Hängeseilbrücke im Harz Lösung für Parkplatz-Problem naht

Die schlechte Parkplatzsituation an der neuen Hängeseilbrücke im Harz soll verbessert werden. Das Land stellt eine etwa 8.000 Qaudratmeter große Fläche zur Verfügung. Eine sofortige Entlastung bringt das jedoch nicht.

Verkehrschaos rund um die Rappbodetalsperre
Stau und parkende Autos an den Straßenrändern – vor allem an den Wochenende kommt es an der Seilhängebrücke zum Verkehrschaos. Bildrechte: MDR/ Matthias Strauß

Mit der Parkplatznot an der neuen Seilhängebrücke an der Rappbodetalsperre soll es bald vorbei sein. Das Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat am Freitag mit dem Betreiber "Harzdrenalin" einen Vertrag für den Bau neuer Parkflächen unterzeichnet. Es handelt sich um einen Bauerlaubnisvertrag.  

Der Landesforstbetrieb erklärt sich darin bereit, rund 8.000 Quadratmeter für den Bau von etwa 240 Parkplätzen zur Verfügung zu stellen. Damit können die Betreiber der neuen Freizeitattraktion ihre seit langem gewünschte Parkplatzerweiterung planen.

Keine sofortige Entlastung

Das derzeitige Parkplatzproblem wird dadurch jedoch noch nicht entschärft. Denn bis mit dem Bau der neuen Autostellflächen begonnen werden kann, dauert es noch. Zuvor müssen Flächennutzungs- und Bebauungsplan geändert, ausgelegt und beschlossen werden sowie weitere Prüfungen erfolgen. Läuft alles reibungslos, könnte mit dem Bau in etwa eineinhalb Jahren begonnen werden.

Die Hängebrücke an der Rappbodetalsperre im Harz ist mit einer Länge von 483 Metern – davon 458 Meter frei hängend – die weltweit Längste ihrer Art. Anfang Mai wurde sie eröffnet und zieht seitdem die Besucher in Scharen an. Weil es dafür mit 385 Stellflächen zu wenig Parkmöglichkeiten gibt, kommt es vor allem an den Wochenenden immer wieder zum Verkehrschaos. So parken Autos über hunderte Meter den Straßenrand der Landstraße zu, stehen in gefährlichen Kurven oder blockieren Zufahrten und versperren damit Rettungswege. Zudem staut sich der Verkehr, weil zur Stoßzeit zwischen 11 und 15 Uhr niemand weiß, wo er parken kann.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 14.06.2017 | 09:00 Uhr

Quelle: MDR/cw

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7 Kommentare

16.06.2017 18:47 Harzfreund 7

Müssen denn die 8000 qm auch noch abgeholzt werden ?

16.06.2017 17:27 Halberstädter 6

Mal sehen, wann das „Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft“ von Sachsen-Anhalt, einen neuen, einen weiteren Vertrag, mit dem Betreiber der Hängebrücke abschließt? Gut möglich, dass man alsbald feststellt, dass die 8000 Quadratmeter für Autoparkplätze dann auch nicht mehr ausreichen werden und somit der Not geschuldet, nach weiteren Nutzungsflächen im Harz suchen wird müssen, denn der Betreiber hat ja schon ein neues Event (weit vorausgedacht) für Anfang des Jahres 2019 angekündigt, dessen Planungen im kommenden Jahr beginnen sollen. Was auch immer dies sein wird? Ich mag es mir nicht ausmalen wollen...

16.06.2017 11:47 Corinna 5

So kann man die schöne Umwelt auch verschandeln. Der Ansturm auf diesen Unfug lässt eh bald wieder nach.

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