Coronavirus-Ticker 18. Mai: Lieberknecht wirft Kirchen Versagen vor

Thüringens frühere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat den Kirchen in der Corona-Krise Versagen vorgeworfen. Hunderttausende Kranke, Einsame, Alte und Sterbende seien allein gelassen worden. Deutschland und Frankreich haben sich für einen Wiederaufbaufonds über 500 Milliarden Euro ausgesprochen. Die neuesten Informationen zum Coronavirus im Ticker.

Christine Lieberknecht CDU Thüringen Ministerpräsidentin
Lieberknecht: "Die Kirche hat in dieser Zeit Hunderttausende Menschen allein gelassen." Bildrechte: imago images/Jacob Schröter

23:16 Uhr | Zahl der Corona-Toten in Italien unter 100 pro Tag

In Italien ist die Zahl der Corona-Toten zum ersten Mal seit dem 9. März um weniger als 100 gestiegen. Das Katastrophenschutzamt meldete heute 99 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19. Damit starben in Italien an den Folgen einer Coronavirus-Infektion insgesamt 32.007 Menschen.

Beim Anstieg der Infektionen vermeldete der Katastrophenschutz den niedrigsten Wert seit 2. März. Heute infizierten sich 451 Menschen mit dem neuen Coronavirus. Damit gibt es in dem Land 225.886 Fälle.

22:38 Uhr | Dänemark bietet Corona-Tests für alle Erwachsenen

In Dänemark können sich ab sofort auch Erwachsene ohne Symptome auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Gesundheitsminister Magnus Heunicke sagte, man habe die Infektionsrate auf ein sehr niedriges Niveau gesenkt. Es sei zwingend erforderlich, dass es keine versteckten Infektionsherde gebe. Bei den Tests werde nur auf eine aktuelle Infektion untersucht, nicht auf Antikörper. Dänemark registrierte in den letzten 24 Stunden mit 41 Fällen den geringsten Anstieg der Neuinfektionen seit zwei Monaten. Bislang konnten sich in Dänemark nur Patienten mit Symptomen und einer Bestätigung ihres Arztes testen lassen.

21:20 Uhr | Lieberknecht wirft Kirchen Versagen vor

Christine Lieberknecht, 2017
Lieberknecht: "Kirchenschließungen wären nicht nötig gewesen." Bildrechte: dpa

Thüringens frühere Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht hat den Kirchen in der Corona-Krise Versagen vorgeworfen. Die CDU-Politikerin sagte der Zeitung "Die Welt", die Kirche habe in dieser Zeit hunderttausende Menschen allein gelassen - Kranke, Einsame, Alte und Sterbende. Es seien 8.000 Menschen in Deutschland an Covid-19 gestorben, aber seit März auch 150.000 aus anderen Gründen. Nach Ansicht von Lieberknecht wäre es nach dem Infektionsschutzgesetz möglich gewesen, dass Geistliche auch in der Corona-Krise Sterbende begleiten. Auch die Kirchenschließungen wären nicht zwingend nötig gewesen. Lieberknecht war bis 1990 selbst Gemeindepfarrerin.

19:53 Uhr | Wie die Menschen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Corona-Lockerungen bewerten

19:27 Uhr | Flughafen Leipzig/Halle profitiert von erhöhtem Frachtaufkommen

Der Flughafen Leipzig-Halle zählt zu den Gewinnern der Corona-Krise. Wie die Flughafen AG mitteilte, hat sich das Frachtaufkommen im April deutlich erhöht. Insgesamt wurden 107.000 Tonnen umgeschlagen. Das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Das Wachstum ist vor allem auf die Post-Tochter DHL zurückzuführen, die in Leipzig/Halle ihr europäisches Drehkreuz betreibt. Hinzu kamen zusätzliche Charterflüge, etwa der russischen Aeroflot.

17:13 Uhr | Berlin und Paris wollen Corona-Fonds von 500 Milliarden Euro

Deutschland und Frankreich schlagen gemeinsam einen europäischen Fonds im Umfang von 500 Milliarden Euro zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise vor. Dies geht aus einer deutsch-französischen Erklärung hervor, über die Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Video-Konferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron informiert hat.

17:00 Uhr | Magdeburgs OB Trümper lehnt Scholz-Vorstoß zu Altschulden ab

Magdeburgs parteiloser Oberbürgermeister Lutz Trümper steht am 08.01.2016 nach seiner Jahresauftakt-Pressekonferenz vor dem Rathaus in Magdeburg (Sachsen-Anhalt).
Trümper: "Mit Zahlen beschäftigen, die die Corona-Krise betreffen." Bildrechte: dpa

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper lehnt die Pläne von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) zur Übernahme kommunaler Altschulden ab. Trümper sagte MDR AKTUELL, das sei ein altes Thema. Aktuell sollte man sich mit den Zahlen beschäftigen, die die Corona-Krise beträfen. Es sei keine gute Idee, das mit der Altschuldenregelung zu kombinieren. Der parteilose Kommunalpolitiker betonte, Hilfe für Kommunen sei angesichts der jetzigen Ausfälle zwingend notwendig. Finanzminister Scholz hatte Hilfen von Bund und Ländern in Höhe von 57 Milliarden Euro für die Kommunen vorgeschlagen. Die Pläne sehen eine akute Nothilfe wegen der Corona-Krise und einer Altschuldenhilfe für hoch verschuldete Städte und Gemeinden vor.

16:25 Uhr | Hygiene-Experte kritisiert Restaurant-Vorschriften

Der Hygiene-Experte Prof. Klaus-Dieter Zastrow hält die meisten Corona-Hygieneregeln der Bundesländer für unzureichend. Der Mediziner vom Hygiene-Institut Berlin sagte MDR AKTUELL, lediglich in Bayern sei die Schutz-Verordnung ausreichend. Hier würde explizit erwähnt, dass in Gaststätten auch das Küchenpersonal einen Mund-Nasen-Schutz tragen müsse. In den Verordnungen der anderen Länder sei das nur für das Service-Personal vorgeschrieben. Dabei seien die Mitarbeiter in Küchen besonders nah am Essen. Zastrow empfiehlt, sich bei einem Restaurantbesuch vor Ort genau über die Hygiene-Maßnahmen zu erkundigen. Zudem rate er vom Verzehr nicht gekochter Speisen wie Salaten ab.

16:17 Uhr | Thüringens Finanzministerin schließt Neuverschuldung nicht aus

Thüringens Finanzministerin Heike Taubert schließt wegen der Corona-Krise eine Neuverschuldung nicht mehr aus. Die SPD-Politikerin sagt MDR THÜRINGEN, die Rücklagen des Landes würden mit großer Wahrscheinlichkeit nicht reichen, um den Haushalt auszugleichen. Zunächst will Taubert aber dem Kabinett am Dienstag eine Haushaltssperre für das laufende Jahr vorschlagen. Von den Ergebnissen einer zusätzlichen Steuerschätzung im September hänge dann ab, ob die Neuverschuldung nötig sei. Für diesen Fall hält Taubert es auch für nötig, einen Nachtragshaushalt aufzulegen. Den hatte zuletzt die CDU-Landtagsfraktion immer wieder gefordert.

15:23 Uhr | Maas erwartet Aufhebung weltweiter Reisewarnung Mitte Juni

Deutschland wird die weltweite Reisewarnung für seine Bürger nach den Worten von Bundesaußenminister Heiko Maas Mitte Juni voraussichtlich aufheben. Er gehe davon aus, dass die Reisewarnung ab dem 15. Juni durch landesspezifische Reisehinweise ersetzt werden könne, sagte der SPD-Politiker am Montag nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus Bulgarien, Griechenland, Italien, Kroatien, Malta, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien und Zypern. Es sei aber noch zu früh zu sagen, in welchen Ländern am ehesten ein Sommerurlaub möglich sein werde. Ohnehin dürfe sich niemand der Illusion hingeben, dass es eine schnelle Rückkehr zu Reisen geben werde, wie es vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie üblich gewesen sei.

15:00 Uhr | UN-Generalsekretär kritisiert uneinheitliches Vorgehen gegen Corona

Antonio Guterres
Guterres:    "Verschiedene Länder haben verschiedene und manchmal widersprüchliche Strategien befolgt." Bildrechte: imago/ZUMA Press

UN-Generalsekretär António Guterres hat das uneinheitliche Vorgehen der Staatengemeinschaft in der Corona-Pandemie kritisiert. Guterres sagte zum Auftakt der Online-Jahrestagung der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Strategien einzelner Staaten seien sehr unterschiedlich und manchmal widersprüchlich gewesen. Viele Länder hätten die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation ignoriert. Namen nannte Guterres nicht. Chinas Staatschef Xi Jinping wies die Vertuschungsvorwürfe gegen sein Land zurück. China habe mit Offenheit und Transparenz auf die Pandemie reagiert und die internationale Gemeinschaft so früh wie möglich informiert. Inzwischen fordern mehr als 100 Staaten eine Untersuchung der Ursprünge des Coronavirus. US-Präsident Donald Trump hatte der WHO Einseitigkeit zugunsten Chinas vorgeworfen und die Zahlungen seines Landes an die Organisation eingestellt.

14:10 Uhr | Erste Messe seit Lockerung der Beschränkungen im Petersdom

Bei der ersten Messe im Petersdom in Rom nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen hat Papst Franziskus seines Vorgängers Johannes Paul II. gedacht. Dieser wäre am Montag 100 Jahre alt geworden.

13:55 Uhr | Thüringen: Bußgeld bei Nichteinhaltung des Mindestabstands

Bei der Abstandsregel in der neuen Thüringer Corona-Verordnung gibt es keinen Interpretationsspielraum: Wie eine Ministeriumssprecherin MDR THÜRINGEN sagte, wird der Mindestabstand von anderthalb Metern zu anderen Menschen auch in der neuen Verordnung nicht nur empfohlen, sondern sei verpflichtend.

Für die "Nichteinhaltung des Mindestabstands" sieht der aktuell gültige Corona-Bußgeldkatalog in Thüringen einen Regelsatz von 100 Euro pro Person vor. Wer in Geschäfte und im öffentlichen Nahverkehr keinen Mund-Nasen-Schutz trägt, kann mit 50 Euro belangt werden.

13:40 Uhr | Regierung warnt vor Corona-Falschmeldungen

Die Bundesregierung hat vor Falschinformationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gewarnt. So sei in Deutschland zum Beispiel keine Impfpflicht gegen das Coronavirus geplant, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer bei der Bundespressekonferenz in Berlin. Die Bürger müssten genau hinsehen und sollten vor allem verlässliche Quellen nutzen. Falsche Informationen könnten Leben kosten.

13:15 Uhr | Corona-Kabinett: Beratungen über Lohnfortzahlungen und Corona-Ausbrüche in Schlachthöfen am Mittwoch

Das Corona-Kabinett der Bundesregierung hat die Beratungen über Konsequenzen aus den Coronavirus-Ausbrüchen in Schlachthöfen auf Mittwoch verschoben. Im Mittelpunkt der Diskussion steht der Umgang mit saisonalen Arbeitskräften aus dem Ausland. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen seit vielen Jahren in der Kritik. Arbeitsminister Hubertus Heil wollte eigentlich am Montagmittag Vorschläge für strengere Arbeitsschutzmaßnahmen in der fleischverarbeitenden Industrie vorlegen.

Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Bundesvorsitzende und Verteidigungsministerin
CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer Bildrechte: dpa

Auch über die Lohnfortzahlungen für Eltern, deren Kinder in der Krise nicht ausreichend betreut werden, soll am Mittwoch beraten werden. "Eltern dürfen keine Lohneinbußen befürchten müssen", sagte Heil am Montag. Auch die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer hat sich dafür ausgesprochen, Eltern, die ihre Kinder weiterhin zu Hause betreuen müssen, auch künftig eine Lohnfortzahlung zu gewähren. Diese Hilfe solle bis zum Ende des Jahres fortgesetzt und die Bezugsdauer von sechs auf zehn Wochen erhöht werden, sagte Kramp-Karrenbauer.

12:35 Uhr | Corona-Fall beim Chemnitzer FC

Ein leeres Fussballstadion. 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Ein Spieler des Fußball-Drittligisten Chemnitzer FC ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Club bestätigte heute entsprechende MDR-Informationen. Demnach wurde das Virus bei dem Profi bei der zweiten Testreihe am Samstag nachgewiesen. Bei der ersten Testreihe am Donnerstag waren noch alle Spieler negativ gewesen. Der betreffende Spieler sei umgehend in eine 14-tägige häusliche Quarantäne gegangen, sagte ein Vereinssprecher. Um wen es sich handelt, gab der Verein nicht bekannt. Zudem müssen zwei weitere Spieler in Quarantäne, die zwar negativ getestet worden waren, aber in Kontakt zu dem betroffenen Kollegen standen. Alle drei Männer sind symptomfrei.

12:30 Uhr | Nordseeinseln: Betretungsverbot für Tagestouristen

Tagestouristen dürfen an Christi Himmelfahrt, am kommenden Wochenende sowie an Pfingsten nicht die schleswig-holsteinischen Nordseeinseln und die meisten Halligen besuchen. Ein entsprechendes Betretungsverbot, das der Landrat von Nordfriesland, Florian Lorenzen, erlassen hat, gilt auch für St. Peter-Ording.

Einreisesperren für Touristen nach Schleswig-Holstein gibt es seit heute nicht mehr. Seit dem Morgen dürfen Hotels und Pensionen wieder Gäste empfangen. Ferienwohnungen dürfen vermietet und Campingplätze genutzt werden. Auch der Fährbetrieb zu den Inseln wie Sylt, Föhr und Amrum lief wieder an.

11:20 Uhr | Suche nach dem Ursprung der Pandemie

Mehr als 100 Länder unterstützen die Forderung Australiens, den Ursprung der Corona-Pandemie untersuchen zu lassen. Der Antrag soll auf der heute beginnenden Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gestellt werden. Zu den Unterstützern zählt die gesamte EU. China verweigert bislang eine unabhängige Untersuchung. Das neuartige Coronavirus wurde erstmals in der chinesische Stadt Wuhan nachgewiesen. Noch unklar ist aber, wie und wo es auf den Menschen übergesprungen war.

11:10 Uhr | Kein Übertragungsrisiko durch Mücken

Können Mücken das Coronavirus übertragen? Das wollte MDR-AKTUELL-Hörerin Peggy Böhme aus der Gemeinde Muldestausee wissen. Die WHO gibt Entwarnung: "Bisher gibt es weder Informationen noch Beweise dafür, die nahelegen würden, dass das neuartige Coronavirus über Mückenstiche übertragen werden kann." Das Virus verbreite sich hauptsächlich über Tröpfchen. Details erfahren Sie im Artikel:

10:40 Uhr | Tödlicher Absturz bei Corona-Flugshow

Beim Absturz eines Jets der kanadischen Kunstflugstaffel "Snowbirds" in Kamloops östlich von Vancouver ist am Sonntag eine Pilotin ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich unmittelbar nach dem Start der Staffel vom Militärflughafen. Die Maschinen waren zu Ehren der Helfer im Kampf gegen die Corona-Pandemie gestartet. Nach Augenzeugenberichten stieß das Flugzeug plötzlich zwei Rauchwolken aus, ehe es senkrecht zu Boden stürzte. Den kanadischen Behörden zufolge konnte sich ein Insasse mit dem Rettungsfallschirm in Sicherheit bringen.

10:25 Uhr | Merkel und Macron beraten über Wiederbelebung der europäischen Wirtschaft

Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron planen eine deutsch-französische Initiative für die wirtschaftliche Erholung Europas. Wie das Bundespresseamt am Montag mitteilte, wollen Merkel und Macron am Nachmittag in einer Videoschalte über die Initiative beraten. Ihren Plan zur Belebung der Wirtschaft in Europa, die schwer unter der Corona-Krise leidet, wollen sie am späteren Nachmittag vorstellen.

09:00 Uhr | Gastronomie in Sachsen-Anhalt darf wieder öffnen

Nach Sachsen und Thüringen dürfen auch in Sachsen-Anhalt seit Montag wieder Restaurants öffnen. Der Branchenverband Dehoga erwartet, dass rund 30 Prozent der Lokale wieder aufmachen. Momentan sind dazu noch eine Sondergenehmigung des Landkreises oder der Stadt sowie Hygiene- und Sicherheitskonzepte nötig. Nach Himmelfahrt dürfen die Wirte dann auch ohne Sonderantrag öffnen. In Sachsen und Thüringen dürfen Restaurants bereits seit Freitag Gäste empfangen – ebenfalls unter Einhaltung von Abstands- und Hygiene-Regeln.

08:30 Uhr | Regeln für Fitnessstudios und Freibäder

Seit Montag dürfen Tanzschulen, Fitness- und Sportstätten in Sachsen unter Einhaltung strenger Hyhieneregeln wieder öffnen. In Thüringen ist das erst ab Juni wieder erlaubt, Sachsen-Anhalt hat noch keinen Termin bekanntgegeben.

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat für den Freistaat einen Regelkatalog aufgestellt: Demnach müssen Betreiber von Fitness- und Sportstätten Möglichkeiten zur Desinfektion nach Betreten der Einrichtung zur Verfügung stellen. In Umkleide- und Sanitärbereichen muss der Mindestabstand zwischen allen Sportlern eingehalten werden. Trainingsgeräte müssen nach der Benutzung gereinigt werden.

Auch Freibäder und Badeseen in Sachsen dürfen wieder öffnen. Thüringen geht diesen Schritt zum 1. Juni. In Sachsen-Anhalt gibt es noch keinen Termin.

07:50 Uhr | Kretschmer verteidigt Auftritt ohne Mund-Nasen-Bedeckung

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat seine Begegnung ohne Mundschutz mit Demonstrierenden in Dresden verteidigt. Der CDU-Politiker sagte dem MDR, er habe bewusst das Gespräch mit Menschen gesucht, die die Mund-Nase-Maske explizit ablehnten. Da müsse man sich entscheiden. Wer das kritisch sehe, habe dazu das Recht. Er habe versucht, den Mindestabstand einzuhalten. Ein von Kretschmer selbst veröffentlichtes Video hatte gezeigt, dass ihm das nicht gelungen war. Wegen der Verstöße gegen die Corona-Auflagen erstattete ein Bürger der Polizei zufolge Strafanzeige gegen den Regierungschef.

07:15 Uhr | 92 Schlachthof-Mitarbeiter in Niedersachsen infiziert

Wegen zahlreicher Coronavirus-Infektionen in der Belegschaft setzt ein fleischverarbeitender Betrieb im niedersächsischen Dissen die Produktion aus. Wie der Landkreis Osnabrück am Sonntag mitteilte, sind 92 Mitarbeiter des Betriebs positiv getestet worden. Sie und deren Kontaktpersonen würden in Quarantäne geschickt. Viele Infizierte wohnten in Sammelunterkünften. Die Ermittlung der Kontaktpersonen dauere noch an.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will am Mittwoch bei einer Beratung des Corona-Kabinetts ein Konzept für bessere Arbeitsbedingungen in Schlachtbetrieben vorstellen. Die Fleischindustrie steht wegen prekärer Arbeits- und Unterkunftsbedingungen bereits seit vielen Jahren in der Kritik. Covid-19 war in mehreren deutschen Schlachthöfen ausgebrochen, etwa in den nordrhein-westfälischen Städten Coesfeld.

06:45 Uhr | Sachsen-Anhalt übernimmt Stornokosten für ausgefallene Klassenfahrten

Seit Mitte März sind Klassenfahrten in Sachsen-Anhalt wegen der Corona-Pandemie verboten. Viele bereits gebuchte Fahrten mussten abgesagt werden, die Stornokosten sind enorm. Etwa 4.700 Klassenfahrten fielen aus. Das Bildungsministerium rechnet nun mit knapp sechs Millionen Euro Stornierungskosten, die das Land übernimmt.

Das Bildungsministerium geht nicht davon aus, dass im kommenden Schuljahr sofort wieder Klassenfahrten möglich sind. Wenn trotzdem Fahrten gebucht würden, müssten sie kostenfrei stornierbar sein, so ein Sprecher des Ministeriums.

06:30 Uhr | Kitas in Sachsen und Thüringen öffnen wieder

Nach rund achtwöchiger Corona-Zwangspause können die Kitas in Sachsen und Thüringen ab heute wieder regulär öffnen. Dabei gelten aber strenge Hygiene- und Abstandsregeln. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft in Sachsen kritisierte die Öffnung als überstürzt. Ein Sprecher sagte MDR AKTUELL, eine Vollzeit-Betreuung sei wegen des hohen Krankenstands unter den Erzieherinnen illusorisch.

Zudem ergibt sich für viele Eltern ein neues Problem: Weil die meisten Einrichtungen nur eingeschränkt zur Verfügung stehen, also später öffnen und früher schließen, können ihrer Kinder nicht während ihrer Arbeitszeit betreut werden.

Der Thüringer Gemeinde- und Städtebund erklärte, die Kreise und Kommunen hätten zu wenig Zeit gehabt, um das Hygiene-Konzept der Landesregierung umzusetzen. Der Chef des sächsischen Städte- und Gemeindetags, Mischa Woitschek, forderte regelmäßige Corona-Tests für die Beschäftigten. In Sachsen-Anhalt soll der Normalbetrieb in den Kitas erst nach Pfingsten wieder starten.

06:00 Uhr | Außenminister Maas will ab Mitte Juni keine weltweite Reisewarnung mehr

Die Bundesregierung geht davon aus, dass im Sommer in weiten Teilen Europas Urlaub möglich sein wird. Bundesaußenminister Heiko Maas sagte in der ARD, bei der Bekämpfung des Coronavirus gebe es in vielen Ländern positive Entwicklungen. Nach dem 15. Juni sollten eigentlich keine weltweiten Reise-Warnungen mehr nötig sein. Die Regierung wolle das durch Reisehinweise ersetzen. Der Außenminister will heute bei einer Video-Konferenz mit Kollegen aus beliebten Urlaubsländern über Lockerungen für Touristen beraten.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Mai 2020 | 06:00 Uhr