Trauer Leipziger Chordirektor Andreas Pieske gestorben

Das rot beleuchtete Opernhaus Leipzig spiegelt sich in einem Brunnen.
Blick auf das Leipziger Opernhaus Bildrechte: dpa

Der langjährige Chordirektor der Oper Leipzig, Andreas Pieske, ist tot. Wie das Haus am Mittwoch mitteilte, starb Pieske am 23. März im Alter von 91 Jahren. Er habe den Chor der Oper Leipzig in seiner Amtszeit von 1960 bis 1990 zu einem der besten im deutschsprachigen Raum geformt. Besonders habe ihm auch der musikalische Nachwuchs am Herzen gelegen, so die Oper weiter.

Vom Kapellknaben zum Chorchef

Seine eigene Laufbahn hatte Andreas Pieske bei den Dresdner Kapellknaben begonnen. Danach studierte Pieske an der Dresdner Musikhochschule. Nach Stationen beim Dresdner Mozartchor, der Semperoper Dresden und dem Theater Schwerin wurde er Chordirektor der Oper Leipzig. In der Tradition des realistischen Musiktheaters stellte Pieske nach Angaben der Leipziger Oper "das Ineinandergreifen von musikalischer und szenischer Darstellung" bei seiner Arbeit mit den Sängerinnen und Sängern in den Mittelpunkt.

Pieske war außerdem als Hochschullehrer an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" sowie an der Berliner Hochschule für Musik "Hanns Eisler" tätig. Die Leipziger Oper hatte ihn nach seiner Pensionierung zum Ehrenmitglied ernannt. Bis ins hohe Alter verfolgte er demnach die Entwicklung des Chores und besuchte Premieren von Oper, Leipziger Ballett und Musikalischer Komödie.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 25. März 2020 | 13:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 25. März 2020, 12:44 Uhr