Künstliche hergestellte Nährstoffe für den Boden Mineralische Dünger

Für viele Gartenbesitzer ist Düngen ein großes Mysterium. Eine Bodenprobe hilft beim richtigen Einsatz. Hier erklären wir, was in mineralischen Düngern steckt und wann er eingesetzt wird.

Auf einem Pflanztisch stehen Schälchen mit unterschiedlichem Dünger
Düngen will gelernt sein. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Pflanzen können mit vielen Stoffen gedüngt werden, mit mineralischen Düngern zum Beispiel. Sie werden auch Volldünger oder Mehrnährstoffdünger genannt. Diese Kügelchen, Pulver oder  Stangen bestehen aus Mineralien, also aus natürlichen Stoffen aus dem Erdreich. Flüssige Dünger sind Mineralstofflösungen. Vor allem drei mineralische Hauptnährstoffe sind für Pflanzen lebenswichtig.

NPK-Wert N steht für Stickstoff
P bedeutet Phosphor
K bezeichnet Kalium

Dieser NPK-Wert ist zum Beispiel auf jeder Verpackung zu finden: 6 % Stickstoff, 17 % Phosphor und 22 % Kalium ist eine mögliche Mischung.

Diese Nährstoffe ermöglichen Wachstum, Wasserhalt und Photosynthese der Pflanze.  Je nach Düngerart unterscheidet sich ihr prozentualer Anteil. Jeder Dünger hat eine unterschiedliche Zusammensetzung. Dazu kommen weitere Stoffe, wie Magnesium, Eisen, Kupfer oder Bor.  Pflanzen nehmen diese mineralischen Nähr-Stoffe sofort auf, egal ob sie fest oder flüssig verabreicht werden. Mit einem Trick können mineralische  Dünger aber auch zum Depotdünger, also zum Langzeitdünger werden. Die Nährstoffe stecken dann in einer Harzhülle. Durch Feuchtigkeit  werden diese Düngerperlen durchlässig. Die Nährstoffe lösen sich abhängig von Temperatur und Feuchtigkeit.

So wird die Pflanze monatelang versorgt. Wenn Sie in Blumenerde gelbe Perlen finden, sind das also keine Schneckeneier sondern leeren Depotdünger- Hüllen.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Ramm am Nachmittag | 03. Juli 2019 | 17:40 Uhr