Zitrusfrüchte Saure Vitaminbombe: Zitronen pflanzen, pflegen, überwintern

Botanischer Name: 'Citrus x limon'

Es ist ein herrlicher Duft, der Urlaubserinnerungen weckt: Rund um das Mittelmeer trägt der Zitronenbaum seine feinen, weißen Blüten das ganze Jahr über. Als Kübelpflanze verströmt er seinen angenehmen Geruch auf Balkon oder Terrasse. Gieß- und Pflegetipps für die Zitrone finden Sie hier im Steckbrief.

Weiße Zitronenblüte an einem Bäumchen.
Etwas fürs Auge und für die Nase: Die hübschen Blüten eines Zitronenbäumchens. Bildrechte: MDR/Lena Schön

Bei guter Pflege und mit etwas Fingerspitzengefühl trägt auch die Kübel-Zitrone einige Früchte im Jahr. Auch wenn diese natürlich nicht für die Selbstversorgung reichen, Freude bringen sie allemal.

Schale und Fruchtfleisch der satt-gelben Früchte des Zitronenbaums finden vielseitig Anwendung. Die Zitrusfrucht ist reich an Vitamin C und ihr Fruchtsaft ein gern eingesetzes Hausmittel bei Erkältungen. Zum Kochen und Backen werden sowohl der Saft, als auch die abgeriebene Zitronenschale verwendet. Der frische Geschmack der Säure verfeinert Speisen und Getränke und zählt neben Salz, Pfeffer und gutem Öl zur Basis einer jeden Küche.

Auf einen Blick
Herkunft Indien
Pflanzenfamilie Rautengewächse (Rautaceae)
Wuchs unregelmäßige Krone, die gerne in die Breite geht; kann durch regelmäßigen Rückschnitt geformt werden; immergrün
Blüte weiße, duftende Blüten; ganzjährige Blüte
Früchte faustgroße, gelbe Früchte mit saurem Fruchtfleisch
Standort hell und sonnig
Boden/Substrat durchlässige, strukturstabile Kübelerde
Winterhart nein, muss überwintert werden
Mehrjährig Ja
Besonderheiten Der Zitronenbaum ist eine Kreuzung aus der Bitterorange 'Citrus x aurantium' und der Zitronatzitrone 'Citrus medica'

Pflege: Zitronenbäume im Kübel gießen, düngen, schneiden und umtopfen

Zitruspflanzen, die in Kübeln gesund gedeihen sollen, brauchen ein sorgfältig ausgesuchtes Substrat. Schließlich bleiben sie bis zu drei Jahre im selben Kübel, bevor umgetopft wird. Die Erde muss durchlässig für Wasser und Luft sein und gleichzeitig ihre Struktur behalten können, also nicht verschlämmen oder schrumpfen. Dabei helfen mineralische Bestandteile, wie Lavagestein oder Blähton, die der Kübelerde beigemischt werden. Wichtig ist auch eine Drainageschicht am Topfboden aus Kies oder Tonscherben, die überschüssiges Wasser ableitet.

Blüten und unreife Zitrone an einem Zitronenbaum
Immergrünes Laub und sich stets neubildende Blüten: Die Zitrone hat einen hohen Zierwert. Bildrechte: MDR/Lena Schön

Die Wassergaben sollten regelmäßig und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen, am besten am Morgen. So lassen sich auch Pilzinfektionen vermeiden. Die Zitrone hält lange Trockenperioden aus. Als Faustregel gilt: Sobald die obersten fünf Zentimeter des Topfes trocken sind, darf gegossen werden, je nach Größe des Kübels ungefähr alle sieben bis zehn Tage. Die Zitrone mag es sauer: Das Gießwasser sollte möglichst wenig Kalk enthalten. Regenwasser eignet sich besonders gut.

Im Sommer unterstützt dem Gießwasser beigemischter Zitrusdünger die Pflanze beim Wachsen und bei der Blütenbildung. Auch organischer, stickstoffhaltiger Flüssigdünger, der nicht speziell für Zitruspflanzen gedacht ist, kann laut Garten-Expertin Brigitte Goss verwendet werden. Wer einen Zitronenbaum frisch einpflanzt oder umtopft, kann auch darüber nachdenken, dem Substrat mineralischen Langzeitdünger wie Hornspäne zuzugeben. Dadurch entfallen zusätzliche Düngergaben.

Durch Mangelernährung aufgehellte Blätter eines Zitronenbaums.
Aufgehellte Blätter deuten auf einen Mangel hin. Bildrechte: MDR/Lena Schön

Ein Rückschnitt kann, muss aber nicht erfolgen. Von Natur aus bildet die Zitrone eine eher unregelmäßige Krone. Um diese zu formen, wird im zeitigen Frühjahr zurückgeschnitten. Die Triebe sollten jedoch nicht mehr als ein Drittel eingekürzt werden, um die Pflanze im Wachstum nicht zu weit zurückzuwerfen.

Die mediterrane Kübelpflanze muss überwintert werden, geeignet ist ein heller Ort mit Temperaturen zwischen fünf bis zehn Grad.

Häufig auftretende Mangelerscheinungen, Krankheiten und Schädlinge
Symptom möglicher Schädling/Mangel Behandlung
Feine Gespinste an der Blattunterseite und an den Triebspitzen; treten vor allem in warmer und trockener Umgebung (Heizungsluft!) auf Spinnmilben Mit Wasser und Sprühflasche mehrmals wöchentlich abspritzen; bei starkem Befall biologisches Mittel gegen Schädlinge einsetzen
Klebriger Film auf den Blättern und Triebspitzen Woll-/Schmierläuse Behandlung der Blätter mit Ölpräparaten; Insektizid-Stäbchen oder Granulat für die Kübelerde
Hell verfärbte (chlorotische) Blätter Mangelernährung Mit handelsüblichem Zitrusdünger nachhelfen
Eingerollte Blätter am gesamten Baum Wassermangel Gut gießen
Gelbe Blätter Eisenmangel Gießwasser überprüfen: am besten mit Regenwasser gießen

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 05. Januar 2020 | 08:30 Uhr