Stefan Asbury

Stefan Asbury sitzt auf einer Treppe
Bildrechte: Eric Richmond

Regelmäßig zu Gast bei den führenden Orchestern weltweit, begann Stefan Asbury die Saison 2019/20 mit einem erneuten Konzert bei der Philharmonie Kopenhagen (Berlioz’ Symphonie fantastique) und einem Konzert mit dem MDR-Sinfonieorchester in Leipzig, gefolgt von einem Projekt mit dem Ensemble Modern mit Werken von Schönberg. In Nordamerika standen bzw. stehen Konzerte mit dem Milwaukee Symphony Orchestra und der Symphony Nova Scotia an; desweiteren arbeitet er mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester sowie der Britten Sinfonia beim Tongyeong International Music Festival in Korea zusammen. In der Spielzeit 2018/19 debütierte Stefan Asbury bei verschiedenen Orchestern in aller Welt, darunter dem Auckland Philharmonia, China National Symphony Orchestra, Bilbao Orkestra Sinfonikoa, Orquestra Sinfônica do Paraná, Orquesta Sinfónica del Peru und Szczecin Philharmonic. Mit dem MDR-Sinfonieorchester gastierte er mit einer Uraufführung beim Beethovenfest Bonn; zudem war er zu Gast beim Ensemble Musikfabrik und dem Nationalen Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks (NOSPR).

Stefan Asbury verbindet eine enge Zusammenarbeit mit wichtigen Komponisten der Gegenwart, u. a. mit Oliver Knussen, Steve Reich, Wolfgang Rihm, Unsuk Chin und Mark-Anthony Turnage. In der Spielzeit 2015/16 dirigierte er die Uraufführung von Bernd Richard Deutschs Orgelkonzert mit dem Radio-Sinfonieorchester Wien; Sir Harrison Birtwistles Piano Concerto brachte er mit Pierre-Laurent Aimard und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zur Uraufführung, zudem leitete er dessen US-amerikanische Erstaufführung mit Aimard und dem Boston Symphony Orchestra. Nach dem Tod seines Mentors Oliver Knussen dirigierte er im November 2018 dessen letztes vollendetes Werk mit der Birmingham Contemporary Music Group.

Stefan Asbury hat zahlreiche Aufnahmen produziert – seine CD mit Musik von Jonathan Harvey wurde für den »Monde de la Musique choc« nominiert, seine Einspielung des gesamten Zyklus Les Espace Accoustique von Gérard Grisey mit dem WDR Sinfonieorchester gewann den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Seine Konzerttätigkeit führt Stefan Asbury auch zu Orchestern wie Royal Concertgebouw Orchestra, WDR Sinfonieorchester Köln oder hr-Sinfonieorchester sowie zu Festivals wie Münchener Biennale, Salzburger Festspiele, La Biennale di Venezia und Wien Modern. Er arbeitet mit dem Ensemble Modern und dem Ensemble Musikfabrik ebenso wie mit der London Sinfonietta. Jüngste Engagements führten ihn u. a. zum London und Tokyo Symphony, zum Los Angeles Philharmonic, zur Dresdner Philharmonie und zum Orchestra of St. Luke’s.

2013 dirigierte er die Uraufführung von Michael Jarells Siegfried Nocturne beim Wagner Festival Genf. Weitere Opernverpflichtungen schlossen Porgy and Bess beim Spoleto Festival, John Adams’ A Flowering Tree für das Perth International Arts Festival, Wolfgang Rihms Jakob Lenz bei den Wiener Festwochen, Brittens Owen Wingrave mit der Tapiola Sinfonietta und Knussens Where the Wild Things Are in Tanglewood ein. Mit der Philharmonie Kopenhagen und dem Danish Dance Theatre realisierte er eine Neuproduktion des Feuervogel, mit der Mark Morris Dance Group eine Einstudierung von Prokofjews Romeo und Julia sowie von Virgil Thomsons Four Saints in Three Acts mit Aufführungen im Lincoln Center New York, in Londons Barbican und in der Brooklyn Academy of Music. Seit 1995 ist Stefan Asbury beim Tanglewood Music Center tätig und hat hier seit 2005 den Sana H. Sabbagh Lehrstuhl für Dirigieren inne. Über die regulären Sommerkurse in Tanglewood hinaus gab er Meisterklassen an der Hochschule der Künste Zürich, an den Konservatorien in Venedig und Genua sowie beim Boston Symphony Orchestra (»Inside the TMC«).