Zarte Schönheit Sterndolden verzaubern naturnahe Gärten

botanisch: Astrantia major

In einem ausgewogenen Garten sollten nicht nur Königinnen wachsen, sondern auch zierliche Prinzessinnen. Die Sterndolde zählt zu diesen Pflanzen. Die zarten Blüten der pflegeleichten Wildstaude zeigen sich im Hochsommer.

Sterndolden mit Bienen
Wer sich Sterndolden in den Garten holt, macht damit auch Bienen und Hummeln eine Freude. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Sterndolden bilden zierliche Blüten in grünlichem Weiß, hellem Rostrot, Violett oder zartem Rosa. Ihr botanischer Name lautet Astrantia major, abgeleitet vom griechischen Wort Aster, übersetzt Stern. Die in Deutschland heimische Pflanze wird auch Talstern, Rietdolde oder Sternblume genannt.

Das Gewächs kommt in weiten Teilen Süd- und Mitteleuropas vor, Sterndolden gedeihen sogar in den Alpen. Die Pflanze wird 50 bis 80 Zentimeter hoch. Lichte Wälder und Gehölzränder bilden ihren natürlichen Lebensbereich. Die pflegeleichte Staude gehört zur Familie der Doldenblütler: Umrahmt wird die kleine, blühende Dolde von vielen robuste Hüllblättern. Sie bilden die Sternform.

Bienenfreundliche Stauden Sterndolden: Beliebte Sorten in Bildern

Wie kleine Kunstwerke wirken die Blüten der Sterndolden. Im Handel gibt es mittlerweile Dutzende Sorten in verschiedenen Farben und Größen. Einige Züchtungen der heimischen Wildstaude sehen Sie hier.

In verschiedenfarbigen, mit den Sortennamen der Pflanzen beschrifteten Glasvasen stehen Sterndolden auf einer Holzbank
Sterndolden entfalten ihre Wirkung am besten in einem naturnah gestalteten Garten. Sie eigenen sich auch gut als Schnittblumen. Bei den Farben reicht die Vielfalt von weiß bis purpurrot. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
In verschiedenfarbigen, mit den Sortennamen der Pflanzen beschrifteten Glasvasen stehen Sterndolden auf einer Holzbank
Sterndolden entfalten ihre Wirkung am besten in einem naturnah gestalteten Garten. Sie eigenen sich auch gut als Schnittblumen. Bei den Farben reicht die Vielfalt von weiß bis purpurrot. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Sterndolde der Sorte Star of Treasure mit violetten Blüten
'Star of Treasure': Diese Sterndolde bildet burgunderfarbene Blüten. Damit sich die Staude richtig wohl fühlt, sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Weiß blühende Sterndolde der Sorte Shaggy
'Shaggy': Die Sorte blüht silbrig-weiß, die Hüllbläter haben zarte, grüne Spitzen. Um bei der Vermehrung die Eigenschaften dieser Züchtung zu erhalten, sollte sie geteilt werden. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Sterndolde der Sorte Star of Royal mit weiß-grün-violetten Blüten
'Star of Royals': Einen schönen Farbverlauf in den Blüten und Hüllblättern zeigt diese Sorte. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Sterndolde der Sorte Ruby Giant mit weiß-grün-violetten Blüten
'Ruby Giant': Rot-violette Blüten, die sich auch gut für einen Blumenstrauß eignen, zeichnen die Züchtung aus. Wie alle Sterndolden ist 'Ruby Giant' eine pflegeleichte Staude. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Rosa-grün-weiß blühende Sterndolde der Sorte Pink Penny
'Pink Penny': eine rosa blühende Sterndolde, deren Blüten zierlich und elegant wirken. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Rosa blühende Sterndolde der Sorte Lola
'Lola': Die großen Blüten dieser Sorte leuchten rosa. Ein Standort in der Sonne oder im Halbschatten empfiehlt sich. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Weiß und violett blühende Sterndolde der Sorte Hadspen Blood
'Hadspen Blood': Üppige, violette bis burgunderfarbene Blüten zeigen sich bei dieser Züchtung. Die äußeren Hüllblätter, die die Sternform bilden, haben dunkle Spitzen. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Zartrosa-weiß-grünlich blühende Sterndolde der Sorte Gracilis
'Gracilis': Die Sorte bildet grazile, weiße Blütenkunstwerke. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Violett blühende Sterndolde der Sorte Claret
'Claret': In dunkles Violett kleidet sich diese Sterndolde während der Blütezeit im Sommer. An einem optimalen Standort benötigt sie kaum Pflege. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Grün-weiß blühende Sterndolde der Sorte Buckland
'Buckland': Im Halbschatten kommen die weißen bis leicht rosa gefärbten Blüten dieser Sorte zur Geltung. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Grün-weiß blühende Sterndolde der Sorte Berendien
'Berendien': Große, weiße bis zartrosa Blüten zeichnen diese Sterndolde aus. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
Pink blühende Sterndolde der Sorte Abbey Road
'Abbey Road': Kräftig rosafarbene bis purpurrote Blüten zeigt diese neue, blühfreudige Astrantia-Sorte. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 15. September 2019 | 08:30 Uhr

Skorpionsfliege auf Blüte 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Doldenblütler wie Fenchel, Wilde Möhre und Sterndolde sind Insektenweiden. Mit ihnen lässt sich der Garten insektenfreundlich gestalten. Folgen Sie uns auf einen Streifzug in die Welt der Doldenblüten!

MDR FERNSEHEN So 15.09.2019 08:30Uhr 03:02 min

https://www.mdr.de/mdr-garten/pflanzen/insekten-insektenweiden-doldenbluetler100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Weil die Zierpflanze sehr gut im Halbschatten wächst, wird sie immer beliebter - selbst in der Stadt. Ihre Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Anfang August. Auch im Strauß entfaltet sie ihre Wirkung und hält sich als Schnittblume in der Vase bis zu 14 Tage. Ende August sind die Samen reif. So vermehren sich die Sterndolden problemlos von selbst. Sortenecht lassen sich viele Züchtungen aber nur über vegetative Vermehrung erhalten, das heißt durch Teilung im Frühjahr. Werden Sterndolden direkt nach der Blüte zurückgeschnitten, kommt es mit etwas Glück im September zu einem zweiten Blütenflor. Im Frühling schätzt die Pflanze reifen Kompost als Düngung. Ein Rückschnitt zur Pflege ist nicht nötig.

Sterndolden verbinden und vermitteln.

Susanne Peters, Staudengärtnerei Peters, Uetersen

Die Wildstaude lässt sich im Garten mit dominanten Partnern wie Rosen, Rittersporn, Hortensien, Phlox oder Silberkerzen kombinieren. Zu Sterndolden passen außerdem Frauenmantel, Hosta, Ehrenpreis, Storchschnabel, Prachtspiere oder zarte Gräser wie die Wald-Schmiele. Am besten wirkt die Pflanze in einem naturnahen Garten. Auch bei Bienen erfreut sie sich großer Beliebtheit. Im Winter zieht sie ein und benötigt keinen zusätzlichen Schutz.

Im Überblick:
Standort Sonne bis Halbschatten; sollte nicht austrocknen
Boden gleichmäßig feucht, neutral bis kalkhaltig, humus- und nährstoffreich
Blütenfarbe grünlich-weiß, altrosa, violett, purpurrot
Blütezeit Juni bis August, bei Rückschnitt zweite Blüte im September möglich
Winterhart ja, ohne Einschränkungen
Schädlinge zu Wachstumsbeginn Schneckenfraß möglich; bei Befall mit Miniermotte betroffene Blätter entfernen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 15. September 2019 | 08:30 Uhr