MDR AKTUELL - Meldungen um 13:30 Uhr


Sachsen nimmt nach Sommerferien normalen Schulbetrieb auf

Sachsen will nach den Sommerferien den normalen Schulbetrieb wieder aufnehmen. Wie Kultusminister Piwarz mitteilte, soll nach den geltenden Stundentafeln und Lehrplänen unterrichtet werden. Damit gelte für alle Schülerinnen und Schüler die uneingeschränkte Schulpflicht. Die Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern sei nicht mehr notwendig. Die Schulleitungen könnten außerdem selbst festlegen, in welchen Situationen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen sei. Bei zunehmenden Corona-Infektionen sind laut Piwarz aber regionale und zeitlich begrenzte Schulschließungen weiter möglich.


Spahn: Gefahr zweiter Corona-Welle nicht unterschätzen

Bundesgesundheitsminister Spahn hat davor gewarnt, das Corona-Risiko für Deutschland zu unterschätzen. Spahn sagte, die Gefahr einer zweiten Welle sei real. Die Bevölkerung müsse gerade in Urlaubszeiten wachsam bleiben und dürfe nicht übermütig werden. Es gelte weiterhin Abstand zu halten, die Hygienemaßnahmen einzuhalten und Alltagsmasken zu tragen. Besorgt äußerte sich Spahn über die Situation auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca. Der Ballermann dürfe kein zweites Ischgl werden. Am vergangenen Wochenende hatten Hunderte Touristen unter Missachtung der Vorsichtsmaßnahmen gefeiert. Ähnliche Partys gab es im Februar in Ischgl. Von dem österreichischen Skiort aus hatte sich das Virus im Winter europaweit ausgebreitet.


BKA plant regelmäßige Befragung zu Sicherheitsgefühl

Das Bundeskriminalamt will die Bürger in Deutschland in Zukunft regelmäßig zu ihrem Sicherheitsgefühl befragen. Nach Angaben des BKA wird das Bonner Institut Infas mit der Umfrage beauftragt. Demnach ist für den Herbst die Befragung von bundesweit 120.000 Bürgern geplant. Die Teilnehmer würden zufällig ausgewählt. Danach solle es alle zwei Jahre weitere Befragungen geben. Die Umfragen sollen laut BKA Einblick in das Anzeigeverhalten und die Einstellung gegenüber der Polizei liefern. Ziel sei es, die Arbeit der Polizei zu verbessern.


Reisewarnung für Finnland aufgehoben

Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnung für Finnland aufgehoben. Das geht aus der heute aktualisierten Internetseite des Ministeriums hervor. Demnach wurden auch die Quarantänevorschriften wegen der Corona-Pandemie aufgehoben. Das Auswärtige Amt will nun alle zwei Wochen die Lage in Finnland prüfen. Das Land darf den Grenzwert von acht Neuinfektionen pro 100.000 Personen innerhalb von 14 Tagen nicht überschreiten. Sonst drohen erneut Reisebeschränkungen. In Finnland gilt noch ein Versammlungsverbot für Gruppen von mehr als 50 Menschen.


Mehrheit der Unternehmen will Homeoffice ausbauen

Die Mehrheit der Unternehmen in Deutschland will das Arbeiten im Homeoffice dauerhaft ausbauen. Einer Umfrage des Münchner Ifo-Institutes zufolge gaben das 54 Prozent der Unternehmen an. Aus der Umfrage gehe ebenfalls hervor, dass drei Viertel der Unternehmen wegen der Corona-Krise Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt hätten. - Dem Ifo-Institut zufolge kann die Corona-Krise einen dauerhaften Schub für das Arbeiten von zuhause aus bedeuten. Viele Unternehmen hätten wegen der Pandemie beträchtlich in neue digitale Infrastruktur und Kommunikationstechnologie investiert.