Nährstoffe für Obst und Gemüse Eine Humusbox fürs Gemüsebeet

Jedes Gemüsebeet braucht ausreichend Nährstoffe. Damit der Vorrat nicht ausgeht, kann man mitten im Beet eine Humusbox anlegen. Sie funktioniert ähnlich wie eine Wurmkiste: Gartenabfälle kommen hinein, die mit Hilfe von Würmern zersetzt und zu Humus verwandelt werden.

Mitten in einem Beet ist ein Korb eingelassen.
Starkzehrende Pflanzen sollten in der Nähe der Humusbox wachsen. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Humuskisten oder Humusröhren kann man für viel Geld im Gartenfachhandel kaufen oder aber selbst bauen. Die Idee hinter dem System ist einfach. In einem durchlässigen Behälter oder Korb, der im Beet etwa 30 Zentimeter tief versenkt wird, werden Garten- und Gemüseabfälle gesammelt. Durch die Zugabe von Regen- und/oder Mistwürmern, die man beispielsweise in einem Komposthaufen findet, werden die Grünabfälle schnell in Nährstoffe verwandelt.

Mitten in einem Beet ist ein Korb eingelassen. 1 min
Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Eine Humusbox ist ein kleiner Mini-Komposthaufen, der Mitten im Beet steht. Hier werden Pflanzenabfälle gesammelt, die von Kompostwürmern zersetzt werden. So funktioniert die Humusbox.

MDR FERNSEHEN So 23.06.2019 08:30Uhr 00:56 min

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Was ist Humus Humus ist abgestorbene Bodensubstanz. Besonders konzentriert ist Humus in den oberen zehn bis 30 Zentimetern des Bodens. Dieser Oberboden enthält viele wichtige Nährstoffe für Pflanzen (Stickstoff und Phosphor z.B.) und ist wichtiger Lebensraum für Bodenlebewesen.

Eine Humusbox bauen

Ein Behälter kann beispielsweise aus Kaninchen- oder Hühnerdraht einfach geformt werden. Dafür wird ein Viereck zugeschnitten. Schneiden Sie das von den Ecken zur Mitte etwa 20 Zentimeter ein und biegen es zu einem Würfel. Vier Hölzer oder Zweige fixieren den Korb am oberen Rand. Auch ein dickes Rohr, beispielsweise ein Stück Dachrinne,  kann zur Humusbox umfunktioniert werden. In das Rohr müssen viele Löcher gebohrt werden, damit Würmer rein und rauskommen und so der Nährstofftransport funktioniert.

Das darf in den Humusbehälter: * Abgestorbene Pflanzenteile
* Blütenfreies Unkraut
* Blätter
* Blüten von Blumen
* Gartenabfälle
* ungekochte Küchenabfälle
* Eierschalen

Ganz wichtig: Keine Zwiebeln und Knoblauch in den Humusbehälter werfen! Kompostwürmer können die Gewürzpflanzen nicht leiden.

Die Humusbox befüllen

Fangen Sie langsam an, also füllen Sie den Humuskorb nicht gleich bis zum Rand. Zuerst kommt nur eine Schicht Gartenabfälle in den Korb, gemischt mit Erde. Dazu  kommen die Würmer. Ganz wichtig ist, die Humusbox abzudecken, denn Würmer verrichten ihre Arbeit in der Dunkelheit.

Keine Zwiebeln und Knoblauch in den Humusbehälter werfen! Kompostwürmer können die Gewürzpflanzen nicht leiden.

Brigitte Goss | Gartenfachfrau

Das Beet mit der Humusbox bepflanzen

Wenn sie alles richtig gemacht haben, wird die Nährstoffkonzentration rund um die Humusbox besonders hoch sein. Pflanzen Sie dort deshalb Pflanzen, die viele Nährstoffe brauchen, Gurken, Tomate und Paprika zum Beispiel. Salat kann am Beetrand wachsen, da er nicht so viele Nährstoffe benötigt.

Eine Hand hält Erde mit vielen Würmern.
Ganz wichtig sind die Würmer, die die Pflanzreste zersetzen und in Nährstoffe umwandeln. Man findet sie auf Komposthaufen oder einfach im Erdreich. Bildrechte: MDR/Daniela Dufft

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 23. Juni 2019 | 08:30 Uhr

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