Weltwetterorganisation 2019 zweitwärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnung

Trockenheit, Hitze und Extremwetter nehmen seit Jahren weltweit zu. Die Weltwetterorganisation der UN hat in einer Untersuchung festgestellt, dass 2019 das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Noch wärmer war es nur 2016. Die Ziele aus dem Pariser Übereinkommen rücken damit in weite Ferne.

Klimawandel
Der CO2-Ausstoß steigt weltweit, parallel dazu wird es immer wärmer. Bildrechte: Colourbox.de

Das vergangene Jahr war weltweit gesehen das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Das meldete die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) in Genf. Die Auswertung von Temperaturdaten aus aller Welt bestätigt Angaben des europäischen Copernicus-Klimawandeldienstes (Copernicus Climate Change Service) von voriger Woche.

Über den Temperaturanstieg besteht unter Experten Einigkeit: Auch die US-Wetterorganisation NOAA teilte am Mittwoch mit, dass ihren Daten zufolge 2019 das zweitwärmste Jahr seit Beginn ihrer Aufzeichnungen 1880 war.

Die Durchschnittstemperatur lag laut WMO-Analysen im vergangenen Jahr um 1,1 Grad höher als der Durchschnittswert zwischen 1850 und 1900. Heißer als 2019 war nur das Jahr 2016. Laut NOAA lag die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen um 0,95 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts - nur 0,04 Grad weniger als im bisherigen Rekordjahr 2016.

Besonders warm war es der Untersuchung unter anderem in Zentraleuropa, Asien, Australien, dem südlichen Afrika, Nordamerika und dem östlichen Südamerika.

Pariser Klimaziele in weiter Ferne

Der Trend wird in den kommenden Jahren kaum nachlasen: So sei auch 2020 wegen der Rekordmengen an klimaschädlichem CO2, das sich in der Atmosphäre befinde, mit extremem Wetter zu rechnen, sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.

"Wenn es so weitergeht mit den CO2-Emissionen, müssen wir bis Ende des Jahrhunderts mit einem Temperaturanstieg von drei bis fünf Grad rechnen", sagte Taalas. Ziel des 2015 geschlossenen Pariser Übereinkommens ist eine Begrenzung des durchschnittlichen Temperaturanstiegs auf deutlich unter zwei Grad.

Australien zeigt, wohin es geht

Das Jahr 2020 setze sich fort, wie 2019 geendet habe, so Taalas. "Australien hatte sein heißestes und trockenstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen, was zu den riesigen Buschbränden geführt hat, die so verheerend sind für Menschen und ihren Besitz, für Wildtiere, Ökosysteme und die Umwelt."

Die WMO bestätigte zudem ihre Einschätzung vom Dezember, wonach die Jahre 2010 bis 2019 als das heißeste Jahrzehnt in die Geschichte eingehen. "Seit den 1980er Jahren war jedes Jahrzehnt wärmer als das vorherige", erklärte die Organisation.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Januar 2020 | 19:00 Uhr

404 Not Found

Not Found

The requested URL /api/v1/talk/includes/html/54dd20eb-d357-4404-ae11-27994cdc63dd was not found on this server.