Kunstwerk Mutmaßliches Klimt-Gemälde in Mülltüte aufgetaucht

Das "Bildnis einer Frau" des österreichischen Jugendstilmalers Gustav Klimt (1862-1918) ist nach fast 23 Jahren in Italien wieder aufgetaucht. Es wurde von Gärtnern beim Aufräumen in einem Museum in Piacenza aufgefunden, wo es 1997 verschwunden war, teilte der Museumsmitarbeiter Dario Gallinari der Deutschen Presse-Agentur mit. Was mit dem Porträt vor dem Auffinden geschehen war, ist derzeit unklar.

Das Standbild aus einem von der Polizei veröffentlichten Video zeigt das Bild «Bildnis einer Frau», ein mutmaßliches Gemälde des österreichischen Jugendstilmalers Gustav Klimt.
Standbild aus einem von der Polizei veröffentlichten Video mit dem "Bildnis einer Frau" Bildrechte: dpa

Die Gärtner hatten es am Dienstag beim Aufräumen in einem Verlies in einer Hofmauer des Museums Ricci Oddi hinter einer von Efeu überwucherten Metalltür gefunden. Das Kunstwerk war in eine schwarze Mülltüte eingepackt.

Der Museumsmitarbeiter Dario Gallinari wurde informiert und dachte zunächst an einen Scherz. Schnell erkannte er jedoch den möglichen Wert des Fundes: "Ich habe ein Expert en-Auge", sagte er. Gallinari übergab das Gemälde dem Sicherheitschef, der die Polizei informierte. Das Kunstwerk soll in einem optimalen Zustand und nicht beschädigt sein. Bei der Polizei wird es nun weiter untersucht und es gebe gute Chancen, dass die Echtheit des Werkes bezeugt werden könne.

Geschaffen hat Klimt das Gemälde in einer Serie von Damenporträts zwischen 1916 und 1918. Bei dem Diebstahl 1997 hatten die mutmaßlichen Diebe nur den Rahmen zurückgelassen.

Das Standbild aus einem von der Polizei veröffentlichten Video zeigt Polizeibeamte, die in ein Verlies in einer Hofmauer des Museums Ricci Oddi in Piacenza (Italien) schauen.
Polizeibeamte an der Stelle des Museums Ricci Oddi, wo das Gemälde gefunden wurde Bildrechte: dpa

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 11. Dezember 2019 | 18:00 Uhr