Galerie vor dem Aus Merseburg bald ohne Willi Sitte

Eine Besucherin betrachtet in der Galerie Merseburg Bilder des Malers Willi Sitte. 2006
Die Willi-Sitte-Galerie in Merseburg wurde 2006 eröffnet. Bildrechte: dpa

Die Werke des Künstlers Willi Sitte werden zukünftig nicht mehr in Merseburg gezeigt. Das Kuratorium der Sitte-Stiftung habe beschlossen, die Galerie wegen Unterfinanzierung aufzulösen – das bestätigte der Vorsitzende des Fördervereins, Michael Finger, MDR SACHSEN-ANHALT.

Werke werden Sittes Familie zurückgegeben

Willi Sitte
Künstler Willi Sitte (1921-2013) Bildrechte: dpa

Zuletzt hatte sich der größte Sponsor zurückgezogen. 240 Gemälde und 1.000 Grafiken werden nun an die Familie des halleschen Künstlers zurückgegeben. Der Abgang schmerze ihn, sagte Finger. Man habe 15 Jahre gute Ausstellungen gezeigt. Er hoffe, dass die Dauerausstellung in reduziertem Umfang bis Ende des Jahres gezeigt werden könne. Im nächsten Jahr zum 100. Geburtstag Willi Sittes soll sein Schaffen dann in Halle zu sehen sein.

Über die Willi-Sitte-Galerie

Die Willi-Sitte-Galerie wurde 2006 eröffnet. Seitdem galt sie als einer der wichtigsten touristischen Anziehungspunkte in Merseburg. Willi Sitte war ein deutscher Maler und Grafiker. Lange Zeit war er Präsident des Verbandes Bildender Künstler der DDR. Der Künstler starb 2013 in Halle.

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Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 28. Februar 2020 | 12:30 Uhr