50. Auflage Trump und Thunberg beim Weltwirtschaftsforum in Davos

Zum 50. Mal kommen in Davos Politiker, Manager und Wissenschaftler zum Weltwirtschaftsforum zusammen, um ihre Sicht auf die Welt auszutauschen. Zu den Teilnehmern zählen US-Präsident Trump und Klimaaktivistin Thunberg.

Fahnen verschiedener Nationen hängen am Kongresszentrum, dem Veranstaltungsort der 50. Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF).
Im verschneiten Davos trifft sich das Weltwirtschaftsforum. Bildrechte: dpa

Heute beginnt im schweizerischen Davos das Weltwirtschaftsforum. Zur 50. Auflage des informellen Treffens haben sich mehr als 3.000 Teilnehmer angesagt, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump. Aber auch Manager wie Apple-Chef Tim Cook und der neue Leiter des Google-Mutterkonzerns Alphabet, Sundar Pichai, sind dabei.

Bis zum 24. Januar soll in Gesprächsrunden und Workshops über Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik debattiert werden. Zudem nutzen viele Politiker Davos zu bilateralen Treffen.

Klimaschutz eines der Hauptthemen

Greta Thunberg auf Klimakonferenz in Madrid.
Greta Thunberg (Archivbild, Klimakonferenz in Madrid). Bildrechte: imago images/ZUMA Press

Eines der Hauptthemen soll der Klimawandel werden. Vor dem Treffen hatte das Weltwirtschaftsforum in seinem Jahresbericht erstmals als die fünf größten Risiken für die Menschheit ausschließlich Umweltprobleme aufgelistet.

Erwartet wird in Davos auch Greta Thunberg. Die Schwedin war bereits im letzten Jahr zu Gast. Damals rief die gerade 16 Jahre alt gewordene Schülerin der versammelten Elite ihr inzwischen auf vielen Demos zitiertes "Our house is on fire" zu. In einer kurzen Rede erklärte sie, sie wolle nicht, dass die Erwachsenen hoffnungsvoll seien, sie sollten vielmehr in Panik geraten, um dann endlich zu handeln.

Trump nach Iran-Absage dabei

Auch Donald  Trump ist in Davos dabei. Mit Spannung war erwartet worden, ob der US-Präsident noch absagt, da auch Irans Außenminister Mohammad Dschawad Sarif auf der Teilnehmerliste stand. Das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen den USA und Iran hatte sich noch einmal dramatisch verschlechtert, nachdem die US-Armee den iranischen General Qassem Soleimani getötet hatte. Sarif sagte sein Kommen jedoch kurzfristig ab. Seine Pläne hätten sich geändert.

Merkel redet am Donnerstag

Bundeskanzlerin Merkel reist am Donnerstag nach Davos. Dort hält sie vor dem Plenum eine Rede. Außerdem will sie während ihres Aufenthalts Gespräche mit Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern von Unternehmen führen. Ebenfalls in Davos dabei sind der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, Siemens-Chef Joe Kaeser oder der CEO der Deutschen Post, Frank Appel.

Protestmarsch nach Davos

Begleitet wird das Treffen traditionell von Protesten. So sind Hunderte Klimaschützer bereits am Sonntag zu einem Protestmarsch aufgebrochen. Von Landquart aus wollen sie nach Davos laufen. Sie fordern die Teilnehmer des Weltwirtschaftsforums auf, Verantwortung für das Klima zu übernehmen. Die Schweizer Behörden haben den Marsch nur bis zum Wintersportort Klosters, etwa zehn Kilometer vor Davos genehmigt. Die Veranstalter kündigten jedoch an, auf Wanderwegen so weit an den Gipfelort heranzukommen wie möglich.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL FERNSEHEN | 21. Januar 2020 | 19:30 Uhr