Bauabschnitt Lüderitz-Stendal Neue Klage gegen A14 könnte Weiterbau verzögern

Gegen die A14-Baustelle im Norden des Landes wird wieder geklagt. Diesmal geht es um den Abschnitt zwischen Lüderitz und Stendal. Möglicherweise wird sich deshalb der geplante Weiterbau verzögern. Erst im September hatte sich das Land Sachsen-Anhalt mit dem letzten verbliebenen Kläger geeinigt.

Blick auf die Anschlussstelle Grabow (Landkreis Ludwigslust Parchim) der A14.
Klagen verzögern immer wieder die Fertigstellung der Trasse bis zur Ostsee. Bildrechte: imago/BildFunkMV

Gegen den Weiterbau der Autobahn 14 in Sachsen-Anhalt wird wieder geklagt. Konkret geht es dabei um den Bauabschnitt zwischen Lüderitz und Stendal.

Das Landesverwaltungsamt bestätigte MDR SACHSEN-ANHALT unter Berufung auf den Gerichtssenat, dass es sich um einen sogenannten privaten Einwender handele. Das könne ein Grundstücksbesitzer oder ein anderweitig Betroffener sein. Noch lägen weder der Name des Klägers noch die Begründung vor. Sollte der jetzige Einwender nicht umgestimmt werden oder einlenken, könnte mit dem Gerichtsverfahren eine Verzögerung des Autobahnbaus um bis zu zwei Jahre eintreten.

Für den knapp 13 Kilometer langen Abschnitt zwischen Lüderitz und Stendal hatte es Mitte August den Planfeststellungsbeschluss gegeben. Danach hatte der 800 Seiten starke Beschluss zwei Wochen in Stendal, Tangerhütte und Bismark öffentlich ausgelegen. Bis zum 16. Oktober kann nun noch geklagt werden.

Karte Nordverlängerung A14
Bildrechte: Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt

Klage könnte Weiterbau verzögern

Wäre die Frist ohne Klagen verstrichen, hätte Baurecht für den Abschnitt bestanden. Ursprünglich war dann geplant, mit einem Schlag gute 30 Autobahnkilometer zu bauen, da für den nördlich anschließenden Bauabschnitt bis Osterburg bereits Baurecht besteht. Ob die Klage zulässig ist, muss jetzt das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden, und zwar bis zum 17. Oktober. Schafft das Gericht die Prüfung bis zu dem Datum nicht, verfällt die Klage.

Land einigte sich mit früheren Klägern

Erst im Sommer 2019 hatte sich das Land mit dem BUND auf einen Kompromiss geeinigt. Für besseren Lärmschutz zog die Organisation im Gegenzug eine laufende Klage gegen die Autobahn 14 zurück und verzichtet auf weitere Klagen.

Ähnlich verlief kurze Zeit später die Einigung mit der Verbandsgemeinde Seehausen und der Hansestadt Seehausen, die auch gegen den A14-Bau geklagt hatten. Das Land versprach besseren Lärmschutz, mehr Radwege und den Ausbau landwirtschaftlicher Wege.

Quelle: MDR/agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 02. Oktober 2019 | 12:00 Uhr

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