15.01.2020 | Morgenticker am Mittwoch Spitzentreffen zum Kohleausstieg: Warum Haseloff den sozialen Frieden in Gefahr sieht

Luca Deutschländer
Bildrechte: MDR/Jörn Rettig

Heute im Morgenticker: Vor dem Spitzentreffen zum Kohleausstieg in Berlin – Warum Reiner Haseloff den sozialen Frieden in Gefahr sieht. Und: Große Hilfsbereitschaft nach verheerendem Feuer in Mieste. Außerdem Thema bei uns: Kosmetik-Abfüller in Bad Schmiedeberg baut 160 Stellen ab.

Guten Morgen! Im Morgenticker haben wir bis 11 Uhr alle Infos für Sie, die heute in Sachsen-Anhalt wichtig sind.

Das Wichtigste am Morgen:

10:57 Uhr | Machen Sie's gut!

Jetzt ist es gleich 11 Uhr und der Morgenticker endet für heute. Danke fürs Lesen an diesem nachrichtenstarken Mittwochmorgen! Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen Tipp auf den Weg geben: Mein Kollege Daniel George recherchiert in dieser Woche zu Paid Likes – Likes also, die User von sozialen Netzwerken kaufen können. Verkauft werden die sogar aus Magdeburg.

Gekaufte Likes
Paid Likes – das ist ein großes Thema von MDR SACHSEN-ANHALT in dieser Woche. Bildrechte: MDR/Max Schörm

Heute Abend beantworten wir Ihnen die wichtigsten Fragen zu diesem Thema. Bis dahin hält Daniel George Sie auf unserer Instagram-Story über seine Recherche auf dem Laufenden. Damit sage ich Tschüss – und bis morgen. Machen Sie's gut!

10:48 Uhr | Was heute wichtig ist

Worum geht's?
Die Mitteldeutsche Zeitung wird also verkauft – und zwar an die Bauer Media Group aus Hamburg, der bereits die Volksstimme gehört.

Ausgaben der Mitteldeutschen Zeitung liegen gestapelt auf einem Tisch.
Wird verkauft: die Mitteldeutsche Zeitung Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

Warum ist das wichtig?
Beobachter befürchten, dass beide Zeitungen auf lange Sicht zusammengelegt werden könnten.  Wir sollten also einen Blick darauf werfen, wenn uns eine breite und vielseitige Medienlandschaft etwas bedeutet.

Wo kann ich mehr dazu erfahren?
Wir von MDR SACHSEN-ANHALT planen im Laufe des Tages ausführliche Berichterstattung zum Verkauf der MZ – sprechen unter anderem mit Medienwissenschaftlern und Redakteuren der Mitteldeutschen Zeitung. Auch werden wir den Verkauf und seine Auswirkungen auf die Medienlandschaft in Sachsen-Anhalt einschätzen. Darüber informieren wir Sie Online, im Hörfunk und im Fernsehen.

10:36 Uhr | Wer soll welche Krankenhäuser betreiben?

Die Zukunft der medizinischen Versorgung ist gerade eines der großen Themen in Sachsen-Anhalt. Das liegt an Krankenhaus-Pleiten und Schließungsplänen wie im Burgenlandkreis oder in der Altmark. Wie geht es nun weiter? Sozialministerin Petra Grimm-Benne verlangt nicht nur ein Investitionsprogramm über 700 Millionen Euro, sie will auch, dass Kliniken weiterhin von unterschiedlichen Trägern geführt werden. Sprich: Ein Drittel der Kliniken soll ihrer Meinung nach weiter privat, ein weiteres Drittel kommunal, ein letztes Drittel gemeinnützig betrieben werden. Da sei sie sich auch einig mit Ministerpräsident Reiner Haseloff, gab Grimm-Benne jetzt im Interview mit uns zu Protokoll.

10:20 Uhr | Verstärkung für schlappen "Fürst Franz"

Die Dessau-Wörlitzer Eisenbahn bekommt Verstärkung. Ab diesem Frühjahr sollen auf der 19 Kilometer langen Strecke auch Triebfahrzeuge aus dem Burgenlandkreis unterwegs sein. Grund war, dass "Fürst Franz" – so der Name eines der Dessauer Triebwagen – vorigen Herbst wegen technischer Probleme nicht fahrbereit war. "Fürstin Luise" – das ist der Name des zweiten Triebwagens – musste also allein fahren. Eine logistische Herausforderung. Nun kommt also Hilfe aus dem Burgenlandkreis, vermelden die Dessauer Verkehrsbetriebe. Künftig sollen mehr Fahrgäste mitfahren können.

Ein Doppelstock-Schienenbus der Baureihe 670 unterwegs auf der Dessau-Wörlitzer Eisenbahn
Hat zuletzt geschwächelt: "Fürst Franz" Bildrechte: MDR/André Plaul

10:09 Uhr | Wer wird Bürgermeister in Gerbstedt?

Die Einheitsgemeinde Gerbstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz bekommt einen neuen Bürgermeister. Gewählt wird am 2. Februar, drei Kandidaten stehen zur Wahl. Heute präsentieren die sich schon einmal ihren potenziellen Wählern. Man will ja schließlich wissen, wofür die Kandidaten politisch stehen. Also haben Wirtschaftsinformatiker Ulf Döring, Kreistagsmitglied Bernd Hartwig und Landwirt Gerd Oberländer (alle parteilos) ihr Kommen in den Gerbstedter Ratskeller zugesagt, um Rede und Antwort zu stehen. Los geht es 17 Uhr. Amtsinhaber Siegfried Schwarz ist Ende des Jahres auf eigenen Wunsch vorzeitig als Bürgermeister zurückgetreten.

09:58 Uhr | Beschlossen: Die MZ wird verkauft

Aktuelle Nachrichten aus Halle: Die Mitteldeutsche Zeitung wird wie erwartet verkauft – und zwar an die Bauer Media Group, der unter anderem die Volksstimme gehört. Darüber wurden gerade eben die MZ-Mitarbeiter informiert. Hier steht alles, was wir aktuell dazu wissen.

09:51 Uhr | Flugzeug lässt Kerosin über Grundschule ab

Das hier ist der Morgenticker für Sachsen-Anhalt – und diese Meldung hier spielt nicht in Sachsen-Anhalt. Sie ist aber so seltsam, dass ich Sie Ihnen nicht vorenthalten möchte. In den USA hat ein Passagierflugzeug aus der Luft Treibstoff abgelassen – blöderweise über dem Spielplatz einer Grundschule. Dabei wurden 17 Kinder und neun Erwachsene leicht verletzt. Grund war offenbar ein Triebwerksproblem, weswegen die Maschine umkehren musste. Weil sie zu schwer war, wurde Kerosin abgelassen. Die Maschine ist sicher gelandet.

09:40 Uhr | Explosion in Blankenburg: Mehr als 40.000 Euro gespendet

Wenn es zu Katastrophen kommt, kann man ganz offensichtlich auf die Hilfe der Sachsen-Anhalter zählen: Nach dem verheerenden Feuer in Mieste bei Gardelegen ist die Hilfsbereitschaft groß, darüber habe ich heute Morgen schon berichtet. Große Hilfsbereitschaft gibt es auch in Blankenburg. Dort sind nach der Explosion in einem Mehrfamilienhaus mit einem Toten mehr als 40.000 Euro zusammengekommen. Das hat die Stadt jetzt mitgeteilt. Wann das Geld ausgezahlt wird, ist noch nicht endgültig klar.

09:32 Uhr | Gestatten: Das ist mdrFRAGT

Vielleicht kennen Sie schon unser neues Baby?! mdrFRAGT heißt es und es kann noch viel mehr als nur Wortspiele! mdrFRAGT soll das neue Meinungsbarometer für Mitteldeutschland werden. Und dafür brauchen wir natürlich Sie, das ist ja ganz klar. Als Macher von Online, Hörfunk und Fernsehen in Mitteldeutschland interessiert uns, wie Sie, die Bürgerinnen und Bürger in Mitteldeutschland, zu den viel diskutierten Themen denken. Den Austausch auf Website, Facebook, Twitter und Co. kennen Sie alle ja schon längst – und viele nutzen ihn rege. Mit den Umfragen von mdrFRAGT wollen wir aber noch gesicherter herausfinden, wie welche Bevölkerungsgruppe zu Braunkohle-Ausstieg, Lebensmittel-Ampel und Co. denkt.

Mitmachen ist ganz einfach. Sie müssen sich nur einmal registrieren und bekommen die Umfragen von mdrFRAGT demnächst bequem per E-Mail zugeschickt.

Die wichtigsten Fragen und Antworten

09:23 Uhr | Dessau will mehr Touristen aus den Niederlanden locken

Die Stadt Dessau-Roßlau will mehr Touristen aus den Niederlanden locken. Mitarbeiter vom Stadtmarketing sind deshalb nach Utrecht gefahren, um die Bauhausstadt auf der Ferienmesse dort zu präsentieren. Grund: Die Niederländer reisen gern, davon ist Franziska Staudte von der Stadtmarketinggesellschaft überzeugt. Angeboten werden Städtetouren für Kunstliebhaber oder aber für Aktivurlauber – mit Radtour über den Elberadweg. Voriges Jahr haben 3.000 Niederländer in Dessau Urlaub gemacht. Das Stadtmarketing möchte diese Zahl gern steigern.

09:12 Uhr | Grundschule "Am Grenzweg": So ist die Verkehrslage morgens

Von der Grundschule "Am Grenzweg" in Magdeburg war in den vergangenen Tagen bundesweit zu lesen. Spiegel, Focus, Bild – alle haben berichtet. Der Grund: Elterntaxis, die ihre Kids morgens mit dem Auto zur Schule bringen und die dadurch für enge Straßen und Gefahr für die Schüler auf dem Rad sorgen. Wie ist denn nun die Lage vor Ort? Mein Kollege Daniel Tautz war heute Morgen vor Ort und berichtet.

08:54 Uhr | Ikea ruft Trinkbecher zurück

Die Möbelkette Ikea ruft einen Reise-Trinkbecher zurück. Er könnte nach Unternehmensangaben mit Chemikalien belastet sein. Betroffen sind Becher mit dem Namen "Troligtvis", hergestellt in Indien. Er sollte nicht mehr verwendet werden. Ikea sagt, dass alle Kunden ihr Geld zurückbekommen – auch ohne Bon.

08:43 Uhr | Viel Geld für Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg

Kloster Unser Lieben Frauen Magdeburg, Innenansicht mit Orgel
Blick ins Innere des Klosters Unser Lieben Frauen in Magdeburg Bildrechte: Hans-Wulf Kunze

Gute Nachrichten für das Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg: Das Haus bekommt zusätzliche Millionen für den Um- und Ausbau. Kulturminister Rainer Robra (CDU) und Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) bringen heute Mittag deshalb einen Fördermittelbescheid vorbei. Die Klosterkirche aus der Spätromanik soll ihr gotisches Chorgewölbe zurückbekommen. Das war im Zweiten Weltkrieg zerstört worden. Außerdem sollen der Innenraum saniert, neue Heizungen eingebaut und die Ausstellungsfläche vergrößert werden.

08:32 Uhr | Bundeszentrale für Mansfeld-Südharz?

Die Bundeszentrale für politische Bildung will einen neuen Standort im Osten eröffnen. Cottbus oder Halle soll es am Ende werden, hat BpB-Chef Thomas Krüger Anfang der Woche verraten. Angelika Klein fragt: Warum eigentlich nicht im Landkreis Mansfeld-Südharz? Die Landrätin und Linken-Politikerin findet, dass ihr Landkreis prädestiniert für die Ansiedlung wäre. Sie wolle nun einen Brief schicken und für die Region werben. Der neue Standort soll sich dem Strukturwandel im ländlichen Raum widmen.

08:21 Uhr | LKA: Kein Neubau in Sicht. Keine Sanierung in Sicht.

Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt
Das Landeskriminalamt in Magdeburg ist dringend sanierungsbedürftig. Bildrechte: IMAGO

Das Landeskriminalamt in Magdeburg müsste dringend saniert werden. Müsste. Wird es aber nicht. Und zwar offenbar nicht vor 2030, was noch ganz schön lange hin ist. Warum? Von Andreas Bachmann, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, haben wir erfahren, dass die Sanierung nicht möglich sei, solange Personal im LKA arbeitet. Es fehlt an einem Ausweichquartier. Problematisch daran: Vor etwa drei Jahren waren in den Decken und Wänden des LKA künstliche Mikrofasern entdeckt worden – in so hoher Konzentration,  dass sie zu Entzündungen von Atemwegen und Schleimhäuten führen können. Bei mehreren LKA-Mitarbeitern waren im Anschluss Mineralfasern in der Lunge entdeckt worden.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Rüdiger Erben will das Thema nun auf die Tagesordnung im Finanzausschuss setzen, der heute Vormittag im Landtag berät. Erben will eine klare Aussage, wie und wann es zu einem Neubau kommen kann.

Man kann doch den Mitarbeitern im LKA jetzt nicht sagen, wenn die übernächste Generation dann auch noch in Pension ist, dann bauen wir irgendwann neu. Und solange müsst ihr halt hierbleiben.

Rüdiger Erben, SPD Landtagsabgeordneter

08:08 Uhr | Mehr als 400 Komparsen gesucht

Schauspieltalente aufgepasst: Wenn Sie Interesse haben, in einem Kinofilm einen Gefängniswärter oder direkt einen Häftling zu spielen, ist das hier sicherlich interessant für Sie. Die Agentur "Filmissimo" sucht aktuell nämlich mehr als 400 Komparsen für Dreharbeiten in Magdeburg. Der historische Kinofilm mit dem vorläufigen Namen "Große Freiheit" soll im Februar und im März in Magdeburg und Berlin gedreht werden. Gezahlt wird Mindestlohn.

07:56 Uhr | Havelberg verlangt Krisengipfel zur medizinischen Versorgung

Havelberg: Blick auf die Havel und die Altstadt mit der Stadtkirche St. Laurentius
Wunderschön, aber in Sorge: Havelberg bangt um seine medizinische Versorgung. Bildrechte: Maik Limp

Im Norden Sachsen-Anhalts sollte es nach Meinung von Havelbergs Bürgermeister Poloski einen Krisengipfel zur medizinischen Versorgung geben. Poloski reagiert mit seiner Forderung auf Pläne des Krankenhaus-Betreibers KMG, aus dem Havelberger Krankenhaus ein Seniorenheim zu machen. Das soll zwar Fahrten mit dem Shuttle-Bus zu einem Krankenhaus in Brandenburg anbieten. Poloski betonte aber, dass im Ernstfall jede Sekunde zähle. Die Grund- und Akutversorgung in seiner Stadt müsse sichergestellt werden. Inzwischen gibt es eine Unterschriften-Liste zum Erhalt des Krankenhauses in der Hansestadt.

07:47 Uhr | Achtung: Abstandskontrollen auf der A9

Auf der Autobahn 9 will die Polizei heute verstärkt kontrollieren. Dabei soll getestet werden, ob Auto- und Laster-Fahrer den nötigen Sicherheitsabstand einhalten. Das dient, wie Sie alle wissen, ja auch Ihrer eigenen Sicherheit.

07:39 Uhr | Sensationsfund in Wittenberg: Mittelalterliche Handschriften entdeckt

Ein sehr altes Stück Papier mit alter Schrift liegt auf einem Tisch.
Zu sehen sind die Fragmente ab 21. Februar im Schloss in Wittenberg. Bildrechte: MDR/André Damm

Sie sind fast 800 Jahre alt und eine Sensation: In Wittenberg wurden bei einer Inventur mittelalterliche Handschriften entdeckt. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass das ältere der beiden Fragmente aus der Zeit von 1215 bis 1225 stammen muss. Experten sprechen von einer Sensation für die germanistische und kulturwissenschaftliche Forschung, da deutschsprachige Texte aus dieser Zeit außerordentlich selten und wertvoll sind.

Übrigens: Die restaurierten Pergamentfragmente sind ab 21. Februar im Wittenberger Schloss zu sehen.

07:28 Uhr | AMEOS: Unbefristete Streiks drohen

Bei den AMEOS-Kliniken in Sachsen-Anhalt drohen unbefristete Streiks. Laut Gewerkschaft Verdi sollen darüber ab diesem Freitag die Mitarbeiter abstimmen. Eine Woche darauf soll klar sein, ob in Haldensleben, Schönebeck oder Halberstadt gestreikt wird. Grund ist noch immer der Streit über einen Tarifvertrag, den Verdi für die Mitarbeiter etablieren will. AMEOS stellt sich quer, hatte nach Warnstreiks sogar Mitarbeitern gekündigt. Allerdings leugnet die Geschäftsführung einen Zusammenhang zu den Streiks.

07:17 Uhr | Wie Sie sich gesünder ernähren können

Viele von uns wollen sich im Jahr 2020 gesund und ausgewogen ernähren. Darauf springt auch das Magdeburger Gesundheitsamt an – und bietet Kurse an, wie das am besten gelingt. Ich sage mal so: Bei dem Foto bekomme ich, der seit diesem Jahr deutlich weniger und gesünder zu essen versucht, schon Appetit. Ein bisschen unfair!

07:09 Uhr | Große Hilfsbereitschaft nach verheerendem Feuer in Mieste

SAH - Mieste-Brand
Bei dem Feuer in Mieste waren vier Kinder und ihre Mutter verletzt worden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Hilfsbereitschaft der Gardeleger ist nach einem Feuer im Stadtteil Mieste ungebrochen. Nachdem eine sechsköpfige Familie dort vorige Woche alles verloren hatte, haben die Menschen aus der Stadt inzwischen rund 13.000 Euro gespendet. Zuvor hatte es schon zahlreiche Sachspenden gegeben. Nach unseren Informationen kamen zusätzlich mehrere Tausend Euro auf einem privaten Spendenkonto zusammen. Der Vermieter hat inzwischen mit den Planungen zur Sanierung der ausgebrannten Wohnung begonnen. Übrigens: Inzwischen sind alle vier Kinder und ihre Mutter wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden.

06:56 Uhr | Colep in Bad Schmiedeberg baut 160 Stellen ab

Das Unternehmen Colep will die Produktion an ihrem Standort in Bad Schmiedeberg drastisch herunterfahren. Das hat Geschäftsführer Thomas Hirsch uns bestätigt. Danach plant der portugiesische Mutterkonzern, die Herstellung von Cremes und Flüssigkeiten zu beenden und teilweise nach Polen zu verlagern. Grund sei der hohe Preisdruck in der Branche. Colep will deshalb rund 160 Stellen in Bad Schmiedeberg abbauen. Gespräche mit dem Betriebsrat liefen bereits. Das Unternehmen befüllt im Landkreis wittenberg Sprayflaschen und stellt Cremes, Duschgels und Haarwaschmittel her.

06:47 Uhr | Kleiner Pieks für weiße Löwenbabys

Ich kann gar nicht anders, als bei diesem Anblick verliebt zu sein! Die drei Löwenbabys – geboren im vergangenen Jahr im Magdeburger Zoo – sollen heute für ihr hoffentlich langes Löwen-Leben gewappnet werden. Dazu gibt’s einen Pieks, wie das bei kleinen Menschen auch nötig ist. Die Löwen werden geimpft und einmal komplett durchgecheckt. Dann steht einem guten Löwen-Leben ja sicher kaum noch etwas im Wege.

Drei etwa vier Wochen alte weiße Löwen-Junge spielen in der Löwenanlage des Zoos Magdeburg. Bereits zum vierten Mal sind im Magdeburger Zoo weiße Löwen zur Welt gekommen
Drillinge bei den weißen Löwen im Zoo Magdeburg. Niedlich! Bildrechte: dpa

06:39 Uhr | Lebensgefährtin drei Mal vergewaltigt – Mann vor Gericht

Weil er seine Lebensgefährtin mindestens drei Mal vergewaltigt haben soll, steht ein 42-Jähriger aus Halle ab heute vor Gericht. Die Vergewaltigungen liegen laut Anklage Jahre auseinander. Sie sollen sich im Frühjahr 2011, im Mai 2015 und im November 2017 zugetragen haben. Der Angeklagte schweigt zu den Vorwürfen. Ihm drohen bei einer Verurteilung mindestens zwei Jahre Gefängnis.

06:30 Uhr | Arbeitslose sanieren 1985 ausgemusterten Passagierjet

Sie hat knapp 20.000 Flugstunden auf dem Buckel – aber das ist lange her. Seit die Tupolew 134, eine Maschine der früheren DDR-Fluggesellschaft Interflug, 1985 ausgemustert wurde, war sie lange dem Verfall preisgegeben. Einst als Gaststätte genutzt, verrottete sie zuletzt in Magdeburg auf dem Flugplatz. Dem haben Langzeitarbeitslose gemeinsam mit der Arbeitsförderungsgesellschaft Gise nun ein Ende gesetzt. Seit zwei Jahren sanieren sie die Maschine, haben ihr einen neuen Anstrich verpasst. Bis Ende des Monats soll alles fertig sein – schon jetzt kann sich das Ergebnis sehen lassen, meinen wir.

Flugplatz Magdeburg 1985 ausgemustert: Tupolew 134 von Langzeitarbeitslosen saniert

Männer sitzen im Passagierraum eines alten Flugzeugs und blicken in die Kamera.
Bernd Binder (von links, 63), Dirk Kaufmann (55) und Roland Strauch (61) sitzen in "ihrer" sanierten Tupolew 134. Das Flugzeug der einstigen DDR-Fluggesellschaft "Interflug" steht auf dem Flugplatz Magdeburg und war jahrelang in einem desolaten Zustand. Mit finanzieller Hilfe des Jobcenters und der Landeshauptstadt konnten Mitarbeiter der Arbeitsförderungsgesellschaft Gise die "TU 134" vor dem endgültigen Verfall retten. Die Maschine bekam außen und innen einen komplett neuen Anstrich.  Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Männer sitzen im Passagierraum eines alten Flugzeugs und blicken in die Kamera.
Bernd Binder (von links, 63), Dirk Kaufmann (55) und Roland Strauch (61) sitzen in "ihrer" sanierten Tupolew 134. Das Flugzeug der einstigen DDR-Fluggesellschaft "Interflug" steht auf dem Flugplatz Magdeburg und war jahrelang in einem desolaten Zustand. Mit finanzieller Hilfe des Jobcenters und der Landeshauptstadt konnten Mitarbeiter der Arbeitsförderungsgesellschaft Gise die "TU 134" vor dem endgültigen Verfall retten. Die Maschine bekam außen und innen einen komplett neuen Anstrich.  Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Männer sitzen im Cockpit eines alten Flugzeugs und blicken in die Kamera.
Binder und Kaufmann sitzen im Cockpit der Tupolew 134. Die beiden Langzeitarbeitslosen haben die Maschine fast zwei Jahre lang saniert.  Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
Eine Tupolew 134
Der Jet russischer Bauart aus dem Jahr 1968 war 1985 nach einer harten Landung in Berlin-Schönefeld und knapp 20.000 Flugstunden ausgemustert worden. Seit 1987 stand das Flugzeug in Oschersleben und wurde mehrere Jahre als Gaststätte genutzt. Anschließend wurde es über den Landweg nach Magdeburg transportiert. Die Sanierungsarbeiten an der Tupolew 134 werden nach Angaben der Arbeitsförderungsgesellschaft Gise am 31. Januar 2020 abgeschlossen sein. 

Dieses Thema im Programm:
MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15.01.2020 | 06:30 Uhr

Quelle: MDR/ld,sch
Bildrechte: MDR/Stephan Schulz
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06:22 Uhr | Krankenhäuser in Not: 700 Millionen Euro gefordert

Die finanzielle Schieflage vieler Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt bereitet zahlreichen Menschen Sorge. Damit nicht noch mehr Häuser in Schwierigkeiten kommen, braucht es nach Meinung von Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne Geld. Viel Geld. Die SPD-Politikerin hat jetzt ein Investitionsprogramm über 700 Millionen Euro ins Gespräch gebracht. Das sei nötig, sagte sie uns. Das Programm solle schon im neuen Doppelhaushalt verankert sein und vier Jahre andauern. Konkret äußerte sich Grimm-Benne besorgt über das Harz-Klinikum. Dort könnte nach ihren Worten Ähnliches passieren wie im Burgenlandklinikum. Das Krankenhaus hatte Insolvenz anmelden müssen, nachdem eine Bank gefordert hatte, dass ein Kredit abgelöst wird. Grimm-Benne forderte deshalb, die Krankenhäuser über Bürgschaften abzusichern. Sie dürften erst gar nicht in die Insolvenz fallen. Das Klinikum dort hatte im September Insolvenz in Eigenregie angemeldet.

Ein Krankenpfleger geht über einen Flur im Krankenhaus.
Viele Krankenhäuser in Sachsen-Anhalt haben finanzielle Probleme. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

06:13 Uhr | Polizei schnappt mutmaßlichen Tankstellen-Räuber

Die Polizei in Halle hat einen  mutmaßlichen Tankstellenräuber gefasst. Er soll im November eine Tankstelle im Südstadtring überfallen und Bargeld geraubt haben. Die Ermittler waren nach eigenen Angaben mit Zeugenhinweisen auf die Spur des 20-Jährigen gekommen. Mehrere Menschen hatten ihn auf Fahndungsbildern erkannt. Der Mann wurde am Abend in der Südstadt vorläufig festgenommen. Bei ihm fanden die Polizisten unter anderem eine Schreckschusswaffe.

05:59 Uhr | Gipfel zum Kohleausstieg in Berlin: Haseloff sieht sozialen Frieden in Gefahr

Im Kanzleramt in Berlin steht heute ein wichtiger Termin an: Dort ist am Abend ein Spitzentreffen zum Kohleausstieg geplant. Und das verspricht schon jetzt die eine oder andere Reibung. Es soll um mögliche milliardenschwere Entschädigungen für Kraftwerksbetreiber gehen, außerdem um einen genauen Fahrplan für den Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohleverstromung.

Wir dröseln das mal ganz in Ruhe auf:

MP Reiner Haseloff (CDU) kommt in den Plenarsaal des Landtages.
Sieht den sozialen Frieden in Gefahr: Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU Bildrechte: dpa

  • Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ist schon im Vorfeld des Treffens besorgt. Der Regierungschef sieht den "sozialen Frieden" in Gefahr – zumindest dann, wenn Konzerne entschädigt werden, die ihre Kraftwerke im Osten früher als geplant schließen. Der Kohleausstieg habe auch mit politischer Stabilität zu tun. Grund für die Befürchtung: Der Mehrheitseigner des Kraftwerks Schkopau, Uniper, pocht darauf, das Werk früher abzuschalten. Im Gespräch ist 2026. Das will auch die Bundesregierung.
  • An der Stelle kommt Götz Ulrich (CDU) ins Spiel. Er ist Landrat im Burgenlandkreis – der Heimat des Braunkohleförderers Mibrag. Sollte das Kraftwerk in Schkopau eher schließen, träfe das auch Mibrag – und das will Götz Ulrich natürlich nicht. Er hat von "schwerwiegenden Folgen" vor allem für den Tagebau Profen gewarnt.

Blick auf das Braunkohlekraftwerk Schkopau
Das Braunkohlekraftwerk in Schkopau soll nach neuen Plänen schon 2026 vom Netz gehen. (Archivfoto) Bildrechte: imago images / photo2000

Bei dem Treffen heute Abend wird sich laut Haseloff übrigens entscheiden, ob Sachsen-Anhalt weiterhin zum Kohle-Kompromiss steht – oder aussteigt. Auch diese Drohung hat mit der geplanten vorzeitigen Stilllegung des Kraftwerks in Schkopau zu tun.

Bis 2038 raus aus der Braunkohleverstromung Deutschland will bis 2038 schrittweise aus der klimaschädlichen Verstromung von Kohle aussteigen. So hatte es eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission aus Wirtschaftsvertretern, Gewerkschaftern und Umweltschützern vor fast einem Jahr beschlossen. Eigentlich wäre erst in den späten 40er Jahren Schluss gewesen.

05:41 Uhr | Sachsen-Anhalt hat 2019 rote Zahlen geschrieben

Sachsen-Anhalt hat voriges Jahr ein Minus im Haushalt eingefahren. Nach vorläufigen Zahlen lag das Defizit laut Finanzministerium bei knapp 17 Millionen Euro. Ressortchef Michael Richter glaubt aber daran, das Defizit noch ausgleichen zu können. Demnächst stehe eine Überweisung von der EU an, sagte der Finanzminister.

05:32 Uhr | Jetzt kommt auch noch die Sonne dazu

Ich habe eine Idee: Wir ziehen das jetzt die Woche durch und ich hoffe, Sie sind damit einverstanden. Ich will Ihnen nämlich (wieder) sagen, dass es auch heute viel zu warm für Januar ist. 10 bis 14 Grad erwarten uns heute, dazu wird es auch noch sonnig und es bleibt trocken. Frühling also!

Und das hier sind die aktuellen Temperaturen:

05:20 Uhr | Tote in Merseburger Stadtpark gefunden

In Merseburg hat ein Passant am Nachmittag eine Leiche gefunden. Sie hatte am Ufer eines Gewässers im Stadtpark gelegen. Laut Polizei handelt es sich um eine Frau, ihre Identität ist noch unklar.

05:13 Uhr | Real: Tausende Jobs in Gefahr

Ein Mann schiebt seinen Einkaufswagen vor einem Real Supermarkt.
Real hat auch in Sachsen-Anhalt acht Märkte. Auch hier bangen Mitarbeiter um ihren Arbeitsplatz. Bildrechte: dpa

Bei der Supermarktkette Real sind offenbar Tausende Jobs in Gefahr. Kurz vor dem geplanten Verkauf von Real an ein deutsch-russisches Konsortium warnt der Betriebsrat davor, dass deutschlandweit bis zu 10.000 Jobs auf dem Spiel stünden. Die Käufer wollen Real weiterführen, schließen aber den Verkauf und die Schließung von Filialen nicht aus. In Sachsen-Anhalt gibt es acht Real-Märkte, unter anderem in Magdeburg, Blankenburg und Hettstedt.

05:02 Uhr | Ich grüße Sie!

Orangensaft und Orangen
Orangensaft – lecker! Bildrechte: imago/Westend61

Einen guten Morgen wünsche ich Ihnen! Und herzlich Willkommen im Morgenticker von MDR SACHSEN-ANHALT. Hier gibt es bis zum Vormittag alle Meldungen aus Sachsen-Anhalt, die Sie kennen sollten. Und ich sage vorweg: Das sind heute einige! Ich bin Luca Deutschländer und freue mich, dass Sie dabei sind.

Mögen Sie Orangensaft? Dann gönnen Sie sich doch so früh am Morgen mal einen leckeren Saft. Passt zum Tag des frisch gepressten Fruchtsafts heute ganz besonders gut.

Über Themen aus dem Morgenticker berichtet MDR SACHSEN-ANHALT auch im... Hörfunk | MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | ab 5:00 Uhr
Fernsehen | MDR um 11 | 11:00 Uhr
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