Film zum Buch Gregor Sanders "Was gewesen wäre" kommt ins Kino

Knut Elstermann
Bildrechte: Jochen Saupe

Für die Verfilmung seines Romans "Was wäre wenn" hat Autor Gregor Sander das Drehbuch selbst verfasst. Mit Christiane Paul in der Hauptrolle kommt hier eine berührende und sensible Erzählung deutsch-deutscher Lebenswege ins Kino, findet unser Kritiker.

Es sollten ein paar schöne Tage für eine noch frische Liebe werden. Paul (Ronald Zehrfeld) lädt Astrid (Christiane Paul) in ein teures Hotel in Budapest ein, doch ausgerechnet dort trifft sie ihre Jugendliebe Julius (Sebastian Hülk) wieder, dem sie damals aus der DDR nicht in den Westen folgte. Die Begegnung der beiden verdirbt nicht nur die Reise, sondern wirft all die damals nicht beantworteten Fragen neu auf. Sie löst eine tiefe Verunsicherung aus, ein Nachdenken über die wichtigen Entscheidungen, das weit über das Leben in der DDR hinausgeht und jeden Zuschauer berührt.

Florian Koerner von Gustorf, der sich bisher vor allem als Produzent einen Namen machte, konnte sich bei seinem gelungenen, klugen Regiedebüt auf ein großartiges Ensemble und ein sorgsam ausgearbeitetes Drehbuch stützen, geschrieben vom Autor Gregor Sander nach seinem eigenen Roman. Selten wurde im Kino von deutsch-deutschen Lebenswegen und folgenreichen biografischen Entscheidungen so sensibel und so vorurteilsfrei erzählt wie hier.

Genre: Drama
Regie: Florian Koerner von Gustorf
Darsteller: Christiane Paul, Ronald Zehrfeld, Sebastian Hülk u. a.
Im deutschen Kino ab: 21.11.2019
Produktionsland: Deutschland
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ☆ (4 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | Filmstarts der Woche | 21. November 2019 | 08:10 Uhr

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