Covid-19 Coronavirus-Ticker: Tschechien lässt Gesundheitsmitarbeiter pendeln

Tschechien entschärft die Grenzschließung für Pendler in Gesundheitsberufen. Die USA melden 60.000 Infektionen. In Thüringen ist bereits der dritte Mensch nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Der Bundestag hat das milliardenschwere Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Trotz der Corona-Pandemie sollen die Abiturprüfungen in Deutschland wie geplant stattfinden. Die Entwicklungen im Live-Ticker:

Ein Polizeibeamter mit dem Atemschutzmaske kontrolliert ein Fahrzeug am tschechisch-deutschen Grenzübergang Vojtanov
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Unser Ticker am Mittwoch endet hiermit. Wir danken für Ihr Interesse. Aktuelle Informationen zur Pandemie finden Sie ab Donnerstagmorgen wieder auf der Seite von MDR AKTUELL.

22:55 Uhr | Orte in Sachsen-Anhalt abgeriegelt

Eine amtliche Gefahrenmitteilung informiert über die Sperrung der Ortslage Jessen und Schweinitz ab Donnerstag. Zur Verhinderung der Ausbreitung des Coronavirus im Landkreis Wittenberg hat der Landrat für die Ortsteile Jessen und Schweinitz der Stadt Jessen (Elster) folgende Maßnahmen angeordnet: Sämtliche Aus- und Zufahrten zu den Ortsteilen werden ab 26.03.2020, 07:00 Uhr gesperrt. Zugang ist nur noch für die Feuerwehr, den Rettungsdienst und die Polizei möglich.

22:35 Uhr | Frankreich kündigt Militäraktion im "Krieg" gegen Virus an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Militäraktion im Kampf gegen die Corona-Pandemie angekündigt. Die "Operation Widerstandskraft" werde der bereits existierenden französischen Militäraktion im Kampf gegen den Terrorismus nachempfunden, sagte der Staatschef am Mittwoch im besonders von der Pandemie betroffenem Elsass. Er hatte ein neu errichtetes Militärlazarett in der Nähe der Stadt Mülhausen besucht, das die überfüllten Krankenhäuser in der Region entlasten soll.

Das französische Außenministerium kündigte zudem an, alle im Irak stationierten Soldaten abzuziehen.

22:05 Uhr | Teile der Gemeinde Jessen abgeriegelt

Zur Eindämmung des Coronavirus werden die Stadt Jessen und der Jessener Ortsteil Schweinitz im Landkreis Wittenberg ab Donnerstag komplett abgeriegelt. Ab 7 Uhr dürfe niemand die beiden Orte verlassen, teilte der Sprecher des Landkreises mit. Ein Zutritt sei nur noch mit Schutzkleidung möglich. Die Schutzmaßnahme solle vorerst bis zum 10. April gelten. Betroffen sind etwa 8.000 Einwohner. Die Zahl der Corona-Fälle hatte dort zuletzt stark zugenommen.

22:00 Uhr | Britisches Parlament billigt Notstandsgesetz

Das britische Parlament hat ein Notstandsgesetz zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie verabschiedet. Die Abgeordneten im Unterhaus stimmten am Mittwoch für das Gesetz, das der Polizei, den Gesundheitsbehörden sowie dem Grenzschutz zusätzliche Vollmachten gibt, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Am Montagabend war in Großbritannien eine dreiwöchige Ausgangssperre in Kraft getreten. Bisher haben sich im Vereinigten Königreich etwa 8.000 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert.

21:40 Uhr | Rumänien will in Ballungsräumen auf Corona testen

In Rumänien soll die gesamte Bevölkerung der Hauptstadt Bukarest und anderer größerer Ballungsräume auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet werden. Das kündigte Gesundheitsminister Victor Costache an. Mobile Teams sollen dazu von Haus zu Haus gehen.

Vorbild sei dabei das Corona-Krisenmanagement in Südkorea, wo ebenfalls breit getestet worden sei, sagte der Minister weiter. Für die Aktion würden in Bukarest "mindestens zwei, maximal fünf Millionen" Test-Sets gebraucht.

21:15 Uhr | WHO warnt: Maßnahmen nicht zu früh beenden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat davor gewarnt, die strikten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. "Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. US-Präsident Donald Trump hatte in Erwägung gezogen, die Beschränkungen in den USA schon zu Ostern aufzuheben. Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Joe Biden nannte dieses Vorhaben "eine Katastrophe".

Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern aber ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros.

20:45 Uhr | USA melden mehr als 60.000 Corona-Fälle

Die Infektionszahlen in den USA steigen rasant: Die amerikanische Johns-Hopkins-Universität meldete bis Mittwochnachmittag (Ortszeit) mehr als 61.000 bestätigte Infektionsfälle und rund 850 Todesopfer. Damit stehen die USA in der Liste der Länder mit den meisten gemeldeten Infektionen inzwischen auf Platz drei hinter China und Italien. Das liegt vor allem daran, dass Tests in den USA zuletzt massiv ausgeweitet wurden, unter anderem in der besonders betroffenen Millionenmetropole New York und in dem gleichnamigen Bundesstaat.

20:35 Uhr | WTO: Wirtschaftsabschwung größer als 2008

Der wirtschaftliche Abschwung und die Arbeitslosigkeit infolge der Corona-Pandemie werden nach Einschätzung der Welthandelsorganisation (WTO) drastischer ausfallen als bei der internationalen Finanzkrise 2008. Konkrete Vorhersagen seien erst in einigen Wochen verfügbar, sagte WTO-Generalsekretär Roberto Azevedo. WTO-Experten rechneten bereits mit "einem sehr kräftigen Rückgang des Handels".

20:25 Uhr | Telefonanbieter wollen Ortsdaten liefern

Die Deutsche Telekom, Vodafone, Orange und fünf weitere europäische Mobilfunkanbieter sind bereit, der EU-Kommission anonymisierte Ortsdaten zur Verfügung zu stellen. So solle die Verbreitung des Coronavirus verfolgt, die Einhaltung einer Quarantäne und das Bewegungsprofil Infizierter kontrolliert werden, teilt die Lobbygruppe der Mobilfunkanbieter GSMA mit.

20:00 Uhr | Tschechien lässt Gesundheitsmitarbeiter pendeln

Jan Hamacek
Tschechiens Innenminister Jan Hamacek. Bildrechte: dpa

Tschechien lenkt bei der Frage der grenzüberschreitenden Berufspendler teilweise ein. Angehörige des Gesundheits- und Rettungswesens sowie der sozialen Dienste, die in Deutschland oder Österreich arbeiten, aber in Tschechien leben, dürfen die Grenze nun doch weiter täglich überschreiten. Das habe Innenminister Jan Hamacek auf Grundlage entsprechender Wünsche aus den beiden Nachbarstaaten entschieden, teilte seine Sprecherin am Mittwoch mit. Diesen Berufen komme eine Schlüsselaufgabe bei der Bekämpfung der Pandemie zu. Alle anderen Berufspendler müssen ab Donnerstag in den jeweiligen Nachbarländern in einem längeren - empfohlen wird ein dreiwöchiger - Zeitraum arbeiten. Nach ihrer Rückkehr nach Tschechien kommen sie in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne

19:45 Uhr | G7 bisher ohne gemeinsame Corona-Leitlinien

Die Außenminister der sieben führenden westlichen Industriestaaten (G7) haben in einer Videokonferenz zwar ihren Willen zur Zusammenarbeit im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie bekräftigt, sich bisher aber nicht auf gemeinsame Leitlinien einigen können. Die USA bestanden schon in den Vorgesprächen darauf, in einer möglichen Abschlusserklärung der G7 die chinesische Herkunft des Virus zu betonen. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erklärte, zentral seien eine "internationale Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Bereitstellung von Medikamenten und Impfstoffen", aber auch eine Unterstützung der "am schlechtesten gewappneten Länder der Welt".

19:30 Uhr | 400.000 Briten melden sich als freiwillige Helfer

Im Vereinigten Königreich haben sich binnen eines Tages rund 400.000 Freiwillige gemeldet, um in der Corona-Krise zu helfen. Das teilte Premierminister Boris Johnson mit. Die Helfer sollen den staatlichen Gesundheitsdienst NHS unterstützen und Essen sowie Medikamente ausliefern, Patienten zu Ärzten fahren und mit Isolierten telefonieren. Außerdem hätten sich rund 12.000 ehemalige Ärzte, Krankenschwestern und Pharmazeuten bereit erklärt, ihren Beruf vorübergehend wieder auszuüben.

18:45 Uhr | Wieder fast 700 Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der neuen Todesfälle im Zuge der Pandemie nur leicht gesunken. Wie die Zivilschutzbehörde des Landes mitteilte, starben binnen 24 Stunden 683 Patienten an der Lungenkrankheit Covid-19. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 7.503. Am Dienstag waren 743 neue Todesfälle gemeldet worden - nach 602 am Montag und 650 am Sonntag.

Italien ist das Land, das weltweit am stärksten von der Epidemie betroffen ist. Die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen stieg am Mittwoch um etwa 5.200 auf 69.176 bestätigte Fälle.

17:55 Uhr | Thailand schließt Grenzen - Zehntausende Touristen sitzen fest

Thailand schließt wegen der rasanten Ausbreitung der Pandemie die Grenzen. Es würden sowohl alle Übergänge an den Landesgrenzen als auch der Flug- und Schiffsverkehr ins Königreich gestoppt, hieß es in einer offiziellen Mitteilung. Nur noch thailändische Staatsbürger sowie Diplomaten dürften ins Land einreisen. Die Entscheidung bedeutet einen herben Schlag für den Tourismus-Sektor, der eine der Haupteinnahmequellen des Landes ist. Zehntausende Touristen sitzen derzeit fest.

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Regierung erhält mehr Befugnisse zur Eindämmung des Virus

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 03:39Uhr 01:13 min

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17:35 Uhr | Dritter Corona-Toter in Thüringen

Ein 57-jähriger Corona-Patient aus Neustadt am Rennsteig (Ilm-Kreis) ist am Mittwoch im Klinikum Suhl gestorben. Wie das Landratsamt des Ilm-Kreises mitteilte, war der Mann am Samstag ins Krankenhaus eingeliefert worden und musste beatmet werden. Zuvor waren in Thüringen bereits zwei Menschen, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde, gestorben. Es handelte sich um eine 82-jährige Frau aus dem Kreis Greiz und einen 83-Jährigen aus Jena. In ganz Thüringen waren laut den Landratsämtern und kreisfreien Städten zufolge bis zum Mittwochabend mehr als 470 Corona-Infektionen bekannt. Rund 70 Infizierte sind demnach wieder genesen.

17:30 Uhr | Halle (Saale) bekommt mobile Corona-Teststation

In Halle gibt es ab Freitag eine mobile Corona-Teststation. Dort können Menschen aus dem Auto heraus getestet werden. Die Station soll auf dem Parkplatz der Agentur für Arbeit in der Schopenhauer Straße eingerichtet werden. Medizinisches Fachpersonal sei an Werktagen zwischen 9 und 16 Uhr vor Ort. Jeder könne die Teststation in Anspruch nehmen, sagte Oberbürgermeister Bernd Wiegand am Mittwoch. Nötig seien lediglich die Krankenversicherungskarte oder Krankenversicherungnummer.

17:15 Uhr | Die Corona-Krise in Mitteldeutschland - um 21:45 Uhr im MDR Fernsehen

Über die Auswirkungen der Corona-Krise in Mitteldeutschland informieren wir Sie auch ausführlich im MDR Fernsehen um 21.45 Uhr sowie in unseren Podcasts.

17:00 Uhr | Zweiter Test bei Merkel auch negativ

Der zweite Test bei Bundeskanzlerin Angela Merkel auf das Coronavirus ist negativ ausgefallen. Das teilte ein Regierungssprecher in Berlin mit. Die Kanzlerin hatte sich nach dem Kontakt mit einem mittlerweile positiv auf das Virus getesteten Arzt in häusliche Quarantäne begeben.

16:50 Uhr | Hilfspaket beschlossen

Der Bundestag hat mit großer Mehrheit das milliardenschwere Hilfspaket gegen die Corona-Krise beschlossen. Neben der Regierungskoalition stimmte auch die Opposition dafür, lediglich die AfD enthielt sich. Das Hilfspaket soll Unternehmen und Beschäftigten zugute kommen, die durch die Corona-Krise in Schwierigkeiten geraten. Dazu gehört auch ein Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro, der komplett über neue Schulden finanziert werden soll. Auch dafür gab es im Bundestag eine deutliche Mehrheit.

16:40 Uhr | Bundestag stimmt für Aussetzen der Schuldenbremse

Der Bundestag hat am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit einer Aussetzung der Schuldenbremse zugestimmt. Damit ermöglichte das Parlament der Bundesregierung, neue Schulden zur Bewältigung der Corona-Krise aufzunehmen. Für die Vorlage stimmten 469 Abgeordnete, nur drei dagegen. 55 Abgeordnete enthielten sich.

16:25 Uhr | Kekulé schlägt Mundschutz für alle vor

Der Virologe Alexander Kekulé hat im Kampf gegen das Corona-Virus Mundschutz für alle Menschen vorgeschlagen. Kekulé sagte MDR AKTUELL, neue Daten aus Hongkong zeigten, dass einfache OP-Masken nicht nur andere schützten, sondern auch die Träger selbst. Er revidierte damit seine bisherigen Aussagen, wonach Masken für die Allgemeinheit nicht sinnvoll seien. Das Tragen von Mundschutz gehört zu einer Strategie, die Kekulé "Smart Distancing" nennt. Diese könne in zwei bis drei Wochen greifen, um einen Teil des öffentlichen Lebens wieder hochzufahren. Alte und Menschen mit Vorerkrankungen müssten dann aber weiter geschützt werden, so Kekulé.

15:45 Uhr | Auch Polen schließt Grenzen für Pendler

Nach Tschechien verschärft nun auch Polen aufgrund der Corona-Pandemie seine Regelungen an der Grenze. Demnach dürfen Berufspendler ab Samstag, 0 Uhr, nicht mehr aus- und einreisen. Polen, die in Deutschland arbeiten, müssen nach ihrer Rückkehr 14 Tage lang in Quarantäne.

In Sachsen arbeiten rund 270 polnische sowie 400 tschechische Ärzte. Wie viele davon täglich zur Arbeit pendeln sei nicht bekannt, teilte die Sächsische Landesärztekammer mit. Erik Bodendieck, der Präsident der Ärztekammer, befürchtet vor allem im grenznahen Raum Personalprobleme in deutschen Krankenhäusern.

15:35 Uhr | UNO: Covid-19 bedroht die "gesamte Menschheit"

Die Coronavirus-Pandemie ist nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres eine "Bedrohung für die gesamte Menschheit". Guterres startete deshalb am Mittwoch einen weltweiten UN-Nothilfe-Aufruf zur Bekämpfung des Virus in den ärmsten Ländern der Welt.

Die UN bräuchten bis zum Jahresende mehr als zwei Milliarden US-Dollar (etwa 1,8 Milliarden Euro) zur Eindämmung der Lungenkrankheit in 51 Ländern in Südamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien, sagte er. Mit dem Geld wollten die UN die Ausstattung für Labore zur Diagnose des Virus sowie medizinische Hilfsgüter bereitstellen und Anlagen zum Händewaschen in Flüchtlingscamps und Siedlungen installieren.

15:30 Uhr | Seife und Reis besonders begehrt

Das Statistische Bundesamt hat im Zuge der Corona-Krise bei den Deutschen ein geändertes Konsumverhalten verzeichnet. So seien in der vergangenen Woche vor allem Seife mit einem Plus von 337 Prozent, Toilettenpapier (plus 211 Prozent), Reis (plus 208 Prozent) und passierte Tomaten (plus 171 Prozent) über die Ladentheken gegangen. Der Absatz von Zucker, Mehl und Teigwaren habe sich im Vergleich zum Mittel der sechs Monate von August bis Januar etwa verdoppelt. Der Absatz von Desinfektionsmittel ging hingegen wieder etwas zurück.

15:10 Uhr | Bundestag beschließt Haushalt zur Finanzierung der Corona-Hilfspakete

Der Bundestag hat am Mittwoch einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Hilfspakete in der Corona-Krise beschlossen. Darin sind Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro vorgesehen. Dafür stimmten jeweils die Koalitionsfraktionen Union und SPD sowie FDP, Linke und Grüne. Die AfD enthielt sich. Der Bundesrat muss den Plänen am Freitag noch zustimmen.

15:05 Uhr | Putin verschiebt Referendum über Verfassungsreform

Wegen der Corona-Pandemie hat Russlands Präsident Wladimir Putin das Referendum über eine geplante Verfassungsreform verschoben. Diese sollte ihm den Weg zu weiteren Amtszeiten ebnen. In einer Fernsehansprache mahnte er die Menschen, sie sollten jetzt "besser zu Hause bleiben". Zugleich ordnete er an, dass die Russen in der kommenden Woche nicht zur Arbeit gehen sollen, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen.

14:55 Uhr | Abitur-Prüfungen sollen stattfinden

Die Abiturprüfungen sollen in Deutschland wie geplant stattfinden. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine Absage von Prüfungen nicht notwendig, erklärte die Kultusministerkonferenz der Länder am Mittwoch nach einer Telefonkonferenz. Die Schüler könnten in diesem Schuljahr ihre Abschlüsse erwerben.

14:50 Uhr | Weitere Patienten aus Italien in Leipzig gelandet

Am Flughafen Leipzig/Halle sind zwei weitere Coronavirus-Patienten aus Italien gelandet. Sie sollen auf der Intensivstation des Leipziger Herzzentrums behandelt werden. Ein Sprecher sagte, die Kapazitäten seien momentan vorhanden. Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hatte angekündigt, dass zunächst sechs schwer kranke Patienten aus Italien aufgenommen werden. In der Nacht zu Dienstag waren die ersten beiden eingeflogen worden.

14:45 Uhr | Bundestag senkt Hürde für Beschlussfähigkeit

Der Bundestag hat wegen der Corona-Krise die Hürde für seine Beschlussfähigkeit gesenkt. Das Parlament kann nun schon Beschlüsse fassen, wenn mehr als ein Viertel der Mitglieder im Sitzungssaal anwesend ist. Im Regelfall muss mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend sein.

Die Neuerung soll vorerst bis zum 30. September gelten. Damit soll, bei geringerer Teilnehmerzahl im Saal, ein größerer räumlicher Abstand zwischen den Teilnehmern ermöglicht werden.

14:08 Uhr | Mangelware Schutzausrüstung

Die Länder der Europäischen Union können einem internen EU-Dokument zufolge nur zehn Prozent des aktuellen Bedarfs an persönlicher Schutzausrüstung gegen das Coronavirus und anderen medizinischen Geräten wie Beatmungsgeräten mithilfe traditioneller Lieferketten decken. Die Verfügbarkeit in ganz Europa sei "weiterhin besorgniserregend", heißt es in den Dokument. Die meisten EU-Staaten verfügten nur über begrenzte Lagerbestände und begrenzte Kapazitäten zur Steigerung der Produktion.

In Sachsen-Anhalt ist derweil eine größere Leiferung Schutzmasken angekommen, die nun auch von der Bundeswehr verteilt wird:

14:00 Uhr | Länder beraten über Abiturprüfungen

Die Kultusminister der Länder (KMK) beraten zur Stunde darüber, ob und wie dieses Jahr Abiturprüfungen stattfinden können. Die Positionen der Länder liegen dabei weit auseinander. In Hessen wurden am Mittwoch die Abiturprüfungen wie geplant mit dem Fach Mathematik fortgesetzt. Bayern und Baden-Württemberg verschoben die Prüfungen dagegen.

Schleswigs-Holsteins Kultusministerin Karin Prien hatte sich am Dienstag für ein "Anerkennungsabitur" ohne Abschlussprüfungen ausgesprochen. Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz kritisierte den Vorstoß: "Wer ohne Abstimmung mit den anderen Bundesländern vorprescht, gräbt dem Bildungsföderalismus ein Grab und macht die Kultusministerkonferenz überflüssig."

Insbesondere Gewerkschaften und Verbände von Lehrern forderten eine einheitliche Regelung.

Abiturienten warten auf den Beginn einer schriftlichen Prüfung. 1 min
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Kultusministerkonferenz berät über Schulabschlüsse

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 13:10Uhr 00:55 min

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13:40 Uhr | Hilfspaket in Niedersachsen

Niedersachsen hat ein 4,4 Milliarden Euro schweres Hilfspaket auf den Weg gebracht. Der Landtag stimmte am Mittwoch mit den Stimmen aller anwesenden 118 Abgeordneten für einen Nachtragshaushalt und einen erhöhten Bürgschaftsrahmen. Das Geld soll Wirtschaft und Gesundheitswesen stützen.

13:30 Uhr | Zweiter Todesfall in Thüringen, erster in Bremen

In Verbindung mit dem Coronavirus gibt es in Thüringen einen zweiten Todesfall. Wie aus der täglichen Statistik der Landesregierung hervorgeht, starb im Kreis Greiz in den letzten 24 Stunden ein Patient, der mit dem Virus infiziert war. Derweil meldete außerdem das Bundesland Bremen seinen ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Pandemie. Es handele sich um einen 76-jährigen Mann, der mehrere Vorerkrankungen gehabt habe, teilten die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mit. Insgesamt gab es in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Institut am Mittwochmorgen 149 offiziell gemeldete Todesfälle.

13:24 Uhr | Kurzmeldungen im Video

12:45 Uhr | Corona-Update von MDR AKTUELL Radio

Über die bisherigen Entwicklungen an diesem Mittwoch informieren wir in unserem Corona-Update:

12:33 Uhr | Bahn gegen weitere Fahrplan-Kürzungen

Die Deutsche Bahn hat Forderungen nach einer weiteren Ausdünnung des Fahrplans vorerst zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte, die Bahn habe ihr Angebot im Fern- und Nahverkehr schon auf 75 bis 80 Prozent heruntergefahren. Die DB wolle jedoch auch in schweren Zeiten Mobilität sichern. Krankenpfleger, Ärzte, Polizisten und andere Helfer sollten zur Arbeit kommen können. Dabei gebe es jetzt in den Zügen genug Platz, damit Abstand zu anderen Fahrgästen gehalten werden könne. Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hatte das derzeitige Bahn-Angebot auf 90 Prozent beziffert und verlangt, auf 50 Prozent herunterzufahren. Man müsse nicht auf Teufel komm raus heiße Luft transportieren.

12:07 Uhr | 4.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern

In den deutschen Kliniken werden nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) derzeit rund 1.000 Coronainfizierte auf Intensivstationen behandelt. Insgesamt betreuten die Häuser aktuell bis zu 4.000 Corona-Patienten, sagte DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die DKG erwartet demnach in den nächsten Tagen eine deutliche Steigerung der Infektionszahlen: "Ich gehe davon aus, dass wir bis Ende dieser Woche mit etwa 70.000 registrierten Infektionen rechnen müssen", sagte Gaß.

12:02 Uhr | Mehr Todesfälle in Spanien als in China

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus ist in Spanien jetzt höher als in China. Nach Angaben der Regierung in Madrid vom Mittwoch starben bislang 3.434 Menschen in Spanien an Covid-19. Binnen eines Tages seien weitere 738 Todesopfer hinzugekommen.

12:00 Uhr | Spotify-Liste zur Unterstützung mitteldeutscher Musiker

Musiker leiden finanziell besonder stark unter der Krise, weil sie derzeit keine Konzerte geben können. MDR KULTUR hat deshalb eine Playlist bei Spotify erstellt, mit der Hörer speziell mitteldeutsche Künstler unterstützen können. Bei dem Streamingdienst erhalten Musiker jedes Mal einen kleinen Betrag, wenn ihre Songs abgespielt werden.

11:50 Uhr | Prinz Charles mit Coronavirus infiziert

Königin Elizabeth und Prinz Charles
Prinz Charles mit seiner Mutter Königin Elizabeth Bildrechte: imago images / PA Images

Der britische Thronfolger Prinz Charles ist positiv auf den Coronavirus gestestet worden. Das teilte seine Londoner Residenz Clarence House am Mittwoch mit. Der 71-Jährige leidet demnach an leichten Symptomen der durch den Erreger ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19, ist aber ansonsten "wohlauf".

11:20 Uhr | Alle Fraktionen unterstützen Hilfspaket

Regierung und Opposition haben sich im Bundestag klar für gemeinsame Anstrengungen zur Bewältigung der Corona-Krise ausgesprochen. "Vor uns liegen harte Wochen. Wir können sie bewältigen, wenn wir solidarisch sind", sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz bei der Debatte über den Umgang mit der Pandemie. Zuvor waren die Vorlagen zu den Milliardenhilfen für Bürger und Unternehmen ohne Aussprache in die zuständigen Ausschüsse überwiesen worden. Am Nachmittag sollen sie beschlossen werden.

Zusammenstehen ist jetzt erste Bürgerpflicht.

Alexander Gauland, AfD Fraktionschef im Bundestag
Um die Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus zu minimieren, bleiben jeweils zwei Plätze zwischen den Bundestagsabgeordneten frei. 2 min
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Opposition will den Gesetzen zustimmen, fordert aber zeitliche Begrenzung

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 11:04Uhr 02:29 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1352580.html

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11:12 Uhr | Dax legt kräftig zu

Die Einigung in den USA auf ein Konjunkturprogramm in Billionen-Höhe beflügelt die Anleger an den Aktienmärkten. Nach seinem Absturz in der Corona-Krise stieg der Dax am Mittwoch wieder über die Marke von 10.000 Punkten.

10:45 Uhr | SPD: Mehr Geld für "Heldinnen und Helden des Alltags"

Hubertus Heil
Hubertus Heil Bildrechte: dpa

In der Politik werden die Stimmen lauter, die höhere Löhne und Zuschläge für besonders belastete Berufsgruppen fordern. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Wir sehen gerade unglaublich viele Heldinnen und Helden des Alltags". Diese Menschen hätten "nicht nur warme Worte, sondern langfristig auch bessere Löhne verdient". Wo dies möglich sei, sollten die auch schon jetzt erhöht werden, fügte der SPD-Politiker hinzu. Allerdings lasse sich das nicht staatlich verordnen.

Leistungsträger sind nicht nur Krawattenträger, sondern auch diejenigen, die jetzt im Supermarkt an der Kasse sitzen, die in Krankenhäusern Zusatzschichten schieben oder weiterhin unseren Müll entsorgen.

Die Linke forderte am Mittwoch einen sofortigen Zuschlag von 500 Euro im Monat als Krisenzulage für Beschäftigte in "systemrelevanten Berufen". Es könne nicht sein, dass Pflegerinnen und Pfleger "weiter zu Hungerlöhnen arbeiten", sagte die Fraktionschefin der Partei im Bundestag, Amira Mohamed Ali. Außerdem schlägt die Partei eine Sonderabgabe für Multi-Millionäre und Milliardäre zur Krisenbewältigung vor.

10:35 Uhr | RKI: Dauer der Einschränkungen weiter offen

Das Robert-Koch-Institut traut sich derzeit keine Prognose zu, wann die in Deutschland bestehenden Einschränkungen wieder gelockert werden könnten. RKI-Chef Lothar Wieler sagt bei einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag, die Epidemie werde sicher "noch einige Wochen" im Land bleiben. Er sei aber optimistisch, dass die Maßnahmen griffen.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland liegt nach Angaben des RKI aktuell bei rund 31.600. Das seien gut 4.100 mehr als am Vortag. Die Zahl der Infektionen und auch der Todesfälle werde weiter zunehmen, erklärte Wieler.

Wir sind am Anfang der Epedemie.

Lothar Wieler RKI-Chef

Das RKI änderte derweil seine Kriterien, nach denen mögliche Verdachtsfälle auf Covid-19 getestet werden. Das Kriterium, dass Menschen in Risikogebieten gewesen sein müssen, entfalle ab sofort. In solch einer Pandemie ergebe es irgendwann keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden, sagte Wieler zur Begründung.

09:42 Uhr | Tausende Erntehelfer melden sich

Auf die Jobbörse für Erntehelfer gibt es nach Angaben von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner einen Ansturm. Klöckner sagte dem SWR, das Portal werde förmlich überrannt. Bis gestern Abend hätten sich 16.000 Menschen gemeldet, die in der Landwirtschaft aushelfen wollten. Dabei geht es vor allem darum, osteuropäische Beschäftigte zu ersetzen, die wegen der Corona-Krise nicht nach Deutschland kommen können.

Das Bundesinnenministerium ordnete inzwischen ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter an. Ein Sprecher sagte, Erntehelfern werde ab Mittwoch 17 Uhr die Einreise an den Grenzen verweigert. Die Regelung gelte für die Einreise aus Drittstaaten, Großbritannien, aber auch für die EU-Länder Bulgarien, Rumänien, Polen und Österreich.

09:32 Uhr | Thüringer Bauern kritisieren Verbot von Wochenmärkten in Sachsen

Die Thüringer Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft hat verärgert auf das Verbot von Wochenmärkten in Sachsen reagiert. Das sei ein "Schritt in die falsche Richtung", sagte die stellvertretende Thüringer Landesvorsitzende Claudia Gerster. Wochenmärkte leisteten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen mit gesunden und regionalen Lebensmitteln. Zudem böten sie einen weitaus höheren Schutz vor Infektionen als etwa Supermärkte.

09:06 Uhr | Schneider findet Neuverschuldung richtig

Der SPD-Haushaltspolitiker Carsten Schneider sieht in dem milliardenschweren Paket der Bundesregierung gegen die Coronakrise eine Zeitenwende. Schneider sagte MDR AKTUELL, es sei richtig gewesen, in den vergangenen Jahren keine neuen Schulden zu machen. Jetzt habe der Staat die Kraft, sich gegen den radikalen Abbruch zu stemmen, den die Wirtschaft erlebe. Schneider räumte ein, dass es sich um eine enorm große Summe handle. Aber prinzipiell sei es richtig, dass der Staat jetzt die Initiative ergreife. Der Bundestag will heute im Eilverfahren ein Hilfspaket von 156 Milliarden Euro beschließen.

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Fragen an den parl. Geschäftsführer der SPD-Fraktion Carsten Schneider

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 08:18Uhr 03:15 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1352424.html

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08:40 Uhr | Die Lage in den Ländern

Auch heute informieren Sie die Kollegen in den Landesfunkhäusern wieder umfassend in Live-Tickern über die Lage in den einzelnen Bundesländern:

08:20 Uhr | Eltern müssen keine Ersatzlehrer sein

Eltern können und sollen den anhaltenden Unterrichtsausfall an den Schulen nicht kompensieren. Die Vorsitzende des deutschen Grundschullehrerverbandes, Maresi Lassek, sagte MDR AKTUELL: "Sie sind nicht Ersatzlehrer oder Lehrerin, das sollen sie auch nicht sein." Weiter erklärte die ehemalige Schulleiterin:

In dieser Zeit jetzt kann die Schule, können die Lehrkräfte und auch die Kultusministerien nicht erwarten, dass der Unterricht, der Lernstoff, zu Hause erfüllt wird.

Maresi Lassek Vorsitzende des deutschen Grundschullehrerverbandes

Viele Eltern erleben die Situation derzeit anders und fühlen sich überfordert durch das Pensum an Hausaufgaben, das die Schulen vorgeben, berichtet Grit Bobe.

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Unterricht zu Hause zwischen Theorie und Praxis

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 07:52Uhr 02:46 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1352408.html

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07:58 Uhr | Ärger über Grenzschließung in Tschechien

Die Industrie- und Handelskammer Chemnitz ist besorgt über die geplante Schließung der tschechischen Grenze für Berufspendler. Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Wunderlich sagte MDR AKTUELL, die Unternehmen seien stinksauer. Die Ausfälle in den Betrieben seien erheblich. Er wisse nicht, wie die Unternehmen das überstehen sollten. Ab morgen müssen tschechische Pendler bei ihrer Rückkehr aus Deutschland 14 Tage in Quarantäne. In Sachsen arbeiteten laut Statistik 2019 über 11.000 tschechische Berufspendler, allein 6.000 davon im Erzgebirge und in der Region Chemnitz.

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Was bedeuten die verschärften Regelungen für sächsische Unternehmen?

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 07:09Uhr 02:58 min

https://www.mdr.de/nachrichten/audio/audio-1352368.html

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07:50 Uhr | 100-Meter-Radius in Israel

Israel hat die Ausgangsbeschränkungen im Land verschärft. Die Regierung beschloss nach Medienberichten in der Nacht zum Mittwoch, dass sich die Menschen grundsätzlich nur in einem Radius von bis zu 100 Metern von ihrem Zuhause entfernen sollen. Ausnahmen gibt es für Arbeitnehmer in essentiellen Berufen, Lebensmitteleinkäufe und ärztliche Behandlungen.

07:07 Uhr | Sachsen verschiebt Bürgermeisterwahlen

In 28 Städten und Gemeinden in Sachsen werden die Bürgermeisterwahlen verschoben. Betroffen sind unter anderem Chemnitz und Zwickau. Innenminister Roland Wöller erklärte, am kommenden Sonntag dürfe nur noch in Oderwitz bei Görlitz und in Radeburg bei Meißen per Briefwahl abgestimmt werden. Alle weiteren Abstimmungen würden frühestens im September nachgeholt. Ein einheitlicher Termin dafür werde noch festgesetzt.

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Gemeinde Bernsdorf wohl als Ausgangspunkt

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 01:46Uhr 01:29 min

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07:02 | Billionen-Hilfsprogramm in den USA

In den USA haben sich Demokraten und Republikaner auf ein Konjunkturpaket geeinigt, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie zu lindern. Es soll laut der Nachrichtenagentur Bloomberg zwei Billionen Dollar umfassen. Führende Vertreter der beiden Parteien verkündeten die erwartete Einigung in Washington.

Das Paket soll unter anderem direkte Hilfszahlungen an die US-Steuerzahler umfassen, eine deutliche Verbesserung der Arbeitslosenversicherung, mehr Geld für Krankenhäuser und ein sehr umfassendes Kreditprogramm für Unternehmen.

06:39 Uhr | Sachsens Kliniken planen mit 2.500 Intensivbetten

In Sachens Krankenhäusern und Kliniken sollen rund 2.500 Intensivbetten für Coronapatienten vorbereitet werden. Das sagte der Geschäftsführer der Landeskrankenhausgesellschaft, Stephan Helm, MDR AKTUELL. Viele Krankenhäuser hätten schon ihre Kapazitäten für Krisenzeiten aktiviert. Im Moment gehe er von rund 1.500 Betten aus, die bereit seien. In Sachsen werden bisher nur Coronapatienten aus Italien intensivmedizinisch behandelt. In den nächsten Tagen werden aber viele weitere Patienten erwartet.

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Knappe Schutzkleidung könnte zum Problem werden

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 06:06Uhr 03:05 min

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05:19 Uhr | Sachsen-Anhalt - Einlasskontrolle in Supermärkten

Die Sachsen-Anhalter müssen sich in Supermärkten, Drogerien oder Baumärkten auf Einlasskontrollen einstellen. Ab Mittwoch gilt die neue Landesverordnung zur Begrenzung der Kunden im Geschäft. Die Läden dürfen nur einen Kunden je zehn Quadratmeter Verkaufsfläche ins Geschäft lassen, um den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zu gewährleisten. Außerdem sollen Warteschlangen an den Kassen kurz gehalten werden. Die Landesregierung hatte am Dienstag die bisherige Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus verschärft. Ab sofort müssen auch Friseure und Kosmetiksalons schließen, Gaststätten dürfen Essen nur zum Abholen oder als Lieferung verkaufen.

04:35 Uhr | Brysch: "Altenheime sind Verlierer"

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege angesichts der Corona-Krise. Vorstand Eugen Brysch sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland, "Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte werden von der Politik vergessen". Sie seien die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Schutzbekleidung oder Desinfektionsmittel gehe. Zwar sei Hilfe vom Bund und Land für Kliniken und Ärzten richtig. Doch auch die Pflege brauche große Unterstützung.

03:05 Uhr | Start der Grundrente gefährdet

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hält an der Einführung der Grundrente zum 1. Januar 2021 fest. Heil sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe aber auch, dass niemand wisse, wie lange die aktuelle Krise dauere und Arbeitsabläufe einschränke. So arbeite der Bundestag jetzt "unter veränderten Bedingungen". Er hoffe, dass es beim geplanten Start bleibe.

Die Grundrente soll rund 1,3 Millionen Beziehern niedriger Renten einen Aufschlag bringen. Der Gesetzentwurf muss aber noch durch den Bundestag und Bundesrat. Die Pandemie-Krise verstärkt zudem bereits bestehende Probleme bei der Deutschen Rentenversicherung.

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02:37 Uhr | Bolsonaro spricht von "Hysterie"

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hält Ausgangssperren in seinem Land für "Hysterie". In einer Ansprache an die Nation forderte er die Bürgermeister der abgeriegelten Städte Rio de Janeiro und Sao Paulo auf, "zur Normalität zurückzukehren". Bolsonaro nannte Covid-19 eine "kleine Grippe". Die Situation in Italien werde sich in Brasilien wegen der jüngeren Bevölkerung und des wärmeren Klimas nicht wiederholen. Ihm selbst als ehemaligem Sportler würde das Coronavirus nichts ausmachen. Die Zahl der Todesfälle in Brasilien stieg am Dienstag nach Regierungsangaben von 34 auf 46, die Zahl der Infektionen von knapp 1.900 auf 2.200.

02:10 Uhr | Trump verspricht 2-Billionen-Dollar-Konjunkturpaket

Das von der US-Regierung geplante Konjunkturpaket gegen die Corona-Krise hat nach Angaben von Präsident Donald Trump ein Volumen von zwei Billionen Dollar (1,9 Billionen Euro). Trump sprach vom "größten und mutigsten" Programm der US-Geschichte. Sobald die Pandemie ausgestanden sei, werde die US-Wirtschaft rasch wieder wachsen - vielleicht schon ab Ostern. In Erwartung der Finanzspritze verbuchten US-Aktien am Dienstag den größten Tagesgewinn seit 90 Jahren. Der Leitindex Dow Jones legte um mehr als elf Prozent auf rund 20.700 Punkte zu.

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Präsident Trump ruft Amerikaner auf, wieder zur Arbeit zu gehen

MDR AKTUELL Mi 25.03.2020 00:20Uhr 03:14 min

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01:50 Uhr | Giffey warnt vor häuslicher Gewalt

Familienministerin Franziska Giffey warnt vor einer Zunahme der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise. Ängste, wenig Ablenkungsmöglichkeiten und viel Zeit auf engem Raum könnten für Familien zur Belastung werden, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Druck und Konflikte können gerade in ohnehin besonders belasteten Familien auch in Gewalt gegen Kinder und Jugendliche münden."

01: 35 Uhr | Trigema produziert Atemschutzmasken

Der deutsche Sportartikel- und Freizeitmodenhersteller Trigema stellt einen Großteil seiner Produktion auf Atemschutzmasken um. Nach Unternehmensangaben sollen die etwa 700 Näherinnen wöchentlich 100.000 Masken herstellen.

01: 20 Uhr | Italien und Spanien können auf ESM-Hilfe hoffen

Die Finanzminister der Euro-Zone haben zugestimmt, den Rettungsfonds ESM für Hilfen in der Corona-Krise zu nutzen. Eurogruppenchef Mario Centeno sagte nach Beratungen, um die ökonomischen Folgen der Pandemie abzumildern, könnten Länder rund zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung als vorsorgliche Kreditlinie vom ESM bekommen. Einige Details seien aber noch offen. So ist strittig, ob Hilfen an Auflagen geknüpft werden. Die endgültige Entscheidung sollen die Staats- und Regierungschefs am Donnerstag treffen. Der ESM hat ungenutzte Kreditlinien von 410 Milliarden Euro aus der Zeit der Staatsschuldenkrise. Am stärksten betroffen von der Coronavirus-Krise sind Italien und Spanien.

01:10 Uhr | UN-Sicherheitsrat tagt per Videokonferenz

Erstmals in seiner Geschichte hat der UN-Sicherheitsrat wegen der Pandemie per Videokonferenz getagt. Während der mehr als vierstündigen Sitzung gab es allerdings technische Probleme. Die Beratungen mussten mehrmals unterbrochen werden, weil die Internetverbindungen zusammenbrachen oder bei Teilnehmern der Strom ausfiel.

01:05 Uhr | Ausgangssperre in Indien

In Indien ist wegen der Corona-Pandemie eine radikale Ausgangsbeschränkung für alle 1,3 Milliarden Einwohner in Kraft getreten. Premierminister Narendra Modi sagte, um Indien zu retten, werde jede Straße und jedes Viertel unter Ausgangssperre gestellt. Die Maßnahme gelte für drei Wochen. Indien hat offiziell bisher rund 500 bestätigte Infektionen. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 24. März 2020 | 00:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 26. März 2020, 18:43 Uhr