Coronavirus-Ticker 27. Mai: Merkel stellt Corona-Krise ins Zentrum des EU-Vorsitzes

Kanzlerin Merkel hat angekündigt, die Corona-Krise zum Schwerpunkt der EU-Ratspräsidentschaft zu machebn. Zudem kritisierte sie erneut Thüringens Ministerpräsidenten Ramelow. Zu Auswirkungen der Kita-Betreuung auf das Infektionsgeschehen soll umfangreich geforscht werden. Die EU-Kommission will einen 750-Miliarden-Fonds für die Bewältigung der Krise.

Angela Merkel
Bleibt bei ihrer Kritik an Ramelow: Kanzlerin Angela Merkel Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie in unserem Ticker am Donnerstag.

23:20 Uhr | Fünf Tote bei Brand auf Corona-Isolierstation in Bangladesch

Bei einem Brand auf einer Isolation für Corona-Infizierte in Bangladesch sind fünf Menschen ums Leben gekommen. Nach Feuerwehrangaben brach das Feuer in einem Krankenhaus in einem schicken Viertel der Hauptstadt Dhaka aus, nachdem eine Klimaanlage explodiert war. Die Flammen hätten sich angefacht durch die in der Station gelagerten Desinfektionsmittel rasend schnell ausgebreitet, sagte ein Polizeisprecher. Bei den Todesopfern handele es sich um drei an Covid-19 erkrankte Patienten und zwei nicht mit dem Coronavirus Infizierte. Ein Arzt sagte, glücklicherweise habe das Feuer nicht von der in einem Nebengebäude untergebrachten Isolierstation auf das Hauptgebäude übergegriffen. Anderenfalls hätte es eine Katastrophe gegeben.

22:21 Uhr | Gesundheitsämter im Krisenmodus

Seit Wochen arbeiten die Gesundheitsämter im Krisenmodus. In Thüringen will Ministerpräsident Bodo Ramelow in den Regelmodus wechseln. MDR AKTUELL fragt dazu im Gesundheitsamt des Saale-Orla-Kreises nach und spricht mit Gesundheitsministerin Heike Werner.

21:18 Uhr | Frankreichs Parlament billigt Corona-App

In Frankreich hat das Parlament grünes Licht für die App "StopCovid" gegeben. In der Nationalversammlung stimmten 338 Abgeordnete dafür, 215 dagegen, 21 enthielten sich. Der Staatssekretär für Digitales, Cedric O, erklärte, die App könne möglicherweise schon ab dem kommendem Wochenende zur Verfügung stehen. Sie soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind. Nutzer sollen gewarnt werden, falls sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufhielten. Gegen die App hatte es immer wieder datenschutzrechtliche Bedenken gegeben – auch aus dem Lager von Präsident Emmanuel Macron.

20:24 Uhr | Moskau lockert Corona-Beschränkungen

Nach zwei Monaten strenger Ausgangssperren verkündet Moskau erstmals größere Lockerungen der Corona-Beschränkungen. Bürgermeister Sergej Sobjanin teilte mit, dass ab dem 1. Juni Geschäfte und Parkanlagen wieder öffnen. Jeder Bürger dürfe in den Morgenstunden zwischen 05 Uhr und 09 Uhr Sport an der frischen Luft treiben und dreimal pro Woche spazieren gehen. Dabei sei aber eine Schutzmaske vorgeschrieben.

Quarantäne in Moskau
Moskau in Quarantäne Bildrechte: imago images/ITAR-TASS

Zugleich verlängerte Sobjanin das sogenannte Regime der "Selbstisolation" bis zum 14. Juni. Damit ist etwa die Nutzung von Verkehrsmitteln nur für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt und nur mit einem elektronischen Passierschein erlaubt. 

Präsident Wladimir Putin begrüßte die Lockerungen und sagte, dass sich die Lage um die Coronavirus-Pandemie in Russland insgesamt stabilisiert habe. Die Behörden weisen darauf hin, dass es täglich mehr Genesene als neue Kranke gebe.

18:39 Uhr | Gericht: Bußgeld-Katalog muss präzisiert werden

Zumindest in Berlin muss der Bußgeld-Katalog für Verstöße gegen Corona-Bestimmungen überarbeitet werden. Das Verfassungsgericht Berlin urteilte, Bürger könnten nicht klar erkennen, welche Handlung oder Unterlassung bußgeldbewehrt sei. Dies könne gerade rechtstreue Bürger veranlassen, sich in ihren Grundrechten noch weiter zu beschränken, als es erforderlich wäre, um keine Ordnungswidrigkeit zu begehen.

18:24 Uhr | Deutschland stellt Corona-Krise ins Zentrum seines EU-Ratsvorsitzes

Deutschland wird die Bewältigung der Corona-Krise ins Zentrum seiner EU-Ratspräsidentschaft stellen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, das habe Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Videogespräch mit den Fraktionsvorsitzenden des EU-Parlaments deutlich gemacht. Weitere Themen seien der Klimaschutz, der digitale Wandel und Europas Rolle in der Welt. Deutschland übernimmt am 1. Juli erstmals seit 13 Jahren wieder den Vorsitz im Kreis der EU-Staaten. Ein halbes Jahr bestimmt es damit maßgeblich die Themen.

18:10 Uhr | Frankfurter Buchmesse soll stattfinden

Die Frankfurter Buchmesse soll trotz der Corona-Pandemie stattfinden. Das hat der Aufsichtsrat entschieden. Geplant ist, die Buchmesse im Oktober auf dem Messegelände, dezentral in der Stadt und virtuell stattfinden zu lassen. Buchmesse-Direktor Boos sagte, ein Gesundheits- und Hygienekonzept gewährleiste die Sicherheit von Besuchern, Ausstellern und Mitarbeitern. Im vergangenen Jahr waren mehr als 300.000 Menschen zur Buchmesse nach Frankfurt gekommen.

17:44 Uhr | Spanien erinnert an Tote in Corona-Pandemie

Mit einer Schweigeminute hat in Spanien eine zehntägige Trauerfeier für die mehr als 27.000 Corona-Todesopfer im Land begonnen. An allen öffentlichen Gebäuden wurden die Fahnen auf Halbmast gesetzt. Unterdessen legen neue Berechnungen der Übersterblichkeitsrate nahe, dass es Tausende weitere Opfer gibt. So sind laut der Zeitung "El País" vom 1. März bis zum 12. Mai etwa 43.000 Menschen mehr gestorben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

17:25 Uhr | Viren-Ausbreitung in Flugzeugen und Zügen wird untersucht

Passagiere in einer Flugzeugkabine
Bildrechte: imago/Frank Sorge

Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt untersuchen die Ausbreitung von Viren in Flugzeugen und Zügen. Das Göttinger Zentrum teilte mit, man wolle klären, wie sich Viren in den Fahrgast-Kabinen verbreiteten und welchen Einfluss die Belüftung habe. Sowohl experimentell als auch mit Computer-Simulationen werde geprüft, wie weit sich ausgeatmete Partikel verteilten. Mit ersten Ergebnissen sei in den kommenden Wochen zu rechnen. Die Forscher schränkten zugleich ein, zur Infektiosität der Partikel könne man damit keine keine Aussage treffen.

17:18 Uhr | Kekulé rät bei Fernbussen zu FFP-Maske

Der Virologe Alexander Kekulé rät Reisewilligen, bei der Fahrt mit einem Fernbus eine professionelle Schutzmaske vom Typ FFP zu tragen.

16:30 Uhr | Kabinett beschließt Gesetzentwurf für Gutscheinlösung

Die Bundesregierung hat die freiwillige Gutscheinlösung für coronabedingt abgesagte Pauschalreisen auf den Weg gebracht. Vize-Regierungssprecherin Ulrike Demmer teilte mit, das Bundeskabinett habe  einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen.

Ein Koffer steht auf dem Boden, daran ein Transparent.
Durch die Corona-Pandemie schwer in die Krise geraten: Reiseanbieter und Reisebüros Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk

Danach dürfen Reiseanbieter und Reisebüros ihren Kunden für vor dem 8. März gebuchte Reisen anstelle einer Erstattung auch Gutscheine  anbieten. Die Kunden dürfen dann selbst entscheiden, ob sie den Gutschein annehmen. Wer ablehnt, behält seinen Kostenerstattungs-Anspruch. Gutscheine, die bis Ende 2021 nicht eingelöst werden, müssen unverzüglich ausgezahlt werden. Um die Gutscheine hatte es heftige Diskussionen gegeben, Verbraucherschützer und die EU-Kommission hatten eine zuvor diskutierte ausschließliche Gutscheinlösung abgelehnt.

16:10 Uhr | Kaum neue Corona-Fälle in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind erneut nur wenige neue Corona-Infektionen festgestellt worden. Laut Sozialministerium wurden von Dienstag auf Mittwoch drei neue Infektionen gemeldet worden. Damit sind nun 1.702 Fälle bekannt. Rund 80 Menschen sind aktuell noch erkrankt. Die Zahl der infizierten Verstorbenen bleibt bei 55.

16:05 Uhr | Nur wenige Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen steigt die Zahl der Coronavirus-Infektionen weiterhin nur langsam an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den vergangenen 24 Stunden zwölf Neuinfektionen registriert,. Damit erhöhte sich die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Personen auf 5.248. Insgesamt 207 Infizierte sind gestorben. 4.770 Erkrankte gelten als genesen.

16:03 Uhr | Zahl der Neuinfektionen in Thüringen leicht gestiegen

In Thüringen ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen wieder leicht gestiegen, bleibt aber auf einem niedrigen Niveau. Wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte, wurden innerhalb vobn 24 Stunden 29 neue Fälle verzeichnet. Am Dienstag waren zehn gemeldet worden. Insgesamt haben sich in Thüringen 2.910 Menschen mit dem Virus Sars-CoV-2 angesteckt.157 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.  2.520 Infizierte gelten inzwischen als genesen.

15:40 Uhr | Merkel bleibt bei Kritik an Ramelow

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat noch einmal den Vorstoß des thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow für eine weitgehende Lockerung der Kontaktbeschränkungen kritisiert. Nach Beratungen mit den ostdeutschen Regierungschefs sagte Merkel auf einer Pressekonferenz: "Die Botschaften waren schon etwas zweideutig". Merkel erklärte: "Ich finde, dass der Mindestabstand eine Verpflichtung ist." Sie habe auch eine "modifizierte Sicht" auf die Frage, ob es die Politik etwas angehe, was in privaten Wohnungen passiere. Wenn dort Partys gefeiert würden auf engstem Raum bei geschlossenen Fenstern, "dann ist die Gefahr vielleicht größer".

Merkel betonte, Deutschland stehe immer noch am Anfang der Pandemie, da es weiter weder einen Impfstoff noch ein Medikament zur Behandlung gebe. "Aber wir haben eine bessere Kontrolle gewonnen, und das haben wir den Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken." Es gelte aber weiterhin, "sehr sorgsam und sehr achtsam" zu sein.

15:36 Uhr | Lufthansa stimmt Rettungspaket vorerst nicht zu

Der Aufsichtsrat der Lufthansa hat dem staatlichen Rettungspaket zunächst nicht zugestimmt.

Lufthansa-Maschinen stehen in Reihe auf dem Rollfeld
Das Rettungspaket für die Lufthansa ist vorerst auf Eis gelegt Bildrechte: imago images/Carmele/tmc-fotografie.de

Als Grund nannte der Konzern mögliche Auflagen der EU-Kommission. Medienberichten zufolge will Brüssel die Abgabe von Start- und Landerechten der Airline an den Flughäfen Frankfurt und München fordern. Lufthansa erklärte, das hätte wirtschaftliche Auswirkungen auf das Unternehmen und müsse "intensiv geprüft werden". Die Lufthansa und die Bundesregierung hatten sich am Montag auf ein neun Milliarden Euro umfassendes Stützungsprogramm geeinigt.

15:11 Uhr | Sachsen-Anhalt stockt Bonus für Pflegekräfte auf

Sachsen-Anhalt stockt den geplanten Corona-Pflegebonus des Bundes für Altenpflegekräfte mit bis zu 500 Euro je Mitarbeiter auf. Wie Gesundheitsministerin Grimm-Benne erklärte, können damit fast 40.000 Beschäftigte in der stationären und ambulanten Altenpflege je nach Einsatzbereich und Arbeitszeit eine Einmalzahlung von bis zu 1.500 Euro erhalten. Das Land veranschlagt dazu 16 bis 17 Millionen Euro. Grimm-Benne betonte, in der Altenpflege werde Tag und Nacht ein wertvoller Dienst geleistet, das gelte insbesondere auch unter den speziellen Bedingungen der Corona-Einschränkungen.

14:58 Uhr | Kretschmer lädt zu Rundem Tisch

Ministerpräsident Michael Kretschmer im Gespräch mit Mitarbeitern von Reiseunternehmen.
Will über Corona-Maßnahmen reden: Michael Kretschmer Bildrechte: Tino Plunert

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer lädt für Donnerstagabend zu einem Runden Tisch zu den Schutzmaßnahmen in der Corona-Krise ein. Die Staatskanzlei teilte mit, die Landesregierung wolle mit Wissenschaftlern und mit Kritikern ins Gespräch kommen. Vonseiten der Regierung nehmen neben Kretschmer auch Sozialministerin Petra Köpping und Justizministerin Katja Meier teil. Zugesagt hätten zudem Vertreter aus Medizin, Pflege und Verwaltung sowie aus Wirtschaft und Kultur. Eingeladen sind auch Bürgerinnen und Bürger. Das  Gespräch wird von dem SPD-Landtagsabgeordneten Frank Richter moderiert und ab 18 Uhr via Livestream im Internet übertragen.

14:50 Uhr | Sachsen stattet Schulen mit Computertechnik aus

Sachsen stattet seine Schulen in den kommenden Monaten mit mehreren tausend Laptops, Notebooks und Tablets aus. Wie das Kultusministerium am Mittwoch mitteilte, erhält der Freistaat dafür 25 Millionen Euro aus dem insgesamt 500 Millionen Euro umfassenden Sofortausstattungsprogramm des Bundes. Die Geräte sollen Schülern zur Verfügung gestellt werden, die nicht über solche verfügen.

14:45 Uhr | Dresdner Filmnächte finden statt

Die Filmnächte am Dresdner Elbufer können stattfinden. Der Veranstalter erklärte, das Gesundheitsamt habe das Hygienekonzept für das Sommerkino vom 25. Juni bis 23. August bestätigt. Allerdings werde die Anzahl der Sitzplätze erheblich reduziert - auf insgesamt 972. Die großen Konzerte sollen verschoben werden. Die Toten Hosen haben ihre komplette Tournee bereits abgesagt. Die Auftritte von Roland Kaiser, Silbermond, Mark Forster und den Broilers sollen ein Jahr später stattfinden.

14:39 Uhr | Giffey kündigt Kita-Register an

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat die Einrichtung eines bundesweiten Kita-Registers zum Corona-Infektionsgeschehen angekündigt. Giffey erklärte, die Kindertageseinrichtungen sollten wöchentlich melden, in welchem Ausmaß es dort zu Ansteckungen gekommen sei. Sollten sich in einer Kita die Fälle häufen, werde das Robert Koch-Institut mit einem mobilen Einsatzteam vor Ort Tests durchführen.

14:00 Uhr | Großer Hilfsfonds der EU in Arbeit

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat einen neuen Corona-Hilfsfonds mit 750 Milliarden Euro für wirtschaftliche Hilfen vorgestellt. Davon sollen 500 Milliarden Euro als nicht zurückzuzahlende Zuwendungen und 250 Milliarden Euro als Kredite fließen.

Die Krise, mit der wir jetzt umgehen müssen, ist gewaltig. Aber ebenso gewaltig ist die Chance
für Europa und unsere Verantwortung, in dieser Situation das Richtige zu tun.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen

Knapp 173 Milliarden Euro sind laut Kommission als Zuwendungen und Kredite für Italien vorgesehen. Spanien könnte bis zu 140 Milliarden bekommen. Für Frankreich wären es knapp 39 und für Deutschland bis zu 28,8 Milliarden, für beide Länder komplett als Zuwendungen.

Finanziert werden soll der Fonds durch Schulden. Tilgen will die EU sie von 2028 bis 2058 mit einer Reihe von EU-Steuern, etwa der Ausweitung des Emissionshandels auf die Luft- und Schifffahrt, eine Digitalsteuer oder eine CO2-Abgabe auf die Einfuhr von Gütern aus Drittstaaten mit niedrigen Umweltstandards. Sollte das nicht gelingen, müssten die Mitgliedsstaaten entsprechend ihres Beitragsanteils am EU-Haushalt haften, für Deutschland wären das 27 Prozent.

Neben dem EU-Parlament müssen vor allem die EU-Staaten zustimmen, und zwar einstimmig, weshalb noch lange Verhandlungen erwartet werden. Dass nicht nur Darlehen geplant sind, stößt bei einigen EU-Ländern auf Widerstand, vor allem in Österreich, in den Niederlanden, Schweden und Dänemark.

13:30 Uhr | Wenig Änderung bei den Neuninfektionen

Bei der Zahl der täglich neu bestätigten Coronavirus-Infektionen hat sich wenig geändert. Sie ist bundesweit mit weniger als 500 Fällen weiter niedrig gewesen. Die Reproduktionszahl (R-Wert) ging laut Robert Koch-Institut auf 0,7 zurück, was bedeutet, dass jeder Infizierte statistisch weniger als eine weitere Person angesteckt hat. Der Wert bildet das Infektionsgeschehen vor etwa eineinhalb Wochen ab. Dazu ermittelte das RKI nun einen Sieben-Tage-R-Wert von 0,78, der weniger schwankt und Infektionen vor acht bis 16 Tagen zeigt.

Institutionen wie "Risklayer" oder die Johns-Hopkins-Universität stützen sich auf die durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

13:07 Uhr | Weitere Kita-Studie in Düsseldorf

Auch Nordrhein-Westfalen unersucht Kindertagesstätten und die Rolle von Kindern beim Infektionsgeschehen. Ab 10. Juni sollen auf freiwilliger Basis bei 5.000 Erzieherinnen und Kita-Kindern in Düsseldorf jede Woche Speichelproben entnommen werden. Laut Familienministerium ist die Auswertung für Juli geplant. Die Leitung habe in Kooperation mit der Stadt Düsseldorf der Direktor des Instituts für Virologie der dortigen Universitätsklinik, Jörg Timm. Der sagte, bisher gebe es nur wenige gesicherte Erkenntnisse, wie Kinder zur Verbreitung des Coronavirus beitragen. Heutigen Meldungen zufolgen plant auch der Bund eine große Studie (siehe - 11:53 Uhr) und Sachsen eine länger angelegte in Schulen (siehe - 09:33 Uhr).

12:22 Uhr | Sachsen-Anhalt stockt Pflegebonus auf

In Sachsen-Anhalt können Altenpflege-Kräfte eine einmalige Prämie von bis zu 1.500 Euro bekommen. Der Finanzausschuss des Landtags billigte es heute, die Zahlung des Bundes um 500 Euro zu erhöhen.

12:11 Uhr | Gentiloni sieht "europäischen Durchbruch"

Die EU-Kommission schlägt einen Wiederaufbaufonds von 750 Milliarden Euro gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise vor. Das bestätigte der italienische EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni auf Twitter. Er sprach vom "europäischen Durchbruch", um eine Krise ohne Beispiel zu bewältigen. Die Details des Programms werden noch heute in Brüssel vorgestellt.

11:53 Uhr | Bund plant große Kita-Untersuchung

Die Bundesregierung will Kita-Öffnungen mit einer großen Studie überwachen. Umfragen, ein Melderegister und Tests sollen die Rolle der Kinder im Infektionsgeschehen untersuchen. Das gehe aus dem Design der Studie hervor, das der Zeitung "Die Welt" nach eigenen Angaben vorliegt. Vom Familien- und vom Gesundheitsministerium finanziert, solle sie und in Abstimmung mit den Bundesländern von Juni 2020 bis Dezember 2021 durchgeführt werden.

Sie solle klären, wie Kita-Betreuung mit Infektionen von Kindern und Erwachsenen einhergehe - per Befragung der Leitungen von 3.000 Kitas sowie von Eltern und Personal in 600 Einrichtungen. An ein Register sollen die Kitas jede Woche ihre Kapazität und Fälle von Infektionen melden.

Zudem sollen Erkrankungen von Kindern mit und ohne Betreuung, die Übertragung in Familien und auf Fachkräfte untersucht werden, ergänzt durch "anlassbezogene Testungen" aller Kinder, Fachkräfte, Geschwister und Eltern "bei aufgetretener Infektion" in Kitas.

11:20 Uhr | Osten will besondere Berücksichtigung

Die ostdeutschen Länder fordern vom Bund eine besondere Berücksichtigung beim geplanten Corona-Konjunkturpaket. Es müsse "Besonderheiten der Wirtschafts- und Sozialstruktur" der Länder im Osten gerecht werden, heißt es in einer Beschlussvorlage für die Videokonferenz der Ost-Regierungschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute Mittag. Der Bund solle dafür sorgen, dass große und einflussreiche Branchen, die meistens im Westen sitzen, "nicht überproportional hohe Finanzhilfen erhalten".

11:14 Uhr | EU: 750 Milliarden Euro für Wiederaufbau

Die EU-Kommission will laut dpa rund 750 Milliarden Euro für die wirtschaftliche Erholung von der Pandemie-Krise mobilisieren - 500 Milliarden als nicht rückzahlbare Zuwendungen und 250 Milliarden als Kredite. Das meldete die Deutsche Presse-Agentur jetzt unter Berufung auf "informierte Kreise in Brüssel". Dort soll das Programm noch heute von der EU-Kommission offiziell vorgestellt werden.

10:50 Uhr | Schwierige Gespräche für Polen

Polen erwartet schwierige Gespräche mit EU-Partnern über den geplanten Corona-Hilfsfonds ein. "Uns von dieser Unterstützung auszuschließen, ist für uns unbegreiflich", sagte Vize-Regierungschefin Jadwiga Emilewicz der Zeitung "Dziennik Gazeta Prawna". Wie stark die Pandemie ein Land getroffen habe, dürfe nicht einziges Kriterium für die Vergabe von Hilfen sein. Polen ist bislang per Saldo größter Nutznießer von EU-Mitteln und fürchtet nun aber, bei den neuen Hilfen zum Nettozahler zu werden.

10:16 Uhr | Etwa 20 Prozent glauben an Täuschung

Etwa jeder fünfte Wahlberechtigte in Deutschland glaubt einer repräsentativen Umfrage zufolge, dass Medien und Politiker die Gefahren durch das Coronavirus absichtlich übertreiben. Das geht aus einer Befragung von Infratest dimap für das Medienmagazin "Zapp" des NDR hervor. Unter AfD-Anhängern war die Quote demnach mit 54 Prozent deutlich höher, wie auch mit 31 Prozent unter Bürgern, die soziale Netzwerke "aktiv nutzen".

Liedermacher Gottfried Gunther Grimmer, rechts ein Demonstrant mit einem Schild 'Grundgesetz und Wann kommt die 47. Welle'
Demonstration gegen Pandmie-Schutzmaßnahmen in Erfurt - mit Liedermacher Bildrechte: imago images / Karina Hessland

Insgesamt genieße der öffentlich-rechtliche Rundfunk in der Berichterstattung großes Vertrauen. Rund 68 Prozent halten laut der Umfrage diese für glaubwürdig, gefolgt von den Printmedien mit 42 Prozent, dem privaten Rundfunk mit 23 und sozialen Medien mit sieben Prozent. Für die Umfrage wurden den Angaben zufolge vom 18. bis 22. Mai genau 1.012 Wahlberechtigte über 18 Jahren befragt. Die statistische Fehlertoleranz liege zwischen 1,4 bis 3,1 Prozent.

09:33 Uhr | Sachsen: Coronavirus-Studie an fünf Schulen

An fünf Schulen in Sachsen untersuchen Mediziner seit heute, wie sich das Coronavirus auf Kinder auswirkt. An der Studie sind Schulen in Leipzig, Dresden und Zwickau beteiligt. Laut Studienleiter Wieland Kiess vom Universitätsklinikum Leipzig laufen in Deutschland mehrere ähnliche Forschungen. Diese sei durch drei Untersuchungszeiträume aber anders. Man wolle wissen, was passiere, wenn im Sommer die Kinder in den Ferien seien, und was, wenn die Schule wieder laufe.

08:47 Uhr | Debatte um Bund-Länder-Kompetenzen

Nach der gestrigen Einigung zwischen Bund und Ländern, die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni zu verlängern, geht heute die Debatte um die ländereigene Pandemie-Politik weiter.

So wies der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU) im "Redaktionsnetzwerk Deutschland" die Überlegung von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zurück, Kompetenzen im Infektionsschutz auf den Bund zu verlagern. Der Föderalismus habe "in der Krise bewiesen, agiler zu sein als zentrale Strukturen", sagte Hans. Das Saarland und Bayern hätten durch schnelle Reaktionen Maßstäbe in der Pandemie gesetzt, als andere noch zögerten.

Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigte Verständnis für Länder-Alleingänge (siehe unten - 04:10 Uhr) und die darüber in den vergangenen Tagen verstärkt geführte Debatte.

08:41 Uhr | Neue Lockerungen in der Schweiz

Die Schweiz steht laut Bericht der "Neuen Zürcher Zeitung" vor weiteren Lockerung der Einschränkungen. Unter Verweis auf "gut informierte Quellen" hieß es, die Regierung beschließe wohl heute, wieder größere Gruppen zu erlauben. In Restaurants sollen die Vier-Personen-Regel gestrichen und das Versammlungsverbot gelockert werden. Private Veranstaltungen mit 300 Gästen könnten wieder möglich werden und bis zu 1.000 Zuschauer beim Fußball.

08:00 Uhr | Die neuesten Entwicklungen in den Ländern

Auch im Morgenticker aus Magdeburg geht es heute um eine Corona-Ampel, ein Frühwarnsystem wie das in Berlin (siehe unten) für Sachsen-Anhalt. Auch die Kollegen aus Sachsen und Thüringen halten uns wie gewohnt zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden:

07:04 Uhr | Indien empfiehlt Hydroxychloroquin

Trotz Warnungen vor möglichen Risiken beim Einsatz von Hydroxychloroquin gegen die Coronavirus-Infektion wird das Mittel jetzt in Indien offiziell dafür empfohlen. Die oberste biomedizinische Forschungseinrichtung des Landes erklärte, indische Studien hätten ergeben, dass es "keine größeren Nebenwirkungen" habe und "vielleicht Nutzen". Die WHO hatte gemeldet, ihre klinischen Tests von Hydroxychloroquin seien vorerst gestoppt. Forscher der Harvard Medical School in Boston und des Universitätsspitals Zürich waren zu dem Ergebnis gekommen, dass das Malaria-Mittel keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten zeige. Vielmehr wiesen Daten auf ein erhöhtes Sterberisiko hin. Aus Indien kommen 70 Prozent der weltweiten Produktion von Hydroxychloroquin.

06:15 Uhr | Sachsen hält an Gesundheitszettel fest

Das sächsische Kultusministerium hält an den umstrittenen Gesundheitszetteln für Grundschüler und Kita-Kinder fest. Dabei müssen die Eltern täglich unterschreiben, dass ihr Kind und auch der Rest der Familie gesund seien. Eine Sprecherin des Ministeriums sagte MDR AKTUELL, die Zettel seien wichtig für die Einrichtungen. Die Bedenken des Landeselternrates zum Datenschutz wies sie zurück. Der Gesundheitszettel enthalte kaum persönliche Informationen und müsse auch nicht aufbewahrt werden. Das Verwaltungsgericht Leipzig hatte die Zettel als unangemessen und unnötig eingestuft. Gegen diesen Beschluss will das Ministerium nun Beschwerde einlegen.

06:05 Uhr | Flixbus wird keine Sitze sperren

Flixbus wird beim Neustart nach dem Corona-Lockdown auf einen zusätzlichen Sicherheitsabstand in den Bussen verzichten. Geschäftsführer Schwämmlein sagte MDR AKTUELL, Flixbus wolle keine Flächen sperren. Das sei nicht wirtschaftlich und mit den Behörden abgesprochen. Das Bundesgesundheitsministerium bestätigte auf Nachfrage, der 1,5-Meter-Abstand sei nur eine Empfehlung. Die Abstandsregel sei bei steigenden Fahrgastzahlen nur schwer einzuhalten. Deshalb setze man gemeinsam mit den Ländern und den Verkehrsverbänden auf eine Mundschutz-Pflicht.

05:15 Uhr | Millionen Hilfsanträge von Kleinunternehmen

Die Zahl der Selbstständigen und Kleinunternehmen, die staatliche Soforthilfen beantragt haben, ist auf zwei Millionen gestiegen. Das berichtete das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" unter Berufung auf eine Übersicht des Finanz- und des Wirtschaftsministeriums. Danach haben die eingereichten Anträge (2,04 Millionen) ein Volumen von 13,7 Milliarden Euro. Bisher seien 1,6 Millionen Anträge mit einem Volumen von 12,6 Milliarden Euro bewilligt.

05:00 Uhr | Leipziger Messe plant für Herbst

Nach der monatelangen Zwangspause plant die Leipziger Messe wieder erste Messen und Kongresse im Herbst. Dafür lägen jetzt differenzierte Hygiene- und Abstandskonzepte vor, sagte Messe-Chef Markus Geisenberger. Man hoffe nun auf grünes Licht vom Land.

04:10 Uhr | Spahn zeigt Verständnis für Länder-Alleingänge

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) zeigt Verständnis für Alleingänge der Bundesländer bei Lockerungen der Beschränkungen. Der "Augsburger Allgemeinen" sagte er, gemeinsames Ziel sei es, die Neuinfektionen "im Griff zu behalten, aber die unterschiedlichen Lagen erlauben dann natürlich auch eine unterschiedliche Herangehensweise". Nach der Ankündigung des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow, die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus so bald wie möglich aufheben zu wollen, hatte auch Baden-Württembergs Regierungschef Winfried Kretschmann die Entscheidungsgewalt für die Länder reklamiert.

03:20 Uhr | Corona-Hilfen für Studenten: Kritik an Karliczek

SPD und Grüne werfen Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor, Studenten in Not nicht wie versprochen schnell und unbürokratisch zu helfen. Auch Wochen nach der Einigung in der Koalition hätten sie keinen Zugang zu Unterstützung aus dem vereinbarten Nothilfefonds, sagte der bildungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Oliver Kaczmarek, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Der Grünen-Bildungspolitiker Kai Gehring sagte der Nachrichtenagentur AFP, Karliczek habe "versagt".

Anja Karliczek
Anja Karliczek: Kritik vom Koalitionspartner und der Opposition Bildrechte: dpa

Ende April hatte sie angekündigt, Studenten mit Notkrediten durch die Krise zu helfen. Auch hieß es, der Bund wolle den Nothilfefonds des Deutschen Studentenwerks mit 100 Millionen Euro aufstocken. Das Ministerium teilte dem Bericht zufolge mit, man werde in Kürze "schlanke Förderkriterien" veröffentlichen.

02:40 Uhr | Ungarn: Ende von Orbáns Vollmachten

Die ungarische Regierung hat die Aufhebung der umstrittenen Sondervollmachten eingeleitet, die sie während der Corona-Pandemie erhalten hatte. Einen Gesetzentwurf reichte Vize-Regierungschef Zsolt Semjen in der Nacht im Parlament ein. Damit sollen Notstand und Sondervollmachten am 20. Juni enden. Ministerpräsident Viktor Orbán hatte sich Ende März vom Parlament mit umfassenden Vollmachten ausstatten lassen, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Das war international und von der Opposition heftig kritisiert worden, weil das Gesetz keine Befristung vorsah.

01:35 Uhr | Familienunternehmen für Renten-Entlastung

Der Verband der Familienunternehmer hat eine Entlastung der Rentenversicherung in der Corona-Krise gefordert. Die "Rheinische Post" zitiert aus einem "Anti-Rezessions-Programm". Darin werde unter anderem verlangt, die Rente mit 63 abzuschaffen. Wegen fehlender Steuereinnahmen werde es dem Staat schwerer fallen, hohe Zuschüsse zur Rentenkasse zu erbringen. Der Renteneintritt solle an die Entwicklung der Lebenszeit angepasst werden. Neue Vorhaben wie die Grundrente müssten vorerst gestoppt werden.

01:10 Uhr | Ende von US-Einreisestopp aus Europa offen

US-Präsident Donald Trump lässt weiter offen, wie lange er das Einreiseverbot aus dem Schengen-Raum in die USA aufrechterhalten will. Auf eine entsprechende Nachfrage sagte Trump, seine Regierung werde bestimmte Ankündigungen mit Blick auf Länder in Europa zu gegebener Zeit machen. "Wenn sie Fortschritte machen, werden wir anfangen, es wieder zu öffnen." Trump hatte Mitte März wegen der schnellen Ausbreitung des Coronavirus in europäischen Staaten einen Einreisestopp für Ausländer aus Europa verhängt.

00:30 Uhr | Berlin stellt "Corona-Ampel" vor

Berlin und andere Metropolen aus der ganzen Welt haben sich gestern Abend über ihren Umgang mit der Coronavirus-Pandemie in einer Videokonferenz ausgetauscht.

Ein Schild weist zum Flughafen Berlin-Tegel
Berlin stellt Ampelsystem vor. Bildrechte: dpa

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) stellte den Kollegen etwa aus London, Moskau und Los Angeles dabei die sogenannte Corona-Ampel vor. Sie wertet Faktoren aus wie die Zahl neuer Infektionen und der freien Intensivbetten.

Springt bei zwei Werten die Ampel auf Rot, könnte wieder mehr zur Virus-Eindämmung getan werden. Wie Müller sagte, können die Metropolen in der Pandemie-Bekämpfung viel voneinander lernen.

00:05 Uhr | Kurz warnt EU vor Einseitigkeit

In der Debatte um den wirtschaftlichen Wiederaufbau der EU hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz vor Einseitigkeit gewarnt. Der Zeitung "Die Welt" sagte er, die EU-Kommission dürfe nicht zu stark Plänen von Deutschland und Frankreich nachgeben. Er erwarte, dass auch auf Vorstellungen der "sparsamen Vier" geachtet werde. Neben Österreich werden dazu auch Dänemark, Schweden und die Niederlande gezählt. Kurz sagte, es brauche Augenmaß. Man wolle Solidarität, sei aber auch den eigenen Steuerzahlern verpflichtet. Während Deutschland und Frankreich 500 Milliarden Euro in Form von Zuschüssen planen, plädieren die anderen Länder für Kredite.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 27. Mai 2020 | 00:00 Uhr