf Facebook an die Eltern der Schüler. Sie sprechen Ihnen Mut zu und raten zu Gelassenheit beim Homeschooling. "Erledigen Sie das, was Sie schaffen. Auch Ablenkung tut in dieser sehr besonderen Situation gut. Viel wichtiger ist unser aller Gesundheit."

12:12 Uhr | Achtung Kontrolle!

Vielerorts in Sachsen-Anhalt wird überprüft, ob die Bürger die Kontaktverbote wegen der Corona-Infektionen auch einhalten. Der Burgenlandkreis hat die Ordnungsdienste angewiesen, bei schönem Wetter und am kommenden Wochenende verstärkt zu kontrollieren. Insgesamt werden nach Angaben der Kreisverwaltung etwa 50 Beamte unterwegs sein. Auch Polizei sei im Einsatz. In Magdeburg überprüfen Ordnungsamt und Polizei regelmäßig, ob es Menschenansammlungen auf Spielplätzen sowie Sport-und Grünanlagen gibt.

11:59 Uhr | 455 Infizierte in Sachsen-Anhalt

Die Zahl der Corona-Fälle ist weiter gestiegen. Am Donnerstagvormittag waren offiziell 455 Menschen in Sachsen-Anhalt mit dem Coronavirus infiziert.

11:43 Uhr | Keine ausländischen Erntehelfer

Um die Corona-Pandemie einzudämmen hat Deutschland die Einreise von ausländischen Erntehelfern verboten. Der Bauernverband Sachsen-Anhalt bezeichnete dies als verheerende Nachricht für die Bauern. Präsident Olaf Feuerborn sagte MDR SACHSEN-ANHALT, in den kommenden Tagen müssten viele Gemüsekulturen gepflanzt werden. Dazu brauche man Erntehelfer. Feuerborn schätzt, dass bei der Ernte bis zu 4.000 Arbeiter gebraucht werden. Er hofft nun auf die Unterstützung von einheimischen Helfern. Studierende, Arbeitslose und Menschen in Kurzarbeit seien gefragt, um auf den Feldern auszuhelfen.

Der Landkreis Börde nimmt deshalb ab sofort Angebote und  Hilfegesuche von landwirtschaftlichen Arbeitgebern und Angebote von interessierten Arbeitnehmern entgegen. Melden können sich Interessierte unter der Telefonnummer 03904 7240-1245 oder per Mail unter wirtschaft@landkreis-boerde.de.

Landwirte die nicht im Landkreis Börde ansässig sind, können direkt die Plattform des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung benutzen.

11:20 Uhr | Steinmeier: "Weitere schwierige Wochen"

Frank-Walter Steinmeier während einer Rede.
Frank-Walter Steinmeier Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Bundespräsident Steinmeier hat die Bürger in der Corona-Krise auf weitere schwierige Wochen eingestellt. In einer am Donnerstag veröffentlichten Videobotschaft sagte das Staatsoberhaupt, Abstand halten sei das Gebot der Stunde. Das werde man womöglich noch wochenlang beachten müssen. Steinmeier räumte ein, dass es schwer falle, auf gewohnte Treffen und Besuche zu verzichten. Das sei aber der einzig gangbare Weg.

10:43 Uhr | Feuerwehr nach Corona-Fall: Können Ausfälle kompensieren

Das Blaulicht eines Feuerwehrfahrzeugs
Die Feuerwehr Magdeburg wird den Ausfall mehrerer Kollegen nach eigenen Angaben kompensieren können. (Symbolbild) Bildrechte: imago/T-F-Foto

Wir blicken noch einmal zur Berufsfeuerwehr in Magdeburg: Dort ist ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Branddirektor Helge Langenhan ist aber zuversichtlich, den Ausfall des Kollegen und 16 weiterer Mitarbeiter kompensieren zu können. Langenhan sagte MDR SACHSEN-ANHALT am Telefon, ein Ausfall von bis zu 30 Prozent des Personal könne die Feuerwehr abfedern. Sollten in den kommenden Wochen weitere Kollegen ausfallen, könne er auf die freiwilligen Feuerwehren zurückgreifen. Aktuell sei das aber nicht nötig.

Laut Langenhan geht es allen Mitarbeitern gut – auch dem Kollegen, der auf das Coronavirus getestet wurde.

10:26 Uhr | Arbeitsagentur: Arbeitgeber kümmert sich um Kurzarbeitergeld

Wichtige Information für alle Arbeitnehmer in Sachsen-Anhalt: Wenn der eigene Arbeitgeber in der Corona-Krise nun auf Kurzarbeit umstellen will, dann kümmert sich darum federführend der Arbeitgeber. Arbeitnehmer müssen nichts unternehmen. Das hat die Chefin der Arbeitsagentur in Halle, Petra Bratzke, noch einmal betont. Sie hat am Vormittag MDR SACHSEN-ANHALT-Hörern Fragen zur Corona-Krise beantwortet. "Die Mitarbeiter müssen sich keine Sorgen machen", sagte Bratzke. Der Ablauf sei folgender: Der Arbeitgeber beantrage Kurzarbeitergeld, zahle den verringerten Lohn und bekomme das Geld hinterher zurück.

Viele Fragen gab es laut Bratzke auch von Selbstständigen und Solo-Selbstständigen. Letztere verwies Bratzke nach eigenen Worten auf neue gesetzliche Regelungen. Sie sollen morgen auf den Weg gebracht werden.

10:15 Uhr | Abstand halten auf dem Wochenmarkt

In einigen Bundesländern sind Wochenmärkte inzwischen verboten. In Sachsen-Anhalt nicht. Deshalb haben Händler am Donnerstagmorgen auch in Aschersleben aufgebaut, um frische Ware zu verkaufen. Die Kunden haben die Abstandsregeln offenbar verinnerlicht, hat unser Reporter Tom Gräbe vor Ort festgestellt.

Ein Stück Normalität Abstand halten auf Aschersleber Wochenmarkt

Ein Stück Normalität in Krisenzeiten: Donnerstags ist Wochenmarkt in Aschersleben. Zwar ist derzeit deutlich weniger los als sonst, aber die Menschen kommen und halten Abstand. Ein Besuch.

Absperrung mit Hinweisen vor Wochenmarkt
Donnerstag ist vielerorts Markttag, so auch in Aschersleben. Allerdings nicht, ohne die Kundschaft auf wichtige Verhaltensregeln hinzuweisen. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Absperrung mit Hinweisen vor Wochenmarkt
Donnerstag ist vielerorts Markttag, so auch in Aschersleben. Allerdings nicht, ohne die Kundschaft auf wichtige Verhaltensregeln hinzuweisen. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Zwei Frauen stehen mit Abstand vor einem Verkaufswagen
Viele Menschen haben die Abstandsregelung schon verinnerlicht – so wie diese beiden Frauen hier am Bäckerwagen. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Frauen stehen an Obststand auf Wochenmarkt
Wegen der Coronakrise haben deutlich weniger Händler ihre Stände aufgebaut. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Hinweisschilder vor einem leeren Verkaufsstand auf einem Wochenmarkt
Zu kaufen gibt es derzeit allerdings nur Lebensmittel. Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
Kundschaft an Obststand auf Wochenmarkt, davor stehen Hinweisschilder
Die Menschen halten Abstand. Das funktioniert scheinbar ganz gut. Das Ordnungsamt geht Streife und kontrolliert die Vorgaben.

Quelle: MDR/agz
Bildrechte: MDR/Tom Gräbe
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09:57 Uhr | So helfen sich Menschen gegenseitig

Viele Menschen rücken zusammen und helfen einander in der Corona-Krise. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele, die der MDR unter dem Motto #miteinanderstark bündelt. In den beiden größten Städten im Land – in Halle und in Magdeburg – haben sich darum unter anderem die Freiwilligenagenturen gekümmert.

  • "Solidarität statt Hamsterkäufe" – das ist das Motto einer Magdeburger Nachbarschaftshilfe. Dort können sich Hilfesuchende und Helfer vernetzen (in verschiedenen Sprachen).
  • In Halle haben die Freiwilligenagentur und der Kirchenkreis Halle-Saalkreis unter dem Namen "Corona – Jetzt helfen in Halle" ebenfalls eine Vermittlungsaktion gestartet. Hilfesuchende können Angebote eintragen, Helfer sehen sie. Das Angebot gibt es auch via Facebook.

Lob für all die Hilfsbereitschaft gibt es von Sachsen-Anhalts Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne.

Petra Grimm Benne
Bildrechte: IMAGO

Ich bin stolz auf die vielen engagierten Mitmenschen in unserem Land und bedanke mich bei allen, die in der derzeitigen schwierigen Situation helfen wollen.

Petra Grimm-Benne Gesundheitsministerin von Sachsen-Anhalt

09:31 Uhr | Gestiegene Nachfrage: Amazon schafft neue Stellen

Der Versandhändler Amazon will in der Corona-Krise mehrere Hundert Mitarbeiter in Deutschland einstellen. Laut einem Sprecher ist die Rede von 350 neuen Voll- und Teilzeitstellen in der Logistik. So soll die gestiegene Nachfrage bedient werden. In den USA will Amazon gar 100.000 neue Stellen schaffen.

09:18 Uhr | Land präsentiert Hilfsprogramm für Unternehmer

Das Land Sachsen-Anhalt will Unternehmen und Selbstständigen in der Corona-Krise helfen. Heute wollen die zuständigen Minister vorstellen, wie genau geholfen werden soll. Sie werden die Presse gegen 12 Uhr informieren, hieß es. Laut Wirtschaftsministerium geht es bei dem Hilfspaket unter anderem um Soforthilfen in Form von Zuschüssen und Darlehen. Die Hilfsprogramme des Landes sollen ab Montag online verfügbar sein.

09:09 Uhr | So überstehen Sie die viele Zeit Zuhause

Das Coronavirus verändert gerade das Leben vieler Menschen. Durch die Verordnungen des Landes verbringen sehr viele viel Zeit zu Hause. Fünf Tipps, die das Leben in den eigenen vier Wänden während der Zeit erleichtern.

#MDRklärt Fünf Tipps, um die Zeit zu Hause gut zu überstehen

Das Corona-Virus ändert gerade das Alltags-Leben. Durch die Verordnungen des Landes verbringen viele Menschen viel Zeit zu Hause. Fünf Tipps, die das Leben in den eigenen vier Wänden während der Zeit erleichtern.

Eine Frau sitzt auf einem Sessel und schreibt etwas.
Bildrechte: MDR/IMAGO
Eine Frau sitzt auf einem Sessel und schreibt etwas.
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Eine Grafik, die eine Uhr zeigt, die mit verschiedenen Mustern gefüllt ist.
Bildrechte: MDR
Ein Zettel, auf dem "To Do List" steht.
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Eine Frau sitzt auf einer Couch, trägt ein Headset und schaut auf einen Laptop.
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Eine Grafik, die zwei karierte Flaggen zeigt und den Umriss eines Mannes, der an einem Schreibtisch sitzt.
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Eine Silhouette eines Mannes, der entspannt auf dem Boden sitzt.
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Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
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09:02 Uhr | Corona-Klinik in Halle wird eröffnet

In Halle öffnet in diesen Minuten die erste sogenannte Corona-Klinik. Betrieben wird der Standort am Medizin-Campus Steintor von der Uniklinik und den anderen Krankenhäusern der Stadt. Nach der Eröffnung sollen schrittweise bis zu 50 Betten zur Verfügung stehen. Nach Angaben der Uniklinik sind die hautpsächlich für Erkrankte mit leichten Symptomen gedacht. In erster Linie geht es um Patienten, die sich Zuhause nicht selbst versorgen können. Die Aufnahme in der Corona-Klinik erfolgt ausschließlich auf Einweisung durch die Notaufnahmen der Krankenhäuser.

08:44 Uhr | Wie leergefegt

Den Marktplatz von Wernigerode kennen sicher viele von Ihnen. Die meisten wissen sicher auch, wie schön dieser Marktplatz ist. In diesen Tagen aber herrscht auch in Wernigerode gähnende Leere. Unsere Reporterin im Harz, Elke Kürschner, hat den Platz nach eigenen Worten lange nicht mehr so leer erlebt. Bedeutet: Die meisten Menschen ziehen mit, wenn es um das Gebot der Stunde geht. Zuhause bleiben!

Platz mit Kopfsteinpflaster und einem Brunnen. Links und rechts Fachwerkhäuser
In der Coronakrise ist sogar der Marktplatz in Wernigerode mal leer. Bildrechte: MDR/Elke Kürschner

Passend dazu diese schöne Aktion: Kinder malen Regenbögen ins Fenster, um zu zeigen: Wir bleiben Zuhause! Vielleicht auch etwas für Ihre Kinder?!

08:32 Uhr | Baubranche befürchtet verzögerten Auftragseinbruch

Die Baubranche in Sachsen-Anhalt befürchtet einen Auftragseinbruch nach der Corona-Krise. Der Präsident des Bauindustrieverbands Ost, Fink, sagte dem MDR, die Krise treffe die Branche später. In wenigen Monaten seien vor allem von privaten Bauträgern kaum noch Aufträge zu erwarten. Viele Auftraggeber bräuchten Jahre, um sich von der Krise zu erholen. Fink setzt seine Hoffnungen daher auf öffentliche Auftraggeber. Bis jetzt hätten wegen der Corona-Krise in Sachsen-Anhalt kaum Baustellen geschlossen werden müssen.

08:10 Uhr | Feuerwehrmann in Magdeburg positiv getestet – 16 Kollegen in Quarantäne

In Magdeburg ist ein Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat die Feuerwehr MDR SACHSEN-ANHALT bestätigt. Demnach befinden sich nun 16 Kollegen in Quarantäne. Oberbürgermeister Trümper habe verfügt, dass sich im Wachdienst vorübergehend nicht mehr 54, sondern nur 39 Feuerwehrleute einsatzbereit halten müssten. Zuvor hatte die "Volksstimme" berichtet. Demnach gilt für die Feuerwehr Magdeburg zunächst ein abgeschmolzener Einsatzplan bis 19. April 2020. Ob er sich überhaupt bis zu dem Datum bewährt, hängt vom Gesundheitszustand des Restes der Kollegenschaft ab.

Probleme könnte die Magdeburger Feuerwehr jetzt vor allem bekommen, wenn Löscheinsätze parallel nötig sind. Auch die Höhenrettung, Taucheinsätze, die Wasserrettung und die Bereitstellung von Sondertechnik zum Beispiel im Katastrophenfall sind laut Zeitung nur eingeschränkt abgesichert.

Bereits vor einer Woche war ein Corona-Fall bei der Berufsfeuerwehr in Halle bekannt geworden.

07:57 Uhr | Verbraucherzentrale startet Hotline

Weil viele Kunden in der Corona-Krise Fragen haben – zu abgesagten Urlaubsreisen oder ausgefallenen Flügen beispielsweise – richtet die Verbraucherzentrale in Sachsen-Anhalt eine spezielle Hotline ein. Sie ist ab Donnerstag, 10 Uhr, zu erreichen und bietet Antworten zu Stornierungen, Kündigungen oder der Reiserücktrittsversicherung.

Hotline montags bis freitags besetzt Das Service-Telefon der Verbraucherzentrale ist montags bis freitags zwischen 10 Uhr und 18 Uhr unter 0345 29 803 63 zu erreichen.

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind die Geschäftsstellen der Verbraucherzentrale aktuell geschlossen.

07:39 Uhr | Linie 9: MVB wieder im 10-Minuten-Takt

Die Straßenbahnlinie 9 der Magdeburger Verkehrsbetriebe fährt ab Freitag morgens im Berufsverkehr wieder im Zehn-Minuten-Takt. Wie die MVB mitteilten, hatten Fahrgäste darauf hingewiesen, dass in den vergangenen Tagen morgens viele Fahrgäste auf Linie 9 unterwegs fahren. Das versuchen die Verkehrsbetriebe angesichts der Coronavirus-Pandemie aber zu vermeiden. Deshalb fährt Linie 9 nun zumindest zeitweise wieder alle 10 Minuten und nicht alle 20 Minuten. Übrigens: In Dessau fahren seit Mittwoch gar keine Straßenbahnen mehr, sondern nur noch Busse. Grund sind ausbleibende Fahrgäste.

07:28 Uhr | Wie komme ich an Kurzarbeitergeld?

Die Nachfrage nach Kurzarbeit ist bei Betrieben in Sachsen-Anhalt massiv gestiegen. Viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind aber verunsichert. Sie fragen sich, was nun zu tun ist. Die Bundesagentur für Arbeit erklärt es.

Nützliche Tipps für Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben wir hier noch einmal für Sie zusammengefasst.

07:16 Uhr | Spargel selbst stechen

Der Spargelhof Kalkofen im altmärkischen Cobbel will aus Mangel an Erntehelfern und Abnehmern seine Felder an Privatpersonen vermieten. Einen Meter gibst für einen Euro, eine ganze Reihe kostet dann bis zu 300 Euro. Allerdings könnten fleißige Menschen da täglich zwischen zwei und zehn Kilogramm Spargel ernten. Und das noch bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Mit der Miete gibt es auch ein Stechmesser und eine Einweisung in die richtige Spargelstech-Technik. Insgesamt 44 Spargelreihen sind im Angebot, wer Interesse hat, kann sich ab sofort melden.

07:02 Uhr | Viele Corona-Fälle: Schweinitz und Jessen ab sofort abgeriegelt

Die Ortsteile Jessen und Schweinitz im Landkreis Wittenberg sind ab sofort abgeriegelt. Die Zufahrten wurden gesperrt. Grund ist die hohe Zahl der Corona-Infizierten in beiden Orten. Betroffen sind rund 8.000 Anwohner. Sie dürfen – Einkäufe sind ausgenommen – bis 10. April ihre Grundstücke nicht verlassen.

Was Anwohner noch dürfen – und was nicht

Laut Allgemeinverfügung des Landkreises Wittenberg dürfen sich Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in Jessen und Schweinitz nur noch in ihrer Wohnung bzw. auf ihrem Grundstück aufhalten. Wer sich mit Lebensmitteln eindecken muss, darf das "auf kürzestem Wege" tun – allerdings nur, wenn keine Erkältungssymptome bestehen. Im Anschluss an den Einkauf verlangt der Landkreis, dass Anwohner sich wieder in Quarantäne begeben.

Weitere Regeln im Überblick:

  • Wer innerhalb der vergangenen 14 Tage in Jessen oder Schweinitz war und dort seinen Haupt- oder Nebenwohnsitz war, muss sich in häusliche Quarantäne begeben. Wer Erkältungssymptome aufweist, muss sich "unverzügich" telefonisch beim Hausarzt oder beim kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 melden.
  • Alle Menschen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz sind verpflichtet, den direkten Kontakt mit anderen Personen einzustellen. Der Kontakt mit Menschen, die im Haus leben, ist demnach auf "das absolut notwendige Minimum" zu reduzieren.

Für betroffene Anwohner hat der Landkreis ein Infotelefon eingerichtet: Es ist unter 03491 479 479 erreichbar.

#MDRklärt Daher kommt der Ausdruck "Quarantäne"

Menschen, die möglicherweise mit dem Coronavirus infiziert sind, müssen in Quarantäne. Der Begriff ist schon sehr alt und entstand, als sich Europa einer schlimmeren Plage als dem Coronavirus ausgesetzt sah.

Daher kommt der Ausdruck "Quarantäne"  Ein Segelschiff im Abendrot
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Daher kommt der Ausdruck "Quarantäne"  Ein Segelschiff im Abendrot
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Im 14. Jahrhundert breitete sich die Pest aus, vor allem über Ratten in Segelschiffe.  Ein Segelschiff und eine Ratte
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Schiffe aus Pest-Gebieten mussten in Venedig und Ragusa 40 Tage warten, bis sie anlegen durften.  Venedig Markusdom
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"40 Tage" heißt auf Italienisch "quaranta giorni" – der Ursprung der Quarantäne.  Ein Segelschiff im Abendrot.
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
Texttafel: "Mehr Erklärgrafiken und -videos auf Instagram @mdrklaert"
Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 04. März 2020 | 06:00 Uhr

Quelle: MDR/mx
Bildrechte: MDR/Max Schörm
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06:53 Uhr | Große Fußball-Clubs wollen kleinen Clubs helfen

Robert Lewandowski, David Alaba und Alphonso Davies jubeln über das Tor zum 0:3.
Große deutsche Fußball-Clubs wie der FC Bayern München (im Bild von links Robert Lewandowski, David Alaba und Alphonso Davies) wollen kleineren Clubs helfen. Bildrechte: dpa

Die deutschen Fußball-Champions-League-Clubs wollen andere Vereine in Bundesliga und zweiter Liga finanziell unterstützen. Darauf haben sich laut "Bild"-Zeitung Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen geeinigt. Sie wollen dem Bericht zufolge auf 12,5 Millionen Euro an TV-Geldern verzichten und weitere 7,5 Millionen Euro aus eigenen Mitteln beisteuern. Welcher Verein wie viel Geld erhält, solle die Deutsche Fußball-Liga entscheiden.

06:35 Uhr | Raststätten bleiben geöffnet

Die Raststätten in Sachsen-Anhalt bleiben trotz der Corona-Krise geöffnet. Das haben Recherchen von MDR SACHSEN-ANHALT ergeben. Allerdings teilten mehrere Raststätten mit, dass innerhalb ihrer Räume nicht mehr gegessen werden dürfe. Lediglich Snacks zum Mitnehmen würden verkauft. Um Fernfahrern zu helfen, wollen mehrere Autohöfe auf die Gebühr zur Nutzung von Toiletten verzichten.

06:24 Uhr | 420 Infizierte, 34 im Krankenhaus

In Sachsen-Anhalt sind nach Datenstand von Mittwochnachmittag 420 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 34 von ihnen werden im Krankenhaus behandelt, davon sieben Personen mit schwerem Verlauf.

In unserem täglichen Daten-Update von MDR SACHSEN-ANHALT-Redakteur Manuel Mohr können Sie lesen, wo es bislang die meisten Infektionen gegeben hat.

05:57 Uhr | Handwerkskammer: Brauchen schnelle Hilfe

Die Handwerkskammer in Halle drängt auf schnelle Hilfe für Handwerksbetriebe. Hauptgeschäftsführer Dirk Neumann sagte einer Mitteilung zufolge, zum Monatsende würden Mieten, Leasinggebühren, Kreditraten und noch einiges mehr fällig. "Alles deutet aktuell darauf hin, dass Zahlungsverpflichtungen bei Betrieben auflaufen, bevor die angekündigten Hilfsgelder ausgezahlt werden", sagte Neumann. Die Landesregierung will Donnerstagmittag Details eines Hilfspakets für Unternehmen bekannt geben.

05:36 Uhr | Mehr Seife und Klopapier verkauft – aber weniger Bier

Wir alle haben das sicher geahnt, jetzt ist es auch statistisch untermauert: Die Deutschen decken sich in der Corona-Krise vor allem mit Seife und mit Toilettenpapier ein. Das zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach allein vorige Woche etwa vier Mal so viel Seife wie normal verkauft wurde. Außerdem sei dreimal so viel Toilettenpapier und doppelt so viel Reis verkauft worden. Einen Rückgang gab es aber auch: Beim Bier sank der Umsatz um knapp zehn Prozent.

05:22 Uhr | Viele Corona-Infektionen: Jessen und Schweinitz werden abgeriegelt

Zwei Ortsteile der Stadt Jessen (Elster) im Landkreis Wittenberg stehen wegen der Coronavirus-Pandemie ab sofort unter Quarantäne: Jessen selbst und Schweinitz. Das hat der Landkreis am Mittwochabend nach einer Krisensitzung angeordnet. Die Stadtteile werden ab 7 Uhr am Donnerstagmorgen für den Verkehr abgeriegelt. Betroffen sind rund 8.000 Anwohner. Die Verfügung gilt bis einschließlich 10. April.

Feier in Autohaus war der Auslöser In Jessen und Schweinitz gibt es laut Landkreis 41 Infizierte mit dem Coronavirus, im gesamten Landkreis 53. Weil sich das Virus seit Wochenbeginn in einem Pflegeheim ausgebreitet hat – dort sind elf Bewohner und fünf Pflegekräfte infiziert – sah der Landkreis Grund zum Handeln. Auslöser der Häufung ist demnach eine Feierstunde in einem Autohaus gewesen.

Alles Wichtige dazu haben wir noch einmal hier für Sie zusammengefasst.

Diese Straßen werden am Donnerstagmorgen abgeriegelt

Die Ortsteile Jessen und Schweinitz werden ab Donnerstagmorgen, 7 Uhr, abgeriegelt. Das gilt laut Landkreis Wittenberg für folgende Aus- und Zufahrten:

  • B 187 außerhalb der Ortschaft Jessen, ab Jessen Ortslage bis Ortslage Schweinitz (Abzweig Mönchenhöfe)
  • L37 aus Richtung Seyda kommend vor OL Jessen
  • L 113 ab Abzweig Klossa - OL Schweinitz bis Abzweig Lindwerder
  • L 114 OT Grabo vor Brücke in Richtung Jessen
  • L 116 ab Abzweig Gertrudshof in Richtung Jessen
  • K 2221 aus Richtung Kleinkorga kommend nach Einfahrt Kommunalentsorgung in Richtung Schweinitz
  • K 2230 ab Ortsausgang Gerbisbach Abzweig Gertrudshof in Richtung Jessen
  • K 2235 nach Ortsausgang Arnsdorf in Richtung Jessen

05:01 Uhr | Alle Entwicklungen im Newsblog

Guten Morgen am Donnerstag! Im Newsblog von MDR SACHSEN-ANHALT gibt es auch heute wieder alle Informationen zur Ausbreitung des Coronavirus für Sie. Wie sich die Lage rund um das Coronavirus am Mittwoch entwickelt hat, können Sie in unserem Newsblog von gestern nachlesen.

Quelle: MDR/ld,mx

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 26. März 2020 | 05:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 27. März 2020, 06:04 Uhr

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