MDR-Sinfonieorchester: Biografie

Die Geschichte des MDR-Sinfonieorchesters ist fast so alt wie die des Rundfunks. Heute zählt das Orchester zu den lebendigsten und innovativsten seiner Art und setzt mit kreativen Programmen Akzente weit über die mitteldeutsche Orchesterlandschaft hinaus. Ab der Spielzeit 2020/21 wird Dennis Russell Davies für vier Jahre das Amt des Chefdirigenten beim MDR-Sinfonieorchester übernehmen.

Das MDR-Sinfonieorchester im Konzert.
Bildrechte: MDR/Andreas Lander

Das älteste Radio-Orchester Deutschlands präsentiert sich wenige Jahre vor seinem hundertjährigen Jubiläum im Jahr 2024 als eines der lebendigsten und innovativsten in Europa. Es spiegelt damit den kreativen Geist Mitteldeutschlands, für den stellvertretend bedeutende Komponisten wie Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn, Richard Wagner, Robert Schumann, Franz Liszt und Kurt Weill geprägt wurde.

Die Verwurzelung und Pflege dieser musikalischen Traditionen und die Verbundenheit der Musik der Gegenwart gegenüber sind schon immer die musikalischen Eckpfeiler des MDR-Sinfonieorchesters gewesen. Neueste Musik und Genre übergreifende Konzertformate gehören ebenso auf den Spielplan wie lebendige Aufführungen des traditionellen Repertoires.

Dennis Russell Davies übernimmt im September 2020 das Amt des Chefdirigenten und wird seine kommenden vier Spielzeiten in diesem gleichen Sinne prägen. Vor ihm standen Kristjan Järvi, Jun Märkl, Fabio Luisi, Wolf-Dieter Hauschild, Herbert Kegel und Hermann Abendroth u.a. an der Spitze des Orchesters. Zu den vielen Gastdirigenten, die in jüngerer Zeit das MDR-Sinfonieorchester geleitet haben, gehören u. a. Krzysztof Urbański, Stefan Asbury, Alain Altinoglu, Roberto Abbado, Bertrand de Billy, James Gaffigan, Neeme Järvi, Michail Jurowski, Kristiina Poska, Santtu-Matias Rouvali, Markus Stenz, Frank Strobel, Karl-Heinz Steffens, Robert Trevino, Jan Willem de Vriend, Kazuki Yamada, Simone Young, Lothar Zagrosek, aber auch Dirigenten der jungen Generation wie Ariane Matiakh, Anja Bihlmaier, Duncan Ward, Nicholas Carter und Klaus Mäkelä. Gastkünstler wie Julia Fischer, Renaud und Gautier Capuçon, Alexander Toradze, Jean-Yves Thibaudet, Pekka Kuusisto, Gabriela Montero, Nils Mönkemeyer, Antoine Tamestit und Nicolas Altstaedt prägten die Programme, Wolfgang Muthspiel, Francesco Tristano, Stefano Bollani, Bryce Dessner, Hauschka, Max Richter und Anoushka Shankar fügten mit ihren Konzerten eine wichtige Farbe hinzu.

Als Rundfunkorchester der Region pflegt das MDR-Sinfonieorchester seine Präsenz gerade auch außerhalb der musikalischen Ballungszentren Mitteldeutschlands und konzertiert in Orten von Altenburg bis Zeulenroda. Gastspiele führen es in dieser Saison außerdem in die Philharmonie Berlin, die Elbphilharmonie Hamburg, und nach Ludwigsburg. Die sehr erfolgreiche Japanreise im Oktober 2019 unter der Leitung von Kristjan Järvi führte zu einer Wiedereinladung in 2021.  

Das MDR-Sinfonieorchester hat zahlreiche Soundtracks eingespielt, u. a. zu der Serie „Sense8“ von Andy und Lana Wachowski sowie zu Tom Tykwers Filmen „Cloud Atlas“, „Hologram for a King“ und dessen Serie „Babylon Berlin“. CD-Aufnahmen des MDR-Sinfonieorchesters erscheinen u. a. bei MDR KLASSIK, Neos, Naxos, SONY Classical, DG und Naïve.