Coronavirus-Ticker 21. Mai: Ruhiger Männertag in Mitteldeutschland

An Christi Himmelfahrt sind die Corona-Regeln weitgehend eingehalten worden. Die Polizei in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sprach von einer ruhigen Lage. Der DFB will den Spielbetrieb in der 3. Liga am 30. Mai wieder aufnehmen. Bis zum Saisonende am 4. Juli werden nur Englische Wochen gespielt. Zweitligist Dynamo Dresden meldet inzwischen weitere Corona-Fälle. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.

In einem Biergarten haben menschen ihre Fahrräder an Holzstangen gelent und sehen in einer Reihe vor einem Bierausschank an. Da sbild entstand am frühen nachmittag des Himmelfahrtstages in der auerswalder Mühle bei Chemnitz.
Die Polizei meldete eine ruhigen Verlauf des Männertags in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die coronabedingten Regeln seien weitgehend eingehalten worden. Bildrechte: Thomas Friedrich

Unser Ticker am Donnerstag endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen zum Coronavirus und Covid-19 finden Sie im Ticker am Freitag.

21:56 Uhr | Probleme bei Auslieferung von Schutzmasken

Bei der Verteilung der von der Regierung beschafften Schutzmasken gibt es offenbar Schwierigkeiten. NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung" berichten, dass das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage logistische Probleme eingeräumt hat. Begründet werden die Verzögerungen mit einer Vielzahl von Lieferungen, die in den vergangenen beiden Wochen gleichzeitig in den Lagern eingetroffen seien. Zudem sei die Prüfung der Masken durch den TÜV sehr aufwendig. Etwa ein Fünftel der gelieferten Schutzmasken entspräche nicht den hohen Normanforderungen. Mangelhafte Produkte würden nicht abgenommen und nicht bezahlt. Dem Bericht zufolge liegen mehr als 130 Millionen medizinische FFP2-Masken in den Lagern.

20:48 Uhr | EU legt Richtlinien für Flugreisen vor

Die EU hat Richtlinien für Flugreisen während der Corona-Pandemie vorgelegt. Die EU-Behörde für Luftfahrtsicherheit und die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde empfehlen, dass Passagiere und die Crew ab Betreten des Flughafens bis zur Ankunft am Reiseziel Schutzmasken tragen. Die Masken sollen alle vier Stunden gewechselt werden. Ausnahmeregeln seien für Kinder unter sechs Jahren denkbar. Auch sollten einzelne Sitze oder ganze Reihen zwischen den besetzten Plätzen freigelassen werden, um den notwendigen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zumindest annähernd zu gewährleisten. Sollte das aufgrund einer höheren Passagierzahl nicht möglich sein, sollen alle anderen Schutzmaßnahmen strikt eingehalten werden. Der Bordservice soll auf das Nötigste reduziert werden. Die EU rief die Fluggesellschaften auf, die Empfehlungen umzusetzen.

19:07 Uhr | Mehr als fünf Millionen Corona-Infektionen weltweit

Die Zahl der registrierten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat weltweit die Schwelle von fünf Millionen überschritten. Das geht aus Zahlen der US-Universität Johns Hopkins hervor. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen, weil in vielen Ländern nur Menschen mit deutlichen Krankheitssymptomen getestet werden. Weltweit starben inzwischen mehr als 328.000 Menschen infolge einer Corona-Infektion. In Deutschland liegt die Zahl der Neuansteckungen inzwischen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Laut Robert-Koch-Institut wurden in den vergangenen 24 Stunden 745 Infektionen gemeldet.

18:03 Uhr | Ruhiger Herrentag in Mitteldeutschland

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Polizei zum "Herrentag" bis zum Abend keine größeren Einsätze absolvieren müssen. Ein Sprecher der Dresdner Polizei sagte, die Lage sei entspannt und noch einmal ruhiger als in den vergangenen Jahren gewesen. Im Großen und Ganzen seien die Regeln wegen der Coronavirus-Pandemie eingehalten worden. Es hätten Ansprachen gereicht, wenn etwa die Ansammlungen zu groß gewesen seien. Kleinere Zwischenfälle mit Betrunkenen meldete die Polizei unter anderem aus Zwickau.

In Sachsen-Anhalt berichteten die vier Polizeiinspektionen und das Innenministerium von einem relativ ruhigen Feiertagsgeschehen. Kleinere Einsätze meldete die Polizei aus Magdeburg und Halle. Sie sprach aber von einem normalen Herrentagsgeschehen. Auch die Landeseinsatzzentrale in Thüringen berichtete von einem ruhigen Tag.

17:41 Uhr | Erstmals seit Mitte März weniger als 50 neue Virus-Tote in Spanien

In Spanien sind 48 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, sind damit erstmals seit dem 16. März weniger als 50 Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet worden. Insgesamt starben bislang 27.940 Menschen im Zuge der Pandemie. Die Zahl der Infektionen stieg um 482 auf über 233.000.

17:05 Uhr | Weitere Coronavirus-Fälle in Fleischbetrieb

Im Fleischunternehmen Westcrown in Dissen bei Osnabrück sind 54 neue Coronavirus-Fälle festgestellt worden. Wie der Landkreis mitteilte, ist das das Ergebnis des zweiten Tests bei 126 Mitarbeitern, die im ersten Durchlauf in der vergangenen Woche noch negativ getestet worden waren. Nun sollen die Kontaktpersonen der Betroffenen ermittelt werden. Bei einer Reihenuntersuchung war bei 92 von 278 getesteten Beschäftigten bereits das Coronavirus nachgewiesen worden. Der Betrieb durfte nur im Notbetrieb bereits vorhandene Fleischvorräte abarbeiten. Jetzt wird die Firma für zwei Wochen geschlossen.

16:21 Uhr | Situation in Greiz stabilisiert sich

Im Landkreis Greiz hat sich die Corona-Situation weiter stabilisiert. Nach Angaben der Thüringer Staatskanzlei sank die Rate der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen auf 29,5 Fälle je 100.000 Einwohner. Sie lag damit deutlich unter dem als kritisch gesehenen Wert von 50. Seit Beginn der Pandemie wurden in dem Ostthüringer Landkreis 588 Coronavirus-Infektionen registriert, 45 von 151 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Virus in Thüringen entfallen auf den Landkreis Greiz. Wegen der rückläufigen Infektionsrate hatte Landrätin Martina Schweinsburg in Abstimmung mit dem Land kurzfristig die vollständige Öffnung von Gaststätten am Himmelfahrtstag erlaubt.

Institutionen wie Risklayer oder die vielfach zitierte Johns-Hopkins-Universität stützen sich direkt auf die offiziell durch die Gesundheitsämter oder andere staatliche Behörden vermeldeten Infektionsfälle. Diese Daten sind aktueller als jene des Robert Koch-Instituts, das seine Daten über eine längere Meldekette erfasst und nur einmal am Tag aktualisiert veröffentlicht.

15:57 Uhr | Sachsen hilft Behinderten-Werkstätten

Sachsen hilft Werkstätten für behinderte Menschen mit vier Millionen Euro. Nach Angaben von Sozialministerin Petra Köpping können die Werkstätten über ein neues Förderprogramm 89 Euro pro Beschäftigten und Monat erhalten, an dem das Betreuungsverbot gilt. Die rund 16.000 Betroffenen im Land sollen so einen teilweisen Ausgleich für das entgangene Arbeitsentgelt erhalten. Mit Beginn des Coronavirus-Ausbruchs war ein Betreuungsverbot für die Werkstätten erlassen worden. Damit konnten sie auch nicht mehr die zur Bezahlung erforderlichen Erträge erwirtschaften. Ein Anspruch auf Kurzarbeitergeld oder andere Leistungen für den Einkommensausfall konnten sie nicht geltend machen.

15:23 Uhr | Tourismus in Österreich: Kurz setzt auf Massentests

Österreich setzt beim Neustart des Tourismus auf Corona-Massentests für Beschäftigte in Hotellerie und Beherbergungsbetrieben. Kanzler Sebastian Kurz sagte, Mitarbeiter, die "am Gast tätig" seien, sollten möglichst regelmäßig getestet werden. Dafür werde man die Testkapazitäten erhöhen. Die zuständige Wirtschaftskammer erklärte, bis Anfang Juli sollten wöchentlich 65.000 Tests möglich sein. Der Bund werde die Kosten dafür übernehmen. Hotels und Herbergen dürfen in Österreich ab 29. Mai wieder öffnen. Ab Mitte Juni soll die deutsch-österreichische Grenze wieder ohne Einschränkungen passierbar sein.

14:46 Uhr | Weiterer Corona-Fall bei Dynamo Dresden

Bei Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden ist ein weiterer Spieler positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Nach Angaben des Clubs hatte zudem ein Mitglied des Trainer- und Betreuerstabs engen Kontakt zu einer Person, bei der das Virus ebenfalls nachgewiesen wurde. Der Spieler, der Angestellte und die Kontaktperson müssten nun weitere 14 Tage in häuslicher Quarantäne bleiben. Alle anderen Spieler, inklusive der drei zuvor positiv getesteten Profis, wurden den Angaben zufolge in der vierten und fünften Runde negativ getestet. Sie könnten damit am Sonnabend ins Mannschaftstraining einsteigen. Das gesamte Trainerteam sowie die Spieler von Dynamo befinden sich bereits seit dem 9. Mai in häuslicher Quarantäne. Sie werden weiterhin regelmäßig auf das Coronavirus getestet.

14:37 Uhr | Hilfsprogramm für Kultureinrichtungen wird aufgestockt

Das Corona-Programm "Neustart" für Kultureinrichtungen wird verdoppelt. Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte der "Rheinischen Post", statt zehn Millionen Euro stelle man nun 20 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Programm sollen kleine und mittlere Kultureinrichtungen fit für die Wiedereröffnung gemacht werden. Mit 10.000 bis 50.000 Euro werden etwa der Einbau von Schutzvorrichtungen und Maßnahmen zur Besuchersteuerung gefördert. Laut Grütters gingen innerhalb von drei Wochen schon über 1.000 Förderanträge ein. Damit habe das Programm ins Schwarze getroffen.

13:18 Uhr | 3. Liga setzt Saison am 30. Mai fort

Die 3. Fußballliga wird ihren Spielbetrieb am 30 Mai fortsetzen. Am 4. Juli soll die Saison enden. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Donnerstag mit. Die Saison wird mit dem 28. Spieltag fortgesetzt. Die Relegation zur 2. Bundesliga soll bis zum 11. Juli abgeschlossen sein. Für die 20 Teams wird es damit durchgehend Englische Wochen geben.

Zuletzt hatten sich einige Klubs noch deutlich für einen Abbruch der Saison ausgesprochen, darunter Halle und Magdeburg. Der Hallesche FC erwägt ebenfalls rechtliche Schritte. "Unsere seit Wochen geäußerten Bedenken wurden mit der heutigen Entscheidung ebenso außen vor gelassen wie der Umstand, dass die Verfügungslage in Sachsen-Anhalt bis einschließlich 27. Mai kein Mannschaftstraining zulässt", sagte Präsident Jens Rauschenbach. Carl Zeiss Jena kündigte ebenfalls an, juristisch gegen die Fortsetzung der Saison vorgehen zu wollen. Mit den drei Vereinen Halle, Magdeburg und Jena sowie Chemnitz und Zwickau spielen fünf mitteldeutsche Vereine in der Liga.

Wegen der Corona-Krise gelten in den Fußball-Ligen auch über den Zuschauerausschluss hinaus strenge Auflagen. So müssen in den Mannschaftskabinen und auf den Ersatzbänken Mindestabstände eingehalten werden. Beim Torjubel sollen die Spieler auf Umarmungen und gegenseitiges Abklatschen verzichten. 

12:55 Uhr | Sachsens Kultusminister zufrieden mit kompletter Grundschulöffnung

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat nach den ersten Tagen der kompletten Grundschulöffnung eine positive Bilanz gezogen. Piwarz sagte MDR AKTUELL, Lehrer, Erzieher und Schulleitungen hätten sich viele Gedanken gemacht, wie die Hygienevorschriften umgesetzt werden könnten. Dafür sei er sehr dankbar. Bislang seien auch bereits 95 Prozent der Kinder zurück an den Grundschulen. Der bildungspolitische Sprecher der AfD, Rolf Weigand, fordert jetzt den kompletten Normalbetrieb. Er sehe durch die wochenlange Schließung das Kindswohl gefährdet. Die Linksfraktion hingegen kritisiert die komplette Öffnung. Sprecherin Luise Neuhaus-Wartenberg sagte, sie verstehe nicht, warum das Abstandsgebot nur an Gymnasien und Oberschulen gelte. An Grundschulen hingegen würden nun komplette Klassen unterrichtet.

11:38 Uhr | Risikoforscher zu den Lehren aus der Corona-Krise

Gerd Gigerenzer, Risikoforscher und Direktor des Harding-Zentrums für Risikokompetenz an der Uni Potsdam, rät davon ab, sich durch die neuen Lockerungen zu sicher zu fühlen. Es komme weiter auf das richtige Verhalten an. Hören Sie hier das Interview:

11:14 Uhr | Friedlicher Protest in Pirna

Im sächsichen Pirna haben am Mittwochabend gut 300 Menschen für ein friedliches Miteinander in der Corona-Krise demonstriert. Oberbürgermeister Klaus-Peter Hanke hatte dazu aufgerufen, um ein Zeichen der Deeskalation zu setzen. Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer war dabei. Anders als vergangenen Samstag in Dresden trug er einen Mundschutz. Auf einem Spaziergang durch die Altstadt sprach Kretschmer unter anderem mit Hoteliers und Gastronomen. Nach Angaben der Polizei blieb alles friedlich. 250 Beamte waren im Einsatz.

Pirna war in den vergangenen Wochen immer wieder Schauplatz von Protesten gegen die Einschränkungen. Vor einer Woche kam es dabei auch zu Gewalt gegen Polizisten.

10:35 Uhr | Corona-Trink-Challenge schafft Verbundenheit

Die sogenannte "Corona-Desinfektion-Challenge" schafft nach Ansicht einer Expertin Gefühle der Zusammengehörigkeit. Die Psychologin Annegret Wolf von der Universität Halle sagte MDR AKTUELL: "Das zeigt sich eigentlich sehr häufig in Krisenzeiten, also auch während Naturkatastrophen, nach 9/11 haben wir das gesehen, dass da vermehrt soziale Medien konsumiert werden, um Informationen zu gewinnen, ein Zugehörigkeitsgefühl zu schaffen und mit anderen auch zu konsumieren."

Die "Corona-Desinfektions-Challenge" verbreitet sich seit Wochen über soziale Netzwerke. Dabei konsumieren die Teilnehmer alkoholische Getränke, filmen sich dabei und nominieren am Ende weitere Personen, das ebenfalls zu tun. Sucht-Experten warnen inzwischen davor, sich an den Trinkspielen zu beteiligen. Die Menge, die konsumiert werde, könne akute gesundheitliche Auswirkungen haben. Auch sei es für Suchtkranke besonders schwer, solch einer Aufforderung zu widerstehen.

08:17 Uhr | Verstärkte Polizeikontrollen an Himmelfahrt

In katholischen und evangelischen Gemeinden wird heute Christi Himmelfahrt gefeiert. Vielerorts wird es zwar Gottesdienste geben, coronabedingt gelten aber Auflagen. Größere Veranstaltungen wurden abgesagt. So fällt in diesem Jahr in Thüringen die Männerwallfahrt zum Klüschen Hagis aus, zu der sich sonst tausende katholische Pilger versammeln.

Traditionell wird der heutige Feiertag auch für Vatertagstouren genutzt. Die Polizei hat deshalb verstärkte Kontrollen angekündigt, um Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen durchzusetzen.

07:56 Uhr | Die meisten Bundesländer wollen Pflegebonus aufstocken

Die meisten Bundesländer wollen die Corona-Prämie für Pflegekräfte aus eigenen Mitteln aufstocken. Das ergab eine Umfrage bei den zuständigen Landesministerien. Demnach haben Brandenburg, Baden-Württemberg, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Bremen bereits beschlossen, 500 Euro zu zahlen. Auch Sachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern kündigten an, einen Eigenanteil beizusteuern. In Bayern ist bereits Geld geflossen.

Der Bund hatte vor gut einer Woche den sogenannten Pflegebonus beschlossen. 1.000 Euro sollen Altenpfleger für dieses Jahr zusätzlich bekommen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte die Länder und die Arbeitgeber aufgefordert, die Prämie aufstocken. Vor allem Sozialverbänden sehen sich aber wirtschaftlich überfordert.

07:14 Uhr | Köpping: Reha-Kliniken sollen neue Besuchsregeln anwenden

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping appelliert an Reha-Kliniken, von den neuen Ausnahmeregeln für Besuche Gebrauch zu machen. Köpping sagte MDR AKTUELL, es sei wichtig, dass man immer die Gesamtgesundheit des Menschen im Blick habe. Deshalb habe die Regierung Besuche in Einzelfällen ermöglicht. Diese Ausnahmen gelten laut Allgemeinverfügung für Angehörige und nahestehende Personen. Die Klinikleitung muss demnach einem Besuch zustimmen und kann weitere Hygiene-Auflagen festlegen. Seit Beginn der Corona-Pandemie hatten alle drei mitteldeutschen Länder Besuche in Reha-Kliniken untersagt. Neben Sachsen hat auch Thüringen in den letzten Tagen erste Lockerungen beschlossen.

05:30 Uhr | Willlingmann fordert Weiterzahlung von Corona-Soforthilfen

Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann dringt auf schnelle Klarheit vom Bund über weitere Corona-Hilfen für Betriebe, die noch immer von Einschränkungen betroffen sind. Auch wenn viele Unternehmen bis Ende Mai wieder öffnen dürften, gebe es Branchen, die weiterhin mit Einbußen zu kämpfen hätten, sagte der SPD-Politiker. Als Beispiel nannte er Messebauer, Veranstaltungsagenturen oder Reisebüros. Deswegen müsse zeitnah geklärt werden, wie es weitere Unterstützung für diese speziellen Branchen geben könne. Dafür sei der Bund gefordert.

05:00 Uhr | Karliczek warnt vor Überbietungswettbewerb

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat vor einem "Überbietungswettbewerb" bei Rufen nach der Wiedereröffnung von Schulen und Kitas gewarnt. "Wir alle wünschen uns, dass Kitas und Schulen möglichst rasch wieder vollständig öffnen können", sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Ich warne allerdings vor einem Überbietungswettbewerb entsprechender Forderungen." Die Menschen wollten vor allem Verlässlichkeit, und der Gesundheitsschutz müsse weiter an erster Stelle stehen.

03:30 Uhr | Pflegebeauftrage fordert Besuchsmöglichkeiten mit Infektionsschutz

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, fordert angesichts der Erfahrungen in der Corona-Krise, dass Besuchsmöglichkeiten mit Infektionsschutz zum Standard in Pflegeheimen werden. Der Schutz der Pflegebedürftigen vor Infektionen dürfe nicht dazu führen, dass die Menschen vereinsamen, sagte Westerfellhaus der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Als Beispiel für den Infektionsschutz nannte er abgetrennte Besuchszonen, in denen sich Heimbewohner und Angehörige durch eine Scheibe getrennt sehen können. Westerfellhaus forderte zudem, auch für nicht-mobile Menschen, Demenzkranke und andere Heimbewohner, die solche abgetrennten Zonen nicht nutzen könnten, dauerhafte Regelungen für regelmäßige Besuche in Epidemie-Zeiten zu schaffen. Auch müssten Sterbende immer "zumindest eine definierte Person zum Abschied bei sich haben können".

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Mai 2020 | 06:00 Uhr