Gesundheit Grippe & Coronavirus: Wann ein Mundschutz sinnvoll ist

Grippesaison, Coronavirus: Viele Menschen sorgen sich um ihre Gesundheit und wollen sich besser schützen. Zum Beispiel mit Mundschutz. Aber für wen ist so ein Mundschutz eigentlich ratsam und bringt der überhaupt etwas?

Mann hält Mundschutz
Für wen ist ein Mundschutz sinnvoll? Bildrechte: imago images / photothek

In der Apotheke von Kay van Alste sind Mundschutzmasken momentan eins der am meisten gekauften Produkte: "Grundsätzlich ist die Nachfrage extrem hoch, das heißt, wir haben extremen Mangel. Wir bekommen über den Großhandel schlecht Ware. Wenn wir Ware bekommen, versuchen wir, die Ware aufzukaufen, um einfach den angefragten Bedarf decken zu können."

Hälfte der Masken wird ins Ausland verschickt

Vielen Kundinnen und Kunden sei es wichtig, überhaupt erst mal einen Mundschutz zu haben – falls man ihn brauchen könnte. Das ist dann entweder der klassische Mundschutz, den es oft in hellgrün oder weiß gibt. Viele kennen ihn wahrscheinlich vom Besuch beim Zahnarzt oder aus Krankenhaus-Serien. Oft wird auch nach der wirksameren Schutzmaske gefragt, der FFP-Maske.

Jemand hält einen Mundschutz in der Hand
Denn klassischen Mundschutz gibt es in Drogerien und Apotheken zu kaufen. Bildrechte: MDR/Isabelle Fleck

Die sei nicht nur bei den Hallensern beliebt, sagt der Apotheker: "Ansonsten haben wir, dadurch dass wir eine Studentenstadt sind, auch ganz viele asiatische Studenten, die das auch einkaufen und wo wir wissen, dass die das auch nach Hause schicken, weil der Mangel da auch einfach noch größer ist und in dem Fall würde ich denken, dass weit über 50 Prozent der Masken, die wir verkaufen, nicht in Deutschland bleiben."

Welcher Mundschutz der richtige ist

Welcher Mundschutz schützt wie wirksam? Die einfache Schutzmaske, aus Papier oder Zellulose, ist für Menschen geeignet, die niemanden anstecken wollen, sagt Kay van Alste: "Diese Masken sind klassisch für Patienten, die wirklich im Verdacht stehen, Coronavirus in sich zu tragen oder in irgendeiner anderen Form infektiös über den Husten sein können. Die sollten diese Masken tragen, einfach um andere Menschen zu schützen."

Wer sich selber vor Infektionen schützen möchte, sollte die speziellen FFP-Masken nutzen. FFP ist die Abkürzung für das englische "Filtering face Piece", was so viel bedeutet wie, "einen Teil des Gesichts zu filtern". Van Alste erklärt:

"Die haben dann ein Filtersystem, die auch andere Partikel noch ausfiltern können. Die sind für Menschen geeignet, die jemanden pflegen, die aber vielleicht auch mit Patienten arbeiten, die eventuell auch infektiös sind. Die bieten einen etwas besseren Schutz, aber auch die sind nicht unendlich haltbar. Zwischen zwei und fünf Stunden, dann ist das im Normalfall auch mit diesen Masken erledigt."

Hohe Nachfrage nach Mundschutz

Auch in Thüringen steigt die Nachfrage nach Mundschutz. Stefan Fink als Vorsitzender des Thüringer Apotheker-Verbands sagt, in seiner Apotheke seien im Januar dreimal so viele Mundschutz-Packungen verkauft worden, wie im Vorjahr zu selben Zeit. Und auch er sagt: Einen hundertprozentigen Schutz gibt es durch die Masken nicht, einen Effekt hätten sie trotzdem:

"Und zwar langt man selber sehr häufig ins Gesicht. Teilweise bis zu hundertmal am Tag. Und wenn Sie jetzt irgendeinen Infektionsherd an der Hand haben, und sich ins Gesicht langen, langen sie ja nicht an den Mund, so Sie infiziert werden könnten, sondern an die Maske. Insofern ist da ein Schutz auf jeden Fall da."

Beide Apotheker sind sich allerdings einig: Wichtiger, als Masken zu tragen, sei es, sich die Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Februar 2020 | 06:22 Uhr

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