Blattpflanze Baumfreund: Rankende immergrüne Büropflanze

Philodendron

Der Baumfreund ist leicht in der Pflege, optisch ein Hingucker und sorgt zudem noch für saubere Luft. Die perfekte Büropflanze, die bis zu drei Meter hoch wachsen kann. Eine Rarität ist der Philodendron squamiferum.

Drei Zimmerpflanzen (Baumfreund, Kroton) stehen nebeneinander auf einem Treppenpodest.
Der Philodendron squamiferum (hier links im Bild) ist mit seinen rötlichen behaarten Stielen ein echter Hingucker. Bildrechte: MDR/Juliane Maier-Lorenz

Der Baumfreund ist eine typische Büropflanze, er braucht wenig Wasser, wirkt mit seinen riesigen Blättern sehr dekorativ und rankt selbst die tristeste Wand schön grün zu. Deshalb sollte dem Philodendron auch immer eine Rankhilfe geboten werden. Außerdem sorgt er für bessere Luft im Raum und wirkt im Büro deshalb wie Biofilter. Die zahlreichen Luftwurzeln und großen Blätter des Philodendrons nehmen die Schadstoffe auf. Auch die Feuchtigkeit wird von den Blättern absorbiert und in sauberen Sauerstoff umgewandelt. Aus diesem Grund sollten die Blätter auch nicht mit Glanzmitteln abgewischt werden, denn so geht genau diese Funktion des Baumfreunds verloren.

Standort und Pflege

Der Philodendron kann bei guter Pflege etwa drei Meter hoch werden. Dieser Aspekt sollte bei der Standortsuche im Vorfeld bedacht werden. Kletter- und Rankhilfen sind also unabdinglich. Dafür eignen sich etwa Moosstäbe oder grobrindige Äste. Direkte Sonneneinstrahlung sollte vermieden werden. Der Baumfreund mag es halbschattig, ähnlich wie im Regenwald. Der Boden im Topf sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein.

Zimmerpflanze
Abgestandenes und nicht zu kaltes Wasser ist ideal für den Philodendron. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zum Gießen kalkarmes Wasser verwenden, abgestandenes oder Regenwasser ist ideal. Nicht zu kaltes, stattdessen eher zimmerwarmes Wasser verwenden und die Blätter ab und an besprühen. Den Philodendron niemals austrocknen lassen. Alle 14 Tage mit Flüssigdünger behandeln, im Sommer sogar einmal pro Woche. Im Winter dagegen reicht es, einmal im Monat zu düngen und weniger zu gießen.

Vermehren

Steckling abschneiden und Wurzeln austreiben lassen? Ganz so einfach geht es beim Philodendron dann doch nicht. Stattdessen sollten im Sommer mehrere Stecklinge unter dem Blattknoten abgeschnitten und alle noch vorhandenen Blätter entfernt werden. Die Stecklinge, die mitunter sehr groß sein können, in ein Gemisch aus Sand und Torf bzw. Kompost geben. Meist lohnt sich ein Pflanzentopf pro Steckling.

Die Erde gut angießen und mit einer Plastiktüte abdecken. Die Stecklinge sollten an einem hellen, aber keinem sonnigen Standort, bei normaler Zimmertemperatur stehen. Alle zwei Tage die Plastiktüte lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Wenn nach drei bis vier Wochen die Stecklinge gewurzelt haben, kann die Plastiktüte entfernt werden. Ist der Steckling grün wächst er nur langsam heran. Braune und welke Stecklinge haben es nicht geschafft anzuwurzeln.

Die Rarität: Der Philodendron squamiferum

Der behaarte Stiel und die Blätter eines Philodendron squamiferum
Mit seinen behaarten Stielen eine Besonderheit: Der Philodendron squamiferum. Bildrechte: MDR/Juliane Maier-Lorenz

Tiefroter Blattstiel, die mit zahlreichen Härchen bestückt sind: Der Philodendron squamiferum ist der Exot unter den Baumfreunden. Er kommt ursprünglich aus Brasilien, bevorzugt hierzulande deshalb einen hellen bis halbschattigen Standort ohne direkte Mittagssonne. Am besten entwickelt sich diese Art bei Temperaturen vom 20 bis 23 Grad. Im Winter darf er ruhig etwas kühler stehen, jedoch niemals kälter als 18 Grad. Der Philodendron squamiferum mag es gern feucht, weshalb die Blätter ab und an mit Wasser besprüht werden können. Er sollte regelmäßig gegossen werden, da die Wurzeln konstante Feuchtigkeit benötigen. Allerdings sollte die oberste Erdschicht erst angetrocknet sein, bevor erneut gegossen wird.

Auf einen Blick
Heimat Mittel- und Südamerika
Pflanzenfamilie Aronstabgewächse (Araceae)
Wuchs aufrecht, ausladend, mehrjährig, Kletterpflanze, Staude, Überhängend, Kriechend, im natürlichen Lebensraum bis zu 6 Meter, als Zimmerpflanze bis zu 3 Meter
Blüte keine
Blütezeit keine
Standort Halbschatten, absonnig
Boden Sandig, lehmig, humusreich
Winterhart nein, verträgt Temperaturen unter 14 Grad nicht, in der Winterphase wächst Pflanze weniger
Besonderheiten ausdauernde, immergrüne krautige Pflanze, Wurzelkletterer

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 02. Februar 2020 | 08:30 Uhr