Filmstart "Fridas Sommer" – ein einfühlsames Drama über ein Kind ohne Eltern

Das Debüt von Regisseurin Carla Simón erzählt von einem sechsjährigen Mädchen aus Barcelona, das ohne Eltern auf dem Land aufwachsen muss. Das einfühlsame Drama mit Laia Artigas als Frida sowie Paula Robles und Bruna Cusí in weiteren Rollen wurde bei der Berlinale 2017 ausgezeichnet - und erzählt ohne Sentimentalität, findet unser Kritiker.

Filmszene: "Fridas Sommer"
Der Film "Fridas Sommer" erzählt stets aus der Sicht des Kindes. Bildrechte: Grandfilm

Frida ist erst sechs Jahre alt und muss eine schreckliche Tragödie verarbeiten. Nachdem sie schon keinen Vater mehr hatte, ist auch ihre Mutter  gestorben. Das Mädchen (wunderbar natürlich: Laia Artigas) aus dem bunten Barcelona geht aufs Land und lebt nun mit seiner kleinen Cousine auf dem Bauernhof ihres liebevollen Onkels in einer in jeder Hinsicht fremden Umgebung.

Großartig und einfühlsam

In diesem schönen Debüt berichtet die Regisseurin Carla Simón von ihren eigenen Erfahrungen, auch sie wuchs ohne ihre Eltern auf. Sie erzählt ohne Sentimentalität und falsche Töne, ganz aus der Sicht des Kindes, für das dieser Sommer 1993 bei allen Konflikten mit der neuen Mutter, bei allem Widerstand und Schmerz auch ein großer Neuanfang ist, den sie mit Neugierde, Wachheit und innerer Stärke annimmt.

Es ist eine lichtflirrende Sommergeschichte, voller Entdeckungen und kleiner Abenteuer. Dieser großartige, einfühlsame Film erhielt bei der Berlinale in der Jugendsektion 2017 hochverdient den Großen Preis der Jury und wurde als bester Erstlingsfilm ausgezeichnet.

Genre: Drama
Regie: Carla Simón
Darsteller: Laia Artigas, Paula Robles, Bruna Cusí
Im deutschen Kino ab: 26.07.2018
Produktionsland: Spanien
Bewertung: ★ ★ ★ ★ ★ (5 von 5 Sternen)

Dieses Thema im Programm: MDR KULTUR - Das Radio | 26. Juli 2018 | 07:40 Uhr

Aktuelle Filmempfehlungen