Quirine Viersen

Cellistin Quirine Viersen
Bildrechte: Jelmer de Haas

"Es ist essentiell wichtig für mich, Musik auf der emotionalen Ebene zu durchdringen und aufzuführen. Nach der Analyse und dem Wissen um die Musik wird sie für mich am Kraftvollsten, wenn sie direkt von Herzen kommt. Ich möchte Cello spielen, um diese Reinheit und das Wesen der Musik zu vermitteln - und dabei den Hörer in der großen Bewegung mitnehmen, um sich “entführen zu lassen"."

„Mutterschaft ist eng mit meiner Karriere verbunden. Meine Kinder sind ein Spiegel in allem, was ich tue, worüber ich nachdenke und was ich fühle. Dies hat meine Art der Kommunikation durch Musik erneuert und gestärkt. Es ist, als würde ich nicht einfach mehr spielen; ich bin einfach. "

Aktuelle Projekte

In dieser Saison spielt Quirine Viersen Barbers Cellokonzert mit den Niederrheinischen Sinfonikern unter Leitung von Diego Martin-Etxebarria. Bei der internationalen Cellobiënnale Amsterdam im Jahr 2018 konzertierte sie mit Korngolds Cellokonzert und spielte die Weltpremiere von Glacier, einem Solowerk, das Jacob ter Veldhuis für sie geschrieben hat. 2019 wird sie für Mozarts Flötenkonzert in der Version für Violoncello mit dem Gelders Orkest unter Lucas Macias Navarro zusammenarbeiten. Außerdem gastiert sie beim Niederländischen Kammerorchester und beim Sinfonico di Milano Giuseppe Verdi Orchester unter Claus Peter Flor.

Cellistin Quirine Viersen
Cellistin Quirine Viersen Bildrechte: Jelmer de Haas

Im Jahr 2011 nahm Quirine Viersen erstmals Bachs Cello-Suiten auf. Der Strad schrieb: "(Ihre) Interpretationen zeichnen sich durch Gleichgewicht, Phantasie und ein feines Gefühl der Fantasie aus." Eine neue Sicht der Dinge führte zu einer zweiten vollständigen Aufnahme, die Ende 2018 veröffentlicht wurde. Nach einer fruchtbaren, fast 20-jährigen Zusammenarbeit in Konzerten und Aufnahmen mit Silke Avenhaus hat Quirine ein neues Duo geformt. Ihr Rezital im Amsterdamer Concertgebouw im Jahr 2017 markierte den erfolgreichen Beginn der Zusammenarbeit mit dem Pianisten Enrico Pace.

Entwicklung

Der Vater von Quirine, Yke Viersen (Cellist im Royal Concertgebouw Orchestra), war ein logischer erster Einfluss auf ihr Talent, gefolgt von Jan Decroos und Dimitri Ferschtman. Im Alter von 16 Jahren war Quirine die jüngste Preisträgerin aller Zeiten bei dem Internationalen Musikwettbewerb in Scheveningen. Die Erkenntnisse von Ralph Kirshbaum und Natalia Gutman haben Quirine Viersen stark geprägt. Heinrich Schiff war ihr allumfassender Mentor, der sie in Musik mit dem Cello als Instrument unterrichtete und ihr Spiel um die berühmte Navarra-Technik bereicherte.

Quirine gewann Preise beim Rostropovich Concours Paris 1990, beim Internationalen Cello-Wettbewerb Helsinki 1991 und beim Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau 1994. Im selben Jahr erhielt sie außerdem den renommiertesten Staatspreis der Niederlande für klassische Musik, den Niederländischen Musikpreis. Quirine Viersen spielt auf dem Joseph Guarnerius Filius Andreae von 1715, der zuvor von André Navarra gespielt wurde. Es wurde freundlicherweise vom Nationalen Musikinstrumentenfonds auf Antrag von Heinrich Schiff zur Verfügung gestellt. Schiff schenkte ihr einen seinen Bögen für dieses Instrument.

Kreative Zusammenarbeit

Cellistin Quirine Viersen
Cellistin Quirine Viersen Bildrechte: Jelmer de Haas

Im Rahmen des Credit Suisse Young Artist Award trat Quirine beim Luzerner Festival im Jahr 2000 gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Zubin Mehta auf. Seitdem hat Quirine mit dem Royal Concertgebouw Orchestra unter Herbert Blomstedt, Ingo Metzmacher und Bernard Haitink, den Niederländischen Philharmonikern / Marc Albrecht, St. Petersburger Philharmoniker / Valery Gergiev, Frankfurter Rundfunksinfonie / Hugh Wolff, Israel, Philharmonisches Orchester / Georges Pehlivanian, Wiener Kammerorchester / Heinrich Schiff, Malmö Symphony Orchestra / Lawrence Renes und dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra / Jean Fournet ein breites Repertoire an Cellowerken aufgeführt. Quirine Viersen arbeitete mit Musikern wie Antje Weithaas, Thomas Beijer, Leonidas Kavakos und Liza Ferschtman zusammen und folgte Einladungen des Delfter Kammermusikfestivals, des Rheingau Musikfestivals, der Mondsee Tage, der Luzerner Festwochen und der Salzburger Festspiele.